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Nordwestmecklenburg Hilfe für das Dressurpferd Zabou
Lokales Nordwestmecklenburg Hilfe für das Dressurpferd Zabou
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13:48 04.01.2019
Zabou (26) ist ein altes Dressurpferd, dessen Hufe von seinen Vorbesitzern nicht gut gepflegt wurden. Er leidet an den Folgen von Strahlfäule, eine Erkrankung des Weichgewebes im Huf, und muss täglich verbunden werden, erleidet deshalb auch Schmerzen. Hier mit Doreen Huff vom Aktion-Tier-Lottihof in Seefeld (Gemeinde Testorf-Steinfort). Quelle: Annett Meinke
Seefeld

In das neue Jahr ist Zabou (26), das alte Dressurpferd, das seit einigen Jahren auf dem Aktion Tier-Lottihof in Seefeld lebt, ganz gut hineingekommen. Genau wie seine Pferdekumpels und die anderen Tiere, die mit ihm in Seefeld leben und in Ruhe altwerden dürfen. „Bei uns auf dem Hof ist Silvesterböllerei grundsätzlich verboten.“, sagt Doreen Huff, eines der Gründungsmitglieder des Gnadenhofes. „Ein wenig unruhig sind die Tiere zwar schon in der Silvesternacht, weil aus dem nicht weit entfernten Mühlen Eichsen immer etwas herüberschallt, aber das ist auszuhalten. Man kann schon sagen, es war relativ ruhig hier bei uns in Seefeld.“ Es gibt sogar Leute aus Hamburg, erzählt sie weiter, die über Silvester extra auf den Lottihof kommen, um ihren Hunden den Böller-Stress zu ersparen.

Pferd Zabou wird über das unaufgeregte Silvester vielleicht besonders dankbar sein. Der hessische Warmblüter hat oft Schmerzen. Sein linker, hinterer Huf tut ihm weh. Er ist vor Jahren von Strahlfäule befallen worden. Strahlfäule ist eine bakterielle Krankheit des Hufes, die alle Huftiere erleiden können, die aber insbesondere oft Pferde befällt. Dabei wird das weiche, sogenannte Strahlhorn des Hufes, das sich in der Mitte befindet, durch Fäulnisbakterien zersetzt.

Das alte Dressurpferd Zabou (26) mit Doreen Huff vom Lottihof in Seefeld. Quelle: Annett Meinke

Ursache sind vor allem Haltungsmängel und mangelnde Hufpflege. So war es auch bei Zabou, erklärt Huff. „Eigentlich wollte der Züchter, von dessen Hof er stammt, ihn wohl kören lassen.“ Bedeutet, Zabou sollte zur Züchtung verwendet werden. „Doch dann“, erzählt Huff weiter, „war er nicht gut genug und bekam noch andere Schwierigkeiten, sodass der Züchter aus dem Rheinland das Interesse an ihm verlor. Seine Hufpflege wurde vernachlässigt, schließlich gelangte er auf einen speziellen Pferdegnadenhof und kam dann zu uns.“

Der Strahl in Zabous Huf - das Weichgewebe in der Mitte zwischen dem Horn - ist aufgrund schlechter Haltung und Hufpflege seiner Vorbesitzer zerstört. Das hessische Warmblut muss täglich verbunden werden. Quelle: Annett Meike

Täglich verbindet Doreen Huff das alte Dressurpferd, – das Strahlhorn am linken Hinterhuf ist komplett zerstört. Auch Schmerzmittel auf pflanzlicher Basis erhält Zabou. Huff wünscht sich, dass er noch mindestens ein oder zwei schöne Jahre auf dem Lottihof verleben kann. Pferde können bis um die 30 Jahre alt werden. „Doch so lange schafft er es nicht“, glaubt sie. Zabou hat auch andere Probleme, er hat Schwierigkeiten, seine Beine bei der Hufpflege einzuknicken, leidet an Arthrose. Die Hufpflege hat deshalb auch Huff persönlich übernommen, die extra Kurse dafür belegt hat, um nicht immer auf einen Hufschmied angewiesen zu sein.

Verbandsmaterial für Zabou

Wer den AktionTier-Lottihof bei der Fürsorge für das alte Dressurpferd Zabou unterstützen will, kann entweder ein wenig Geld spenden – oder auch dringend benötigte Materialien beim Lottihof in Seefeld abgeben.

Gebraucht werden: Dicke Mullbinden, Wollmullbinden, elastische Binden, Verbandswatte, Alu-Klebeband wasserdicht, Hufschuhe XXL. Außerdem noch neue Futter-Eimer für die Pferde, Heunetze.

Immer noch sucht der Lottihof auch Holz, aus dem Igel- und Katzenhäuser und Nistkästen unter anderem angefertigt werden sollen. Auch Arbeitshandschuhe werden immer gebraucht.

Adresse: Aktion Tier – Lottihof Seefeld, Waldweg 2a, 23936 Seefeld, Ortsteil von Testorf Steinfort

Kontakt: www.aktiontier-seefeld.org

Häuser für die wild lebenden Katzen von Kalkhorst

Ende des Jahres machte ein „Rudel“ von wild lebenden Katzen in Kalkhorst Schlagzeilen. Die Filialleiterin des Konsums, Jacqueline Lenschow, hatte Alarm geschlagen und letztlich gemeinsam mit den Tierschützern vom Lottihof erreicht, das die 13 Katzen eingefangen und kastriert wurden. Das Amt Klützer Winkel übernahm die Kosten. (OZ berichtete)

Nun leben noch neun dieser Katzen frei in Kalkhorst, – vier wurden bereits von Menschen „adoptiert“, – doch der Unterschlupf für die anderen, der alte Schuppen neben dem Supermarkt, wurde dieser Tage abgerissen. Deshalb brachten Lottihof-Chefin Christine Geburtig und ihre Mitarbeiter heute Morgen selbst gebaute Katzenhäuser, gefüllt mit wärmendem Stroh, und Katzenfutter nach Kalkhorst. „Es kann ja bald doch noch richtig Winter werden“, so Geburtig, „dann sind die Tiere wenigstens ein wenig geschützt.“

Doreen Huff (v.l.), Andreas Runge und Christine Geburtig vom Aktion Tier-Lottihof in Seefeld beim Einladen der Katzenhäuser für Kalkhorst. Quelle: Annett Meinke

Annett Meinke

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