Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein 600 Jagdbläser auf Gut Görtz
Lokales Ostholstein 600 Jagdbläser auf Gut Görtz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:36 09.05.2014
Ein großes Treffen der Jagdbläser gibt es morgen auf Gut Görtz: Beim Landeswettbewerb ist auch die Kreisjägerschaft organisatorisch involviert. Quelle: dpa
Heringsdorf

Nein liebe Leser, sie werden an dieser Stelle nicht auf die Hörner genommen, sondern von ihnen mitgenommen — mitgenommen auf eine ganz besondere musikalische Reise: Am Sonntag steigt auf Gut Görtz der Kombiwettbewerb im „Pflicht-“ und „Kürblasen“ des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit der Kreisjägerschaft Oldenburg.

Schirmherr und Landrat Reinhard Sager (CDU) schreibt in seinem Grußwort unter anderem: „Es steht ein bedeutsames überregionales Kulturereignis bevor.“ Und Heringsdorfs Bürgermeister Gerd Heino (CDU) glaubt: „Gut Görtz bietet sicherlich das richtige Ambiente für die Austragung.“

Der Landesbläserwettbewerb ist eine Mischung aus Pflege der musikalischen Jagdtradition und Förderung der Vielfältigkeit der Jagdmusik. Die 600 Jagdhörner heißen ihr Publikum um 8.15 Uhr mit dem Signal „Begrüßung“ herzlich willkommen. In verschiedenen Klassen zeigen die Bläser ihr Können mit unterschiedlichen Hörnern. Da spielt das kleine Plesshorn gemeinsam im Corps oder auch jagdpraxisnah im Solo und Duo. In den gemischten Gruppen mit Plesshörnern und den großen Parforcehörnern werden bekannte Volksweisen, Signale für die verschiedenen Wildarten und auch konzertante Stücke zu Gehör gebracht.

Exkurs: Das Fürst Pless Horn beispielsweise ist ein reines Naturhorn, auf dem ein guter Bläser sechs Naturtöne erzeugen kann. Es ist auch heute noch ein wichtiges Hilfsmittel auf der Jagd. Eine Treibjagd wird mit dem Jagdhorn geleitet, es verständigt den Jäger und übermittelt wichtige Nachrichten, wie den Aufbruch zur Jagd, Anblasen des Treibens oder ein sehr angenehmes Signal, das den Jäger zum Essen ruft. Das Jagdhorn ist quasi das Handy des Jägers, das immer funktioniert und durch seinen signalartigen hellen Klang jeden erreicht, auch wenn einmal kein Empfang ist, die Telefonnummer nicht parat, oder der Akku leer ist.

Auch das Brauchtum der „roten Jagd“, die Parforcejagd zu Pferde, wird auf Gut Görtz eindrucksvoll präsentiert. Corps sowie auch Kleinformationen mit dem Parforcehorn in „ES“ werden sich dem Landesbläserwettbewerb stellen.

Hauptorganisatorin Jutta Betgen von der Kreisjägerschaft sagt: „Das ist ein wenig wie bei Let‘s Dance, mit Kriterien und insgesamt acht Richtern, die die Auftritte bewerten. Den Kombinationswettbewerb gibt es in dieser Form erstmalig.“ Die Veranstaltung fand in der Region zuletzt vor 23 Jahren statt, damals auf dem Gelände des Wallmuseums Oldenburg.

Ein besonderes Augenmerk legt der Landesjagdverband Schleswig-Holstein auf die Förderung der Jugendbläserarbeit. Es sind besondere Klassen für Jugendgruppen und auch Solobläser eingerichtet. Am Ende des Wettbewerbes findet ein gemeinsames Konzert aller Teilnehmer statt. Der Klang von bis zu 600 Hörnern soll dem Publikum ein unvergessliches Hörerlebnis sein. Das Konzert beginnt um 14.30 Uhr.

Anschließend findet die Siegerehrung statt.

Neben dem Blasen gibt es auch viele Angebote für die ganze Familie, wie zum Beispiel wechselnde Kunsthandwerker, Drechsler, Malerwerkstatt, Glaskunst, Carrera-Bahn für große und kleine Männer und viele Spielgeräte für die Kleinen. Insgesamt werden etwa 1000 Menschen auf Gut Görtz erwartet.

Zeiten und Disziplinen — der Ablaufplan
Platz A (vor dem Herrenhaus):

8.15 Uhr: Begrüßung
8.30 bis 9 Uhr: Wertungsklasse Solo A
9.10 bis 10.30 Uhr: „Gruppe ES“

10.40 bis 11.15 Uhr: „Duo ES“

11.15 bis 12 Uhr: Mittagspause
12 bis 14 Uhr: „Gruppe G“

Platz B (Reitanlage):

9.15 bis 10 Uhr: „Gruppe Jugend“

10 bis 11 Uhr: „Solo Jugend“

11.10 bis 12.15 Uhr: „A“

12.20 bis 12.30 Uhr: „C“

12.30 bsi 13.15 Uhr: Mittagspause
13.15 bis 14 Uhr: „Duo A“

pm

Ein 26-jähriger Autofahrer ist am Donnerstagabend in Lensahn betrunken mit seinem Fahrzeug unterwegs gewesen — und floh vor der Polizei.

09.05.2014

Neustädter Schüler lernen mit Baby-Simulatoren, was es bedeutet, nachts fünfmal aufstehen zu müssen. Die LN haben drei junge Frauen mit ihren „Kindern“ begleitet.

09.05.2014

Auftragsvergabe für Planer sorgt für Diskussion.

09.05.2014