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Ostholstein 25 Jahre Hausnotruf beim ASB Ostholstein
Lokales Ostholstein 25 Jahre Hausnotruf beim ASB Ostholstein
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15:41 06.12.2019
Das Bild aus dem Jahre 1994 zeigt das damalige ASB-Vorstandsmitglied Jörg Brandt in der Heiligenhafener Hausnotrufzentrale. Quelle: ASB /Bochnik
Ostholstein

Zum 25. Mal jährt sich der Aufbau des Hausnotruf-Systems beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Ostholstein. Grund genug für die Samariter, einen Blick zurück in die Anfänge, um das Jahr 1994 zu werfen. Jörg Brandt, damals Mitglied im Vorstand, hatte die Idee an seine Kollegen herangetragen und wollte sie von der Notwendigkeit des Angebots überzeugen. Es sollte vor allem Älteren und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen zugutekommen.

Start war am 1. Dezember 1994

Auf rein ehrenamtlicher Basis begannen die Vorbereitungen bereits im Jahr 1993, sodass am 1. Dezember 1994 die rund um die Uhr besetzte Zentrale in Heiligenhafen – zunächst nur mit Freiwilligen – in Betrieb genommen werden konnte. Eingerichtet wurde sie in den Räumen der ehemaligen ASB-Rettungswache an der Pforte der damaligen Fachklinik (heute Ameos). 1998 erfolgte der Umzug in das neue ASB-Gebäude in der Tollbrettkoppel.

„Erwartungsgemäß stieß das ehrenamtliche Engagement nach einigen Monaten an seine Grenzen“, erläutert der ASB-Vorsitzende Jörg Bochnik. Ein Zivildienstleistender sowie sieben hauptamtliche Mitarbeiter auf Teilzeitbasis verstärkten daher von 1995 an das Team in der Zentrale. Leider habe in den folgenden Jahren trotz steigender Teilnehmerzahlen kein kostendeckender Betrieb erreicht werden können, sagt Bochnik. Die Schließung der Zentrale war daher unumgänglich.

Dies aber führte nicht zur Beendigung der Aktivitäten des Hausnotrufs in der Region, da sich die Ostholsteiner 1999 dem Service der Kölner ASB-Zentrale anschlossen. War man im Dezember 1994 mit 20 Teilnehmern in Heiligenhafen gestartet, waren es ein Jahr später bereits 97 angeschlossene Hausnotruf-Kunden. Heute nutzen mehr als 200 Menschen im Kreis den Service. „Die Heiligenhafener waren der erste Regionalverband, der sich dem Hausnotruf annahm. Mittlerweile wird er landesweit vom ASB angeboten“, sagt Bochnik.

Sicherheit auf dem Campingplatz

Auch von besonderen Herausforderungen lassen sich die ASB-Mitarbeiter nicht unterkriegen. So wurde 2002 ein leicht modifiziertes Hausnotrufsystem in einer behindertengerechten Toiletten- und Duschanlage des Großenbroder Campingplatzes „Strandparadies“ installiert. Die Sicherheit der Gäste mit Beeinträchtigung konnte durch diese Maßnahme erheblich verbessert werden. Zumindest beim ASB war dies seinerzeit die einzige vergleichbare Anlage im Bundesgebiet.

Das übliche Hausnotrufsystem besteht aus einer Basisstation und einem tragbaren Hausnotrufknopf. Die Kunden können über die Freisprechanlage jederzeit Kontakt zur Notrufzentrale aufnehmen. Sollte es erforderlich sein, verständigen die Mitarbeiter Angehörige, eine Vertrauensperson oder auch den Pflege- oder Rettungsdienst.

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