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Ostholstein 20 Jahre Kampfsport in Eutin
Lokales Ostholstein 20 Jahre Kampfsport in Eutin
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11:00 05.12.2019
Die Schüler Joost, Aron, Tyler, Trainer Stehan Hinze und die Jugendlichen Henrik, Julie, Luca und Annabell üben die ersten Grundschritte vor dem Spiegel. Quelle: Dirk Schneider
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Eutin

Als der Shaolin-Mönch Kwai Chang Caine Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre als Held der amerikanischen Western-TV-Serie Kung Fu im Fernsehen auf- und zutrat, erlebte der chinesische Kampfsport in Deutschland einen Boom. Auch Martina Baumgardt wurde infiziert. 1986 trainierte die damals 22-jährige Lübeckerin erstmals bei dem Kung-Fu-Lehrer Michael Timmermann in ihrer Heimatstadt. Nach ihrer Ausbildung zur Meisterin eröffnete sie 1999 ihre Kampfkunst Academy in Eutin.

„Aerobic, Jazztanz und Handball – ich hatte schon viele Sportarten ausprobiert, die für mich aber schnell den Reiz verloren“, sagt Baumgardt rückblickend. In der Wun-Hop-Kuen-Do-Schule (WHKD) hingegen habe sie eine sportliche und familiäre Heimat gefunden. WHKD nenne sich eine der rund 400 Stilrichtungen des Kung Fus, die sich durch eine besondere Vielfalt auszeichne. So reiche die Bandbreite vom Fitnesstraining für die ganze Familie über das Kickboxen sowie den Stock- und Schwertkampf bis zum Wettkampf- und Hochleistungsport.

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Das Training ist harte Arbeit: Kung-Fu-Meisterin Martina Baumgardt (Mitte) und ihre Trainer (v. l.) Arne Kulok, Stefan Hinze, Annemarie Schönke und Sebastian Pabel. Quelle: Dirk Schneider

Harte Arbeit an sich selbst

„Dieses ganzheitliche Training hat mich sehr gefordert“, sagt Baumgardt. Dazu zähle auch die Beschäftigung mit der Philosophie, die hinter dieser Sportart stehe. In erster Linie sei Kung Fu eine Schulung, die nicht nur den Körper, sondern durch die Konzentration auf ein bestimmtes Ziel auch den Geist trainiere und diszipliniere. „Kung Fu bedeutet auch hart an sich selbst zu arbeiten“, erklärt Baumgardt.

Angesichts aktueller Studien, dass die deutschen Schüler sich immer weniger bewegen würden, sei es wichtig, attraktive Angebote zu machen. „Kinder und Jugendliche gewinnen durch unseren Sport ein besseres Körpergefühl und stärken ihr Selbstbewusstsein“, hat Baumgardt beobachtet. „Vor allem aber soll das Training Spaß machen und das funktioniert in einer familiären Atmosphäre am Besten.“

Im freien Training üben Lara Bögelsack und Hannes Fiebach den Schlagabtausch auf Pads und Spezialhandschuhe. Im Hintergrund kämpfen Moritz Kruse mit Jannik Königshoff, Lehrer Arne Kulok, sowie Annemarie Schönke und Sebastian Pabel. Quelle: Dirk Schneider

Weitere Infos gibt es hier.

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Von Dirk Schneider