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Nordwestmecklenburg Mittagsgeschäft hat an Fahrt aufgenommen
Lokales Nordwestmecklenburg Mittagsgeschäft hat an Fahrt aufgenommen
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13:05 17.01.2019
Wer die Gaststätte „Zum letzten Heller“ in Neu Degtow am Ortsausgang Grevesmühlen betritt, direkt links an der B 105, Richtung Wismar, eintritt, wird irgendwie – auf angenehme Weise – an „alte Zeiten“ erinnert. Quelle: Annett Meinke
Neu Degtow

Wer Grevesmühlen verlässt und auf der B 105 Richtung Wismar fährt, muss in Neu Degtow unweigerlich an der Gaststätte „Zum letzten Heller“ vorbei. Sie liegt genau an der Straße und ist, außer montags, immer von 9 – 15 Uhr geöffnet. Inhaber ist seit vielen Jahren Willi Gutknecht, der die Gaststätte schon in der DDR leitete und in diesem Jahr, am 8. April, 80 Jahre alt wird. Er hat sich längst aus dem täglichen Geschäft zurückgezogen. Darum kümmern sich seine beiden Söhne, Axel (56) und Andreas (53) Gutknecht – der eine vor dem Tresen, der andere in der Küche.

„Das Mittagsgeschäft hat in den vergangenen Jahren wieder deutlich an Fahrt aufgenommen“, sagt Axel Gutknecht. Doch abends bleibt die Gaststätte nach wie vor geschlossen. „Was nicht bedeutet, dass man hier nicht auch abends Feierlichkeiten abhalten kann“, sagen die Gutknechts. „Einfach bei uns melden.“ Das ist inzwischen ziemlich einfach, der „Heller“ hat seit neuestem auch eine Internetpräsenz und bereits jede Menge positiver Beurteilungen. Um die 30 Leute sprechen der Degtower Gaststätte Lob aus, für gute Bedienung, für gutes Essen à la Mecklenburger Küche, für ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis.

„Man muss eben irgendwie doch mit der Moderne gehen.“, sagt Axel Heller. „Um das Internet kommt man einfach nicht herum.“ Doch ansonsten setzen die Gutknechts nach wie vor auf das „Altbewährte“.

Die Welt könnte in Ordnung sein

Die Welt der Gutknecht-Brüder könnte eigentlich so halbwegs in Ordnung sein – wäre da nicht ein Problem, das den Saal der Gastwirtschaft betrifft. Der war viele Jahre vermietet, an Spielotheken-Betreiber, später an ein Textildruck- Unternehmen. Nun steht er schon seit einer Weile leer. Den Saal selbst zu betreiben, – so wie früher, als dort noch Veranstaltungen stattfanden –, ist den Gutknechts zu kosten- und auch zu zeitaufwändig. „Wir sind ja nicht mehr die Allerjüngsten“, meinen sie.

Ein Spielotheken-Betreiber, der bereits eine Spielhalle in Grevesmühlen am Ortsausgang Richtung Boltenhagen besitzt, wollte im Saal des „Hellers“ gern eine weitere eröffnen. Doch das Bauamt der Stadt Grevesmühlen gewährte die Nutzung für diese Art von Geschäft nicht. Der Mieter sprang ab und der Saal steht noch immer leer. Die Gutknechts ärgern sich über die Absage, – auch darüber, dass man sie und den Mieter anderthalb Jahre im Unklaren ließ, Brandgutachten anforderte – und dann die Nutzung versagte. Auch Anwälte konnten die Angelegenheit nicht klären.

Unklar ist nun, wozu man den Saal nutzen darf? „Das werden wir wohl erst herausfinden, falls wieder Jemand Interesse zeigt“, sagt Andreas Gutknecht.

Annett Meinke

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