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Nordwestmecklenburg Zwei Hotels werden im Ostseebad gebaut
Lokales Nordwestmecklenburg Zwei Hotels werden im Ostseebad gebaut
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20:56 05.04.2018
Das Hotel „Haus Boltenhagen“ ist Geschichte. Nach dem Abriss wird auf dem Gelände ein Aparthotel mit 47 Apartments gebaut. Quelle: Foto: Annett Meinke
Boltenhagen

Im Ostseebad rollen die Baumaschinen. An der Ostseeallee wurde das „Haus Boltenhagen“ abgerissen. Dort baut die Manke Projektentwicklungsgesellschaft aus Henstedt-Ulzburg ein Apart-Hotel mit 47 Apartments, die teilweise rollstuhlgerecht gebaut werden. Wo jetzt der Abrissbagger gearbeitet hat, wird ein Gebäude mit Rezeption und Gastronomie entstehen. Weitere Gebäude werden dahinter errichtet.

Am anderen Ende von Boltenhagen, am Dünenweg, wird schon seit Jahresbeginn eine Tiefgarage gebaut. Sie wird zum geplanten Hotel „Baltischer Hof“ gehören. Für das Hotel selber ist die Bauplanung der Gemeinde noch nicht abgeschlossen. „Der Bau der Tiefgarage ist aber nach dem alten Bebauungsplan schon möglich, und es wurde eine Teilbaugenehmigung erteilt“, sagt Boltenhagens Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU).

Dort, wo mit dem Bau begonnen wird, regt sich erste Kritik. So gab es an der Baustelle der Tiefgarage für den „Baltischen Hof“ Beschwerden, dass Lastwagen für Staus auf dem Dünenweg gesorgt hätten.

„Außerdem haben sich direkt nach dem Baubeginn Nachbarn beklagt, dass schon ab 7 Uhr dort gearbeitet wurde“, berichtet Christian Schmiedeberg. Daraufhin habe es Gespräche mit der Baufirma gegeben, die nun erst um 8 Uhr mit den Arbeiten beginnt.

Gemeindevertreterin Christiane Meier (CDU) hatte zudem in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung ihre Sorge um ein benachbartes historisches Bauernhaus und die Strandvilla „Uns Hüsung“ geäußert.

„Es muss sichergestellt sein, dass die Gebäude nicht durch die Bauarbeiten an der Tiefgarage beschädigt werden oder gar abgerissen werden müssen“, hatte Christiane Meier gesagt. Christian Schmiedeberg geht davon aus, dass die Baufirmen sich ihrer Verantwortung für die Nachbarn bewusst sind. Er weist darauf hin, dass mit dem Grundstücksbesitzer vom geplanten „Baltischen Hof“ auch über das gegenüberliegende Grundstück verhandelt wurde. Dort ist ein Wäldchen mittlerweile etwas verwildert und ein Teil des ehemaligen Feuerwehrhauses steht darauf. Beides würde die Gemeinde gerne attraktiver machen.

Bis zum 14. Mai liegen die Planungsunterlagen für das Hotel „Baltischer Hof“ im Amt Klützer Winkel aus, damit Stellungnahmen abgegeben werden können.

Grundsätzlich ist der Bürgermeister froh, dass mit den Bauarbeiten begonnen wird. „Wir warten ja schon lange darauf, dass Projekte umgesetzt werden“, sagt Schmiedeberg. „Und es steckt noch viel in der Pipeline.“ So wird seit 2010 an einem Strandhotel zwischen Ostseeallee und Strandpromenade geplant, und seit 2007 gibt es Pläne für ein Hotel auf dem ehemaligen Militärgelände in Tarnewitz. Beide Hotels sollen mindestens im Vier-Sterne-Bereich liegen.

„An den Plänen für das Strandhotel soll noch einmal etwas geändert werden. Das wird ein Thema im nächsten Bauausschuss“, sagt Schmiedeberg.

Bei der Planung des Tarres-Resort habe es zuletzt Unstimmigkeiten gegeben, sagt Schmiedeberg. Mit dem Investor müsse noch einmal über den Erhalt von Eichen und Buchen gesprochen werden.

Geplante Hotels in Boltenhagen

Tarres-Resort: Bereits seit 2007 gibt es die Pläne für eine Hotelanlage auf dem ehemaligen Militärgelände im Ortsteil Tarnewitz. Die Primus Immobilien AG will für 40 Millionen Euro Hotel, Gastronomie und einen großen Wellnessbereich bauen. Er soll öffentlich zugänglich sein und die seit 2015 geschlossene Ostseetherme ersetzen.

Strandhotel: Seit 2010 wird das Strandhotel zwischen Ostseeallee und Strandpromenade geplant. Grundsätzlich besteht Baurecht. Aber Gemeinde und Investor verhandeln immer wieder über Veränderungen der Architektur. Im nächsten Bauausschuss am 17. April ist das Strandhotel ein Thema.

Malte Behnk

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