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Ostholstein 25 Tonnen im Einsatz: Die Bauarbeiten fürs „Haffhus“ beginnen
Lokales Ostholstein 25 Tonnen im Einsatz: Die Bauarbeiten fürs „Haffhus“ beginnen
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07:00 09.08.2019
Derzeit rollen Kettenfräse und Kettenbagger auf dem Grundstück am Haffwiesenpark herum, auf dem im nächsten Jahr das „Kulturelle Haffhus“ stehen soll. Quelle: Sabine Latzel
Haffkrug

Idyllisch geht es derzeit neben dem Haffwiesenpark in Haffkrug nicht zu – aber spannend, zumindest für diejenigen, die schwere Baumaschinen mögen. Auf dem 1500 Quadratmeter großen Grundstück, auf dem bis vor Kurzem das marode Kurparkhaus stand, rollen eine mächtige Kettenfräse und ein Kettenbagger umher. Der Grund: Um auf dem Areal bauen zu können, müssen das Grundwasser abgesenkt und mehr als zwei Meter Torf ausgehoben werden.

Fräsen, Rohr verlegen und verkiesen

Grundwasserspiegel und die Torfschicht an genannter Stelle machen die „Schwierigkeiten mit den geodynamischen Gegebenheiten“ aus, erklärt der Scharbeutzer Bürgermeister Volker Owerien (parteilos). Ein Bodengutachter habe empfohlen, mittels einer „geschlossenen Wasserhaltung“ die Baugrube trocken zu halten und den Boden auszutauschen. Deshalb rückte kurzfristig die 25 Tonnen schwere Kettenfräse an. Sie erledigt drei Arbeitsschritte direkt hintereinander, das heißt: Die Maschine fräst mit einem großen Schwert einen schmalen Graben in den Boden, in den horizontal in 3,50 Metern Tiefe ein Drainage-Rohr verlegt wird. Gleich im Anschluss verkiest die Kettenfräse den Graben wieder.

Von außen sieht das so aus:

Das habe mehrere Vorteile, erklärt der Bürgermeister. Die Grundwasserabsenkung sei auf einen kleinen Bereich begrenzt, das schütze benachbarte Gebäude und die Umwelt. „Das Verfahren ist außerdem kostengünstig und schnell“, sagt Owerien – mehr als zwei Tage wird die Fräse vermutlich nicht benötigen. Nach dem Einfräsen der Drainage solle eine Kolbenpumpe die Absenkung des Grundwassers dauerhaft gewährleisten, „dafür haben wir eine Genehmigung des Kreises eingeholt“. Eine weitere Genehmigung brauchte die Gemeinde dafür, das Grundwasser in den Kurparkteich einzuleiten.

Das „kulturelle Haffhus“ soll Mitte 2020 fertig sein

Wenn die Pumpe läuft, wird der Boden ausgetauscht, danach beginnen die Rohbau-Arbeiten, die im Herbst 2019 abgeschlossen sein sollen. „Die weiteren Gewerke werden parallel dazu ausgeschrieben“, erklärt Owerien. Mitte 2020 soll dann das neue „kulturelle Haffhus“ fertig sein, das das marode Kurparkhaus ersetzt und vor allem als Begegnungsstätte für die zahlreichen Verbände und Vereine im Ort, aber auch für größere Veranstaltungen wie beispielsweise den Neujahrsempfang dienen soll.

Die Gemeinde investiert in das Vorhaben drei Millionen Euro, hinzu kommen 750000 Euro Fördermittel. Zentrum des „Haffhuses“, dessen Grundfläche knapp 900 Quadratmeter betragen wird, ist ein großer, teilbarer Saal, an den sich ein Bistrobereich anschließt. Draußen werden sich eine 580 Quadratmeter große Terrasse, ein Außenpodium und Sitzstufen finden. Die ersten Pläne waren bereits 2015 vorgestellt worden, wegen der Diskussion über die Kosten musste das Projekt jedoch mehrfach verschoben werden, bis der Tourismusausschuss Ende 2018 endgültig grünes Licht gab.

So soll eine Seite des neuen „Haffhuses“ aussehen. Quelle: Architektenbüro Erxleben/Gemeinde Scharbeutz

Von Sabine Latzel

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