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Ostholstein 22-Jähriger stirbt nach Busunfall
Lokales Ostholstein 22-Jähriger stirbt nach Busunfall
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21:10 02.07.2018
Rüting

Die Unfallstelle in der kleinen Ortschaft Rüting glich am späten Sonnabend einem Trümmerfeld (die LN berichteten bereits am Sonntag). Vom Unfallzeitpunkt am Sonnabend gegen 18.40 Uhr bis 1 Uhr am Sonntagmorgen blieb die Strecke zwischen Cismar und Kabelhorst komplett gesperrt. Zum einen, um den Unfallhergang zu rekonstruieren, zum anderen, um alle demolierten Fahrzeuge abzutransportieren und die Straße von den Massen an Trümmerteilen zu reinigen. Erst weit nach Mitternacht konnte die Strecke für den Verkehr freigegeben werden. 42 Menschen wurden leicht verletzt, neun mittelschwer, der 22-jähriger Betreuer so schwer, dass er gestern Mittag im Krankenhaus starb.

Nach den ersten Erkenntnissen geht die Polizei von folgender Situation aus: Der mit 48 Personen besetzte Reisebus war auf der Rückfahrt von Bad Segeberg. An der Kreuzung in Rüting schleuderte der Bus nach dem Zusammenstoß mit dem RTW nach rechts von der Fahrbahn und blieb beschädigt im Graben stehen. Im Bus befanden sich neben dem Fahrer, der unverletzt blieb, noch die Betreuer und 38 Kinder und Jugendliche von zwölf bis 14 Jahren aus dem Schwalm-Eder-Kreis (Hessen). Hinzu kommen die Verletzten des auf die Seite gekippten Rettungswagens aus Cismar und die Insassen der beteiligten Autos.

Am Sonntagmittag reisten der Landrat des Schwalm-Eder-Kreises, Winfried Becker, und seine Jugendamtsleiterin nach Dahme. Begleitet wurden sie im Ferienlager von Ostholsteins Landrat Reinhard Sager und Hartmut Junge vom Kreisfeuerwehrverband. Sager: „Das war eine ganz schwierige Situation, alle waren sehr bedrückt.“ Am Sonntagabend, so Sager weiter, sei dann die Entscheidung zum Abbruch des Ostsee-Camps gefallen. Gestern Morgen nach dem Frühstück fuhren die reisefähigen Kinder und Jugendlichen mit Bussen wieder nach Hause ab.

Polizeisprecher Ulli Gerlach sagte den LN: „Während der polizeilichen Unfallaufnahme sowie den Rettungs- und Bergungsarbeiten waren in der Spitze 100 Einsatzkräfte vor Ort. Darunter die Feuerwehren Kabelhorst-Schwienkuhl und Lensahn, 38 Krankentransportwagen, Rettungswagen und Notarztfahrzeuge.“ Vor Ort, so Gerlach weiter, haben sich ein leitender Notarzt, acht Notärzte, elf Seelsorger und die drei Schnellen Einsatzgruppen um die Verletzten gekümmert. Die seelsorgerische Betreuung wurde durch Mitarbeiter der Psychosozialen Notfallversorgung des Kreises und der Nordkirche auch später noch im Dahmer Ferienlager weiter gewährleistet.

Von Louis Gäbler

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