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Ostholstein Adrianus Boonekamp ist neuer Süseler Bürgermeister
Lokales Ostholstein Adrianus Boonekamp ist neuer Süseler Bürgermeister
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20:37 29.06.2018
Adrianus Boonekamp (CDU) nahm die Glückwünsche seines Vorgängers Holger Reinholdt (FWS) entgegen. Quelle: Foto: Sas
Süsel

Das erinnert stark an die Bürgermeisterwahl vor fünf Jahren, als ebenfalls eine Allianz aus CDU und FWS einen Bürgermeister aufs Schild hob. Damals wie heute hatte die SPD als stärkste Fraktion das Nachsehen. Damals wie heute unterlag SPD-Kandidat Maas. Nur dass diesmal, anders als vor fünf Jahren, die Abstimmung ruhig und besonnen über die Bühne ging.

Üblicherweise hat die stärkste Fraktion, in diesem Fall die SPD (acht Sitze), das Vorschlagsrecht für den Bürgermeister. Sie schickte Maas ins Rennen. Zuvor hatte die CDU (sieben Sitze) Boonekamp vorgeschlagen. Wolfgang Schümann (FWS, vier Sitze) erklärte für seine Fraktion, sie werde den CDU-Kandidaten unterstützen.

Zur Begründung führte Schümann an, fünf Jahre sei Maas und damit die SPD dran gewesen, dann fünf Jahre Reinholdt und damit die FWS. Und nun sei eben die CDU an der Reihe. Am Ende erhielt Boonekamp die Mehrheit, bei einer ungültigen Stimme. Stellvertretende Bürgermeister sind Swantje Meininghaus (SPD), Wolfgang Schümann (FWS) und Albrecht Dudy (SPD). Maas ahnte schon vor Schümanns Redebeitrag, was kommen würde. Wenn er verlieren solle, sagte er, gehe er mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus dem Saal. Er wisse, welcher Aufwand mit dem Bürgermeisteramt verbunden sei. Mit großer Sorge habe er Äußerungen Boonekamps gehört, dass es an der Verwaltungszusammenarbeit mit der Stadt Eutin hapere und dass die CDU deshalb bereit sei, sich nach einem neuen Partner umzusehen. „Das halte ich für gefährlich. Wir sollten uns nicht auf einen solchen Blindflug begeben.“ Der neue CDU-Fraktionschef Michael Woyna verwies auf das Wahlprogramm seiner Partei, in dem steht, dass sie den Wechsel möchte und Richtung Amt Ostholstein-Mitte blicke. „Wir wollen mehr Einfluss haben.“ Das alles seien aber noch Gedankenspiele. „Wir müssten uns rechtlichen Beistand holen und das durchrechnen.“

Klaus Berger (SPD) ging auf die B-76-Umleitung ein. Banketten und Straßen seien kaputt gefahren worden. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr hatte es bereits abgelehnt, für die Kosten aufzukommen. Das wollen die Süseler nicht hinnehmen.

Von Susanne Peyronnet

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