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Nordwestmecklenburg Grundstein für das Apartmenthotel „Baltischer Hof“ in Boltenhagen gelegt
Lokales Nordwestmecklenburg Grundstein für das Apartmenthotel „Baltischer Hof“ in Boltenhagen gelegt
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16:30 24.05.2019
Die Geschäftsführer der PG Baltischer Hof, Dieckmann (r.) und Manshardt (l.), befüllen eine Zeitkapsel unter anderem mit Bauplänen auf einem digitalen Chip und einer Printausgabe der Ostsee-Zeitung, Grevesmühlener Lokalausgabe, vom 24. Mai. 2019. Während die Kapsel ins Fundament unter der zukünftigen Lobby des entstehenden Apartmenthotels versenkt wird, spricht Matthias Lucht (M.), Bauleitung der bauausführenden Firma Bützower Hochbau, den Grundsteinspruch. Quelle: Annett Meinke
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Boltenhagen

Ob in der Zukunft irgendjemand den digitalen Chip mit den Bauunterlagen des Hotels „Baltischer Hof“ auslesen kann, den Frank Dieckmann und Reinhard Manshardt, Geschäftsführer der PG Baltischer Hof, unter anderem mit in die Zeitkapsel gaben, die am Freitag im Fundament des entstehenden Apartmenthotels im Dünenweg in Boltenhagen versenkt wurde, ist nicht sicher. Die Tagesausgabe der Ostsee-Zeitung, die auch mit in der Kapsel verschwand, vielleicht schon eher, sollten die Menschen in der Zukunft noch lesen. „Im besten Fall“, meinte Dieckmann in seiner Ansprache an Investoren und diverse Unterstützer des Projektes, „kommt diese Zeitkapsel nie wieder ans Licht. Das würde bedeuten, dass unser Hotel auf ewig steht.“

69 Apartments

„Ewig“ ist ein großes Wort, doch dass das derzeit in seine Hochbauphase eintretende Hotel, vielleicht ein paar Jahrhunderte überdauert, wünschen sich nicht nur Diekmann, Manshardt und ihre Kunden, die sich eines der insgesamt 69 Apartments, zehn davon barrierefrei, in der Anlage gekauft haben oder noch kaufen werden. Auch den Bauarbeitern der Firma „Bützower Hochbau“, die für die Grundsteinlegung mit anschließendem Schwein am Grill und Getränken im Partyzelt ihre Arbeit kurz unterbrachen, war anzusehen, dass sie stolz sind auf das, was in Boltenhagen entsteht.

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Chef-Team aus Mecklenburg und Niedersachsen

Chef der Bauarbeiter ist Reinhard Manshardt. Damit ist er nicht nur Mitinvestor, sondern auch der geschäftsführende Gesellschafter der bausausführenden Firma. Ein Bützower Familienbetrieb mit einem Chef, der das Geschäft von der Pike auf lernte, vom Maurer bis zum Geschäftsführer der Hochbaufirma, die es seit 1995 gibt und schon viele große Projekte an der Ostsee gebaut oder mitgebaut hat. „Mit den Subunternehmen, mit denen ich arbeite“, sagt Manshardt, „arbeite ich von Anfang an.“ Manshardt setze ganz bewusst nicht auf „das Billigste und Lohndumping, sondern auf Qualität und Loyalität“, sagt sein Geschäftspartner Frank Dieckmann aus Stade in Niedersachsen.

Dass es beim Bauprojekt „Baltischer Hof“ eine Ost-West-Connection gibt, hat vielleicht manchmal im Umgang mit der Gemeindevertretung und den Sorgen der Nachbarn der Noch-Baustelle geholfen. Bis zur Grundsteinlegung, erzählt Dieckmann, war es ein langer Weg. „Und der war nicht immer bequem und einfach.“

Verbaut

In der Tiefbauphase des Bauprojektes Apartmenthotel „Baltischer Hof“ wurden circa 22 000 Kubikmeter Bodenaushub ausgebaggert und abgefahren, circa 1000 Quadratmeter Verbauwände, circa 3000 Kubikmeter Beton verbaut und 400 Tonnen Stahl verbaut und 1000 Quadratmeter Stahlbetonwände und circa 1500 Quadratmeter Mauerwerk erstellt.

69 Apartments entstehen, mit zehn barrierefreien Apartments im Erd- und Obergeschoss, dabei zwei Apartments rollstuhlgerecht. In den Dachgeschossen entstehen zehn großzügige Wellness-Apartments mit Saunabereich und Bad. Alle Apartments haben einen Wohn- und Extra-Schlafbereich und ein Bad.

Dezember 2016 erwarb die PG Baltischer Hof das Grundstück vom Vorbesitzer, beauftragte ein Berliner Architekturbüro mit Planung. „Bis zum Satzungsbeschluss der Gemeinde im Juli 2018 war viel Schweiß, Ausdauer und Überzeugungsarbeit notwendig, bis die Gemeindevertreter unserem Bauvorhaben endlich grünes Licht gaben“, sagte Dieckmann in seiner Ansprache.

Im September 2018 wurde die Baugenehmigung dann endlich erteilt. Aufgrund einer Teilbaugenehmigung für die Erdarbeiten und die Erstellung der Tiefgarage konnten die Tiefbauarbeiten bereits im April 2018 beginnen.

40 Prozent der Apartments bereits verkauft

Dass die Grundsteinlegung mit Versenkung der Zeitkapsel, die eigentlich mit Beginn der Tiefbauarbeiten erfolgt, verschoben wurde, nahm keiner der Anwesenden übel.

Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und eine Brise vom Meer untermauerten den Grundsteinspruch des bauleitenden Poliers Matthias Lucht. Wer mochte, konnte bei einem Rundgang über die Baustelle schon mal in die Zukunft reisen und sich vorstellen, wie alles einmal aussehen wird, wenn es fertig ist. Geplant ist das für spätestens Frühjahr 2021.

Annett Meinke

24.05.2019
24.05.2019