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Ostholstein 23-Jähriger wegen Mordes an seiner Freundin vor Gericht
Lokales Ostholstein 23-Jähriger wegen Mordes an seiner Freundin vor Gericht
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09:03 05.08.2019
Polizeibeamte in der Feldmark zwischen Heiligenhafen und Oldenburg unterwegs. Dort - in der Gemeinde Gremersdorf - hatte ein Spaziergänger am 16. Februar die Leiche einer 28 Jahre alten Frau entdeckt. Quelle: Holger Kröger
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Lübeck

Wegen heimtückischem Mordes steht von Mittwoch an ein heute 23 Jahre alter Mann vor dem Lübecker Landgericht. Er soll im Februar dieses Jahres in Gremersdorf im Kreis Ostholstein seine 28 Jahre alte Freundin erstochen und ihre Leiche in ein Gebüsch gelegt haben.

Als Motiv vermutet die Staatsanwaltschaft Eifersucht. Der Angeklagte, der drei Tage nach der Tat festgenommen worden war, sitzt in Untersuchungshaft. Er schweige zu den Vorwürfen, sagte die Sprecherin der Lübecker Staatsanwaltschaft, Ulla Hingst.

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Ein Spaziergänger hatte die Leiche der 28-Jährige in der Feldmark zwischen Heiligenhafen und Oldenburg entdeckt. Die Frau fiel einem Gewaltverbrechen zum Opfer.

Leiche im Gebüsch versteckt

Der aus dem Irak stammende Angeklagte soll in den frühen Morgenstunden des 16. Februar mit seiner Freundin unter einem Vorwand nach Gremersdorf gefahren sein, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dort soll er mit einem mitgebrachten Messer auf die junge Frau eingestochen haben. Ihre Leiche versteckte er notdürftig in einem Gebüsch neben dem Feldweg. Dort fand ein Spaziergänger sie am Nachmittag desselben Tages.

Die junge Frau stammte nach Angaben der Polizei aus dem Iran und lebte seit 2016 als Asylbewerberin in Oldenburg im Kreis Ostholstein. «Die Ermittlungen haben ergeben, dass der Angeklagte von Treffen seiner Freundin mit einem anderen Mann erfahren hatte», sagte Hingst.

Polizisten haben einen Grünstreifen in der Feldmark zwischen Heiligenhafen und Oldenburg durchsucht. Dort war die Leiche einer iranischen Asylbewerberin (28) gefunden worden.

Frau offenbar als Besitz angesehen

Der Angeklagte habe die junge Frau offenbar als seinen Besitz angesehen. Mit ihrer Tötung habe er verhindern wollen, dass sie sich einem anderen Mann zuwendet.

Für den Prozess vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts sind zunächst neun Verhandlungstage geplant. Das Gericht hat 25 Zeugen sowie zwei Sachverständige geladen.

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RND/dpa

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