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Nordwestmecklenburg Startklar für neues Schuljahr im Landkreis
Lokales Nordwestmecklenburg Startklar für neues Schuljahr im Landkreis
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16:00 05.08.2019
Zwei Firmen arbeiten in der letzten Ferienwoche an den Fenstern in der Grevesmühlener Fritz-Reuter-Schule. Die Tischlerei Weile aus Degtow, Chef Günther Bahnsen (l.) mit Daniel Richter (3.v.l.), und die Grevesmühlener Firma Ingo Radloff Bauelemente, Ingo Ahrendt (2.v.l.) und Ingo Radloff (r.). Quelle: Annett Meinke
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Grevesmühlen

Für rund 15 000 Schüler im Landkreis Nordwestmecklenburg ist die letzte Sommerferienwoche angebrochen. Am 12. August fällt der Startschuss für das neue Schuljahr 2019/20.

Für die kommenden Erstklässler wird es schon am Sonnabend aufregend. 1388 Mädchen und Jungen werden stolz mit ihren Schultüten und Mama, Papa, Oma und Opa im Schlepptau zu den Einschulungsfeiern erwartet. Und damit den Kleinsten und allen anderen Mitschülern auch ein schönes Willkommen bereitet wird, ist die Ferienruhe an den Schulen längst vorbei. Handwerker legten und legen sich immer noch ordentlich ins Zeug, damit nicht nur die Schüler, sondern auch die Schulen in der kommenden Woche frisch an den Start gehen können.

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4,3 Millionen Euro für Kreis-Schulen

58 Schulen existieren insgesamt im Landkreis, für 15 davon ist der Landkreis verantwortlich. Sechs befinden sich in freier Trägerschaft, für 37 Schulen sind die Städte und Gemeinden verantwortlich.

In Baumaßnahmen der kreiseigenen Schulen sind in den vergangenen Ferienwochen mehr als 4,3 Millionen Euro geflossen. Profitiert haben davon Schulen in Wismar, Neukloster, Schönberg, Grevesmühlen, Neuburg, Zierow und Gadebusch. In das Grevesmühlener Gymnasium „Am Tannenberg“ zum Beispiel investierte der Landkreis 35 000 Euro für Maler- und Sanitärarbeiten, in eine Treppe und in die Außenanlagen.

52 000 Euro investiert Grevesmühlen in Schulen

Auch die Stadt Grevesmühlen hat einiges an Geld in die Hand genommen, um die drei stadteigenen Schulen – Grundschule „Fritz Reuter“, Grundschule „Am Ploggensee“ und die Regionale Schule „Am Wasserturm“ – auf das kommende Schuljahr vorzubereiten; 52 000 Euro insgesamt.

An der Grundschule „Fritz Reuter“ arbeiten derzeit Ingo Radloff und sein Kollege Ingo Ahrendt von der Grevesmühlener Firma Bauelemente Radloff gemeinsam mit Daniel Richter von der Firma Tischlerei Weile aus Degtow, um insgesamt sechs Fenster auszutauschen. Auftragswert der Bauarbeiten, nach Auskunft der Stadt, circa 20 000 Euro. Hinzu kommen noch allgemeine Unterhaltungsmaßnahmen auf dem Schulhof, die zusätzlich um die 2500 Euro kosten werden.

In der Regionalen Schule „Am Wasserturm“ finden noch Malerarbeiten in drei Klassenräumen statt. Die erhalten auch neue Bodenbeläge. Das wird die Stadtkasse circa 12 500 Euro kosten. Außerdem vermeldet Stadtsprecherin Regina Hacker den Austausch von drei Klassenraumtüren. Kostenpunkt: etwa 5000 Euro.

Wasserturmschule Grevesmühlen Quelle: Michael Prochnow

Nach einem Wasserschaden muss in der Grundschule „Am Ploggensee“ ein Sanitärraum saniert werden. Circa 7500 Euro wird die Stadt dafür an Handwerksfirmen überweisen. Hinzu kommen Malerarbeiten im Treppenhaus und in drei Klassenräumen. Das schlägt mit 4500 Euro zu Buche.

Grundschule „Am Ploggensee“ in Grevesmühlen Quelle: Michael Prochnow

Schülerzahlen und Kapazitäten

Landrätin Kerstin Weiss (SPD) blickt dem Start des neuen Schuljahres entspannt entgegen: „Wir sind in der glücklichen Lage, alle Schulen zu erhalten. Die Zeiten, in denen wir über Schulschließungen nachdenken mussten, sind vorbei. Das Gegenteil ist der Fall. Wir reden von Erweiterungen und in Wismar wird sogar eine neue Schule gebaut.“

Diesbezüglich gibt es auch keine Sorge an städtischen Schulen in Grevesmühlen. Im kommenden Schuljahr werden an der „Fritz Reuter“ 240 Schüler lernen. Für die Grundschule „Am Ploggensee“ sind 265 Schüler gemeldet. In der Wasserturmschule rechnet man mit 470 Schülern.

Die Zahl der Schüler, die aus dem Umland an die Grevesmühlener Schulen kommen, ist nach Auskunft der Stadt in den vergangenen Jahren relativ konstant geblieben. Insgesamt, so Pressesprecherin Hacker, weise die Statistik der vergangenen Jahre auf auch in der Zukunft stabile bis steigende Schülerzahlen in Grevesmühlen hin.

7,1 Millionen Euro für den Schülerverkehr

Mit dem neuen Schuljahr nimmt auch der Schülerverkehr in Nordwestmecklenburg wieder Fahrt auf. Absprachen mit den Schulen, vermeldete der Landkreis, hätten stattgefunden. „Ich gehe davon aus, dass es ab Montag reibungslos klappen wird“, so Karla Krüger, 2. Stellvertreterin der Landrätin.

Der Landkreis ist für die Schülerbeförderung verantwortlich und hat für die rund 72 000 Fahrschüler rund 7,1 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt. Neben dem kreiseigenen Busbetrieb Nahbus, der davon den Löwenanteil von etwa fünf Millionen Euro erhält, sind auch private Anbieter mit an Bord, die die Schüler befördern.

Annett Meinke und Heiko Hoffmann