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Ostholstein Bäderbahn: Bürger sammeln 8200 Unterschriften für ihren Erhalt
Lokales Ostholstein Bäderbahn: Bürger sammeln 8200 Unterschriften für ihren Erhalt
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15:18 24.10.2019
Heinz Meyer (l.) und Joachim Nitz (r.) überreichten Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) in Grömitz die gesammelten Unterschriften. Quelle: hfr
Timmendorfer Strand/Scharbeutz

Die Bürger von Timmendorfer Strand und Scharbeutz halten weiterhin an ihrem Bahnhof und der Bäderbahn fest: Das bekunden die 8200 Unterschriften, die Heinz Meyer (Aktivgruppe Timmendorfer Strand) und Tourismuschef Joachim Nitz am Donnerstag in Grömitz an Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) überreichten.

Ihre Petition, die nach Nitz’ Aussage keinerlei rechtliche Bindung habe, wende sich an das Verkehrsministerium des Landes mit der Bitte um den Erhalt der schienengebundenen Bäderbahn nach Timmendorfer Strand und Scharbeutz und dass der Letter of Intent vom Land Schleswig-Holstein und Deutscher Bahn von 2014 revidiert werde.

Bahn und Land: Weiterbetrieb zu teuer

Die Bäderbahn soll nach Willen des Landes und der Deutschen Bahn keine Zukunft haben. Der Weiterbetrieb sei nach dem Neubau der zweigleisigen Strecke entlang der Autobahn im Zuge der Hinterlandanbindung zur Fehmarnbeltquerung zu teuer. Timmendorfer Strand und Scharbeutz würden dann ihre derzeitigen Bahnhöfeverlieren.

„Bei täglich im Durchschnitt 1400 Fahrgästen betrifft diese Planung jährlich etwa 450 000 Personen auf ihrem Weg zur Arbeit, zur Schule, zur Ausbildungsstätte, an den Strand oder in den Urlaub. Hinzu kommen täglich im Schnitt 900 Fahrgäste, die den Scharbeutzer Bahnhof nutzen. Deshalb wollen wir Bahnhöfe und -haltestellen in den Regionen halten“, halten Meyer und Nitz dagegen.

Buchholz nahm die Unterschriften entgegen, sieht aber keine Chance für den Wunsch der Ostseebäder. Er plädiert vielmehr für die Mobilität der Zukunft und mehr Kreativität. Buchholz: „Wer den Bahnhof behalten wolle, riskiert Güterzugverkehr in den Badeorten.“ Bereits vor einem Jahr hatte er gesagt: „Der Bahnhof kommt weg, weil die Bäderbahn wegkommt.“

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Von Louis Gäbler

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