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Nordwestmecklenburg Grevesmühlener für ihr Gymnasium
Lokales Nordwestmecklenburg Grevesmühlener für ihr Gymnasium
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12:05 22.03.2019
Das Lied „Vielen Dank für die Blumen“ wurde in „Vielen Dank für die Spenden“ umgedichtet - von der Klasse 7/2 des Tannenberg-Gymnasiums in Grevesmühlen, die in diesem Jahr während des Sponsoren-Treffs für die kulturelle Begleitung und die Bereitstellung leckerer Kuchen sorgten. Quelle: Annett Meinke
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Grevesmühlen

Ohne den Verein der Freunde und Förderer das Tannenberg-Gymnasiums (GAT) in Grevesmühlen würden so einige Projekte an der Schule nicht laufen. Es würde – traurigerweise –nicht einmal eine Sozialarbeiterin für die Gymnasiasten geben. Der Verein, dessen Vorsitzende die Grevesmühlener Hals-, Nasen-, Ohrenärztin Sylvia Schnitzer ist, stellt den Antrag auf EU-Fördergelder an den Landkreis Jahr für Jahr, um die Stelle von Sozialarbeiterin Ines Rühs abzusichern.

Mehr als genug Gründe für Schüler und Lehrer, sich einmal im Jahr mit einem kleinen Empfang bei allen Unterstützern zu bedanken. Schulleiterin Andrea Großmann bedauerte zwar, dass nicht alle Sponsoren und Förderer, insgesamt 56, Zeit gefunden hatten, vorbeizuschauen und sich an dem von Eltern der Schüler der Klasse 7/2 gebackenem Kuchen und einer Tasse Kaffee – und natürlich dem kleinen Programm, das die Schüler zusammengestellt hatten, zu erfreuen. Dafür war, wie nach dem Empfang zu sehen war, das Foyer der Schule bis auf den letzten Platz gefüllt, – denn wie bereits gute Tradition im Tannenberg-Gymnaisum –, fand an diesem Tag auch das große Frühlingskonzert statt.

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Vielen Dank für die Spenden

Doch bevor es so weit war, sangen die Siebtklässler mit Unterstützung durch ihre Musiklehrerin Katarina Ziegler und Klassenlehrer Florian Hoger ein paar durchaus kreativ umgedichtete Lieder. Aus dem allseits bekannten „Vielen Dank für die Blumen“, wurde zum Beispiel, dem Anlass angemessen, kurzerhand ein „Vielen Dank für die Spenden“.

Taekwondo-Schüler Fynn Engel, der im Budokan Jin-Hwa in Klütz trainiert, gab einen kurzen Einblick in seine bereits erworbenen Kampfkünste. Die drei Nachwuchs-Feuerwehrmänner oder vielleicht auch Nachwuchs-Katastrophenhelfer Luan, Ville und Luca zeigten, was für Knoten sie so draufhaben, die man in schwierigen Situationen gut gebrauchen kann. Dabei mussten die Sponsoren auch ein bisschen aktiv werden, zumindest versuchen, den ein oder anderen Knotennamen zu erraten. Wie sich zeigte, wusste tatsächlich Jemand, was ein „Anker“ oder ein „Mastwurf“ ist, – der, wie die drei Jungs erklärten, hilfreich ist, wenn man zum Beispiel irgendwelche Geräte, wie Pumpen an irgendwelchem Gestänge befestigen muss.

Der Kuchen, stellte sich heraus, war so lecker, – Russischer Zupfkuchen und ein Stachelbeerkuchen mit Baiserhaube unter anderem –, das so mancher der Gäste vergaß, dass er eigentlich gleich noch Abendbrot essen wollte und sich noch mal Nachschlag holte, bevor es dann gemeinsam ins Foyer zum großen Frühlingskonzert ging.

Im nächsten Jahr, so hofft Fördervereinsvorsitzende Schnitzer, wird beim Frühlingskonzert vielleicht schon eine neue Sound-Anlage zum Einsatz kommen. „Die kostet allerdings jede Menge Geld, um die 15 000 Euro“, so Schnitzer, „Bedeutet, dass wir schon noch ein wenig sammeln müssen, bis wir das gesamte Geld zusammenhaben.“

Schul-Förderverein macht mit bei „Gesunde Stadt“

Dass Grevesmühlens Bürgermeister Lars Prahler auf dem Empfang begrüßt werden konnte, irgendwie selbstverständlich. Die Stadt ist stolz auf „ihr Gymnasium“ und arbeitet auf verschiedenen Ebenen eng mit dem Schul-Förderverein zusammen. Unter anderem auch bei dem von der Stadt in diesem Jahr mit einer Konferenz gestarteten Projekt „Gesunde Stadt“, in dem die Stadtverwaltung plant, mit möglichst vielen Grevesmühlener Vereinen zu kooperieren. Dass der Förderverein des GAT selbstverständlich mit dabei ist, wird noch verständlicher vor dem Hintergrund, dass dessen Vereinsvorsitzende dieses Projekt bei der Stadt anregte. Denn das Thema Gesundheit, sich gesund ernähren, vegetarisch zum Beispiel, gesund kochen, ist eines, dass sich der Schul-Förderverein schon länger auf die Fahnen geschrieben hat.

Förderer des Gymnasiums

Mitglieder des Vereins der Freunde und Förderer des GAT, aber auch Firmen und Personen, die nicht im Verein sind, unterstützen die Schule mit Spendengeldern, aber auch Sachspenden.

Dabei geht es um die Beschäftigung der Sozialarbeiterin ebenso, wie um die Förderung der Teilnahme von Schülern an überregionalen Wettbewerben zum Beispiel, oder um Projekte zu Schule und Praxis, um schulinterne Wettstreite, um die Würdigung besonderer Leistungen, Veranstaltungen, um die Schülerfirma „Fashion Company“, Schüleraustausch mit Partnerschulen, die Unterstützung sozial schwacher Familien, die zum Beispiel Klassenfahrten nicht bezahlen können – und um vieles mehr.

Wer Vereinsmitglied werden will (Jahresbeitrag 24 Euro) oder eine Einzelspende tätigen möchte, kann sich an Sozialarbeiterin Ines Rühs unter Telefon: 0 3 88 1 / 78 82 25 oder unter ruehs-ines@t-online.de wenden.

Bankverbindung: Verein der Freunde und Förderer des GAT Grevesmühlen, Volks- und Raiffeisenbank eG, IBAN: DE21 1406 1308 0002 5661 17

Für alle Spenden kann der Förderverein Spendenquittungen ausstellen. Für Spendenbescheinigungen Namen und Adresse per Mail hier angeben: gat-fv@web.de

Eines der kommenden Projekte der Schule, gab Schulleiterin Großmann bekannt, „wird die Anschaffung moderner Sitzmöbel für eine anständige Pausengestaltung der Schüler sein.“ Außerdem konnte sie den Sponsoren davon berichten, dass die Schule auch in diesem Schuljahr erfolgreich am Wettbewerb „Jugend debattiert“ im Land teilnimmt und auf eine Qualifikation für Berlin hofft.

Auch was Mathematik angeht, erklärte Großmann, sind die Tannenberg-Gymnasiasten gar nicht schlecht – auch wenn es sich beim GAT nicht um ein Spezialgymnasium mit Schwerpunkt Mathematik und Naturwissenschaften handelt. Doch wie sich herausstellte, belegten Matheschüler der 9. Klasse des GAT, – die an einem Wettbewerb von insgesamt 17 Schulen im Magdeburger Werner-Siemens-Gymnasium (das ein Spezial-Gymnasium ist) teilnahmen, einen guten 10. Platz. „Vor und nach uns befanden sich jeweils Spezial-Gymnasien“, so Großmann stolz.

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Annett Meinke