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Ostholstein 380-kV-Trasse: Vierer-Pakt mit juristischem Beistand
Lokales Ostholstein 380-kV-Trasse: Vierer-Pakt mit juristischem Beistand
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20:10 14.07.2015
„Die Bilanz- Konferenz war eine Werbe- Verkaufs- veranstaltung.“ Klaus Winter, Bürgermeister Lensahn
Lensahn

Der Morgen nach der Dialog-Konferenz in Eutin. Der Verlauf der 380-Kilovolt-Starkstromtrasse wird immer konkreter, genauso wie die Betroffenheiten im Nordkreis. Gestern haben sich in Lensahn die Bürgermeister aus Damlos, Kabelhorst, Manhagen mit Amtsvorsteher Klaus Winter (CDU) und Büroleiter Dieter van Bühren beraten.

Tenor: Die Kommunen wurden in der Konferenz nicht ausreichend informiert. Kritik, die sich an Trassenplaner Uwe Herrmann richtet. Winter erklärte: „Das war eine Werbe-Verkaufsveranstaltung.“

Behilflich sei Umweltminister Robert Habeck (Grüne) gewesen, der einige Detailfragen in die Diskussion einbrachte. Van Bühren meinte sogar: „Das gesamte Dialogverfahren war ein einziges Einlullen.

Die Bilanzkonferenz ebenso.“ Konsens herrscht bei den vier Kommunen, dass umgehend die Kanzlei Günther aus Hamburg eingeschaltet wird. Eine zentrale Forderung wird eine Teilerdverkabelung im Bereich Lensahn, Kabelhorst, Damlos und Manhagen sein. Bürgermeister Andreas Kröger (CDU) aus Manhagen sagte: „Nach der Veranstaltung wurde uns gesagt, wir hätten große Chancen auf eine Erdverkabelung.“ Van Bühren schüttelt hier den Kopf, sagt: „Minister Habeck hat doch gesagt, die Wahrscheinlichkeit, dass wir überhaupt Erdkabel kriegen für die Ostküstenleitung, liegt bei 50 Prozent.“ Hartmut Poetzel (SPD), Bürgermeister von Kabelhorst, gibt sich kämpferisch: „Wir werden versuchen, das Optimum herauszuschlagen. Das darf gern auch was kosten.“

In der Warteschleife hängen Göhl und Oldenburg. Denn noch ist unklar, ob Göhl den Start der neuen Trasse mit einem zusätzlichen Umspannwerk bilden wird. Knackpunkt hier ist der Oldenburger Graben.

Die Realisierung einer 380-kV-Leitung ist hier eine technische Herausforderung. Ausgang unklar. Sicher ist nur, dass ansonsten dann eine 110-kV-Trasse durch den Bruch nach Manhagen geführt werden müsste. Es wäre die fünfte Stromleitung, die aus dem Göhler Ortskern heraus verläuft. Im Gebiet Manhagen befindet sich der Alternativstandort für ein Umspannwerk. Göhls Bürgermeister Thomas Bauer (Wählergemeinschaft) erklärte: „Ich hätte mir mehr Informationen erwünscht.“ Es stünde für Göhl nichts Entscheidendes fest. „Wir werden uns juristisch beraten lassen, wenn wir ein Ergebnis erhalten, mit dem wir nicht einverstanden sein können.“

Der Vierer-Pakt aus dem Amt Lensahn ist da weiter. Büroleiter Dieter van Bühren erläuterte: „Zur Not gehen wir bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.“ Fortsetzung folgt.

Peter Mantik

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