Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Ostholsteins Abibälle werden immer teurer
Lokales Ostholstein Ostholsteins Abibälle werden immer teurer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:03 05.07.2019
Die Eintrittskarten für den Abiball in der MuK Lübeck. Quelle: Gäbler
Oldenburg/Neustadt/Timmendorf

Prächtig eingedeckte Tische, Security-Personal, das den Eingang kontrolliert, elegante Deko im Eingangsbereich und ein aufwendiges Büfett: Der „Abiball 2019“ des Ostsee-Gymnasiums Timmendorfer Strand (OGT) in der Musik- und Kongresshalle (MuK) in Lübeck bot ein tolles Ambiente. Aber er war auch teuer: Die Gesamtkosten für die Ballnacht der OGT-Abiturienten beliefen sich auf einen fünfstelligen Betrag.

Die Kosten für Abipartys erreichen immer öfter beachtliche Höhen. Um sie wieder reinzubekommen, mussten die gerade einmal 66 Abiturientinnen und Abiturienten des OGT viel Vorarbeit leisten und alle Karten an den Mann bringen: Und so kamen nicht nur die Eltern mit, sondern auch Geschwister, Onkel, Tanten, Freunde und Bekannte. Sie alle feierten bis tief in die Nacht das Abitur ihrer Sprösslinge.

Schon vor zwei Jahren hat das Festkomitee des OGT mit der Planung angefangen. Einmal pro Woche traf man sich in der Schulpause für 20 Minuten und beriet die jeweils nächsten Schritte. Über Wochen seien Vorschläge für geeignete Locations gesammelt worden, letztlich gab es eine Mehrheit für die MuK in Lübeck. Hinzu kamen die Kosten fürs Büfett, für den Service, die Getränke-Flatrate (nicht-alkoholische Getränke) bis 21 Uhr, den Discjockey, die Security.

Keine Unterstützung bei Hartz IV

Doch mit den Kosten für die Ballkarten war es nicht getan: Hinzu kamen schicke Anzüge für Schüler, lange Kleider für die jungen Frauen. Und nicht zu vergessen der Friseur. Schlechter oder gar nicht verdienende Eltern kommen bei diesen Kosten kaum oder nur mit Mühe mit. Denn auf Hilfe des Staates können sie nicht bauen. „Eine Kostenübernahme für Hartz-IV-Empfänger für Abibälle gibt es leider nicht“, sagte Karsten Marzian, Geschäftsführer des Jobcenters Ostholstein in Eutin, auf LN-Anfrage.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Abifeiern im Vergleich zu früher dramatisch verändert haben. „Früher reichte der Saal der Bürgerbegegnungsstätte, der Braten vom örtlichen Schlachter und die Kiste Bier“, sagte der Oldenburger Abiball-Veranstalter Gerrit Milbrodt rückblickend. Die Anspruchshaltung vieler Abiturienten sei über die Jahre aber ziemlich gewachsen.

Eine Bürgerbegegnungsstätte sollte es für Abiturienten des Küsten-Gymnasiums in Neustadt auch nicht sein. Sie buchten das ehemalige „Lokhaus“ (heute Eventfabrik). Rund 18 000 Euro hatten sie zu berappen. Aber 300 Gäste kamen und die Rechnung der Organisatoren ging auf. Im Eintrittspreis enthalten: das tolle Catering, die Security, der Fotograf und eine Getränke-Flatrate. Ein Jahr Vorlauf brauchte es, bis die Party stand.

Einen ansprechenden Saal in Ostholstein zu finden, ist gar nicht mehr so einfach. Das merkten auch die Abiturienten des Johann-Heinrich-Voß-Gymnasiums in Eutin, nachdem ihre Location in den Schlossterrassen zu Jahresbeginn einem Wasserschaden zum Opfer gefallen war. Sie wandten sich an Milbrodt, der ihnen die Party in der „Ostseehalle“ (Am Holm) in Neustadt organisierte. Die Eutiner landeten letztendlich bei rund 15 000 Euro, „inklusive einer Getränke-Flatrate für alkoholische und nicht-alkoholische Sachen“, sagt Milbrodt. Generell rät er, bereits ein Jahr vorher mit der Planung zu starten. Der nächste Abi-Jahrgang in Timmendorfer Strand habe sich auch bereits bei ihm gemeldet.

Rundum zufrieden sind die Gymnasiasten der Beruflichen Schule in Oldenburg. Das elfköpfige Festkomitee hatte ab Weihnachten nach einem geeigneten Festsaal gesucht. Da sich die möglichen Säle im Kreisnorden aber an einer Hand abzählen lassen, entschieden sich die Abiturienten nach Gesprächen mit Milbrodt für den „Schützenhof“ in Oldenburg.

Aber auch wenn die Saalmiete eher gering ausfiel, kam man auch auf rund 15 000 Euro Gesamtkosten für die Ballnacht, hieß es seitens des Festausschusses. Es gab maximal vier Karten pro Familie, die 360 Karten wurden aber restlos verkauft und waren mit 40 Euro sogar noch einigermaßen erschwinglich.

Die Fotos der Ostholsteiner Absolventen gibt es hier.

Louis Gäbler

Im Kreis und in der Hansestadt wurden mehrere Vorfälle gemeldet. Polizeisprecher Dierk Dürbrook appelliert an Einheimische und Touristen, ihre Taschen nicht unbeaufsichtigt zu lassen und Taten zur Anzeige zu bringen.

03.07.2019

Auf dem Navigationsgerät einer Segelyacht war ein Notsignal erschienen. Mit acht Schiffen und zwei Flugzeugen wurde das Seegebiet vor Dahme abgesucht. Gefunden wurde niemand, es wird allerdings auch keine Person vermisst.

03.07.2019

1994 wurde die Station eingeweiht. Das erste Rettungsboot war die „Crempe“. Der Vormann der Anfangsjahre Horst Wagner erinnert sich noch gut an den Start.

03.07.2019