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Ostholstein Wohnen für Senioren in Ahrensbök: Genossenschaft ist gegründet
Lokales Ostholstein Wohnen für Senioren in Ahrensbök: Genossenschaft ist gegründet
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11:21 09.10.2019
Die Wohnungsgenossenschaft „Am Apfelgarten“ ist gegründet (von links): Auf dem Gelände treffen sich Vorstandsmitglied Jürgen Rix, Architektin Heike Uhlen, Projektentwickler Volker Holtermann und Bürgermeister Andreas Zimmermann. Quelle: Susanne Peyronnet
Ahrensbök

Es geht Zeit ins Land für ein solches Vorhaben, und mancher in Ahrensbök hat schon geunkt, dass es doch nichts wird mit dem Senioren-Wohnprojekt „Am Apfelgarten“. Doch es geht weiter, auch wenn auf dem Grundstück an der Ahrensböker Bahnhofstraße noch nichts zu sehen ist. Im September ist die Wohnungsgenossenschaft „Am Apfelgarten“ gegründet worden. Jetzt wird es ernst: Die Verträge müssen geschlossen, die Finanzierung auf die Beine gestellt, der Auftrag an die Architektin erteilt werden.

Die Genossenschaft hat, wie alle, die das Projekt vorangetrieben haben, bisher ehrenamtlich gearbeitet. Architektin Heike Uhlen hat das Aussehen des dreigeschossigen Gebäudes bereits entworfen. Die detaillierte Planung, bei der auch die Kosten errechnet werden, steht noch aus. Bevor Uhlen einen richtigen Auftrag dafür bekommen kann, muss die Genossenschaft noch ein Stückchen weiter vorankommen.

Eine Skizze der Architektin Heike Uhlen zeigt, wie das Gebäude einmal aussehen soll.  Quelle: Architekturbüro Heike Uhlen

„Jetzt beginnt die Phase der Verträge, es werden wohnungsbezogene Vorverträge geschlossen“, sagt Projektentwickler Volker Holtermann. „Das ist der Schwur, dann geht es darum, Geld reinzugeben.“ Geld, mit dem die Genossenschaft zum Beispiel die Architektin bezahlt, aber auch andere Kosten bestreitet.

Kosten für das Projekt sind noch nicht ganz klar

In der ursprünglichen Berechnung waren es um die 350 Euro pro Quadratmeter. Daran könnte sich noch etwas ändern. Diese Genossenschaftsanteile werden beim Auszug zurückgezahlt. Die Wohnungen selbst können als Eigentum erworben oder gemietet werden. Der Vorteil des Projektes laut Holtermann: „Man kann leben wie im Eigentum, muss aber nicht die Verantwortung dafür tragen.“ Eigenbedarfskündigungen sind bei den Mietwohnungen nicht möglich. Vorstandsmitglied Jürgen Rix ergänzt: „Die Mieten bleiben über 20 Jahre stabil, das einzige, was sich verändern kann, sind die Nebenkosten.“

Auf dem Grundstück „Am Apfelgarten“ entstehen 22 barrierefreie Miet- und Eigentumswohnungen. Vor allem Ahrenböker, die sich im Alter verkleinern wollen, sollen von dem Projekt angesprochen werden.

Angebot vor allem für Ahrensböker gedacht

Das Angebot richtet sich vor allem an Menschen, die sich im Alter verkleinern und ihr zu groß gewordenes Eigenheim abstoßen wollen. Angesprochen werden sollen vor allem Ahrensböker, die ihre Heimatgemeinde dann nicht mehr verlassen wollen, um eine solche Veränderung umzusetzen. „Es gab damals keinen barrierefreien Wohnraum in Ahrensbök“, sagt Bürgermeister Andreas Zimmermann (parteilos) und erinnert an die Anfänge der Idee. Angestoßen wurde sie im Rahmen des Zukunftsprojekts „Ahrensbök 2030“.

Grundstück gehört der Gemeinde

Die Weichen für eine Umsetzung sind jetzt gestellt. Die Kommunalpolitiker haben den Entwurf des Bebauungsplanes beschlossen, das Verfahren läuft. „Es dürfte keine großen Hindernisse geben“, sagt Zimmermann. Das Grundstück gehört der Gemeinde, die es entweder per Erbpacht an die Genossenschaft übergibt oder es ihr verkauft. Den Bauantrag kann die Genossenschaft parallel zum Bebauungsplanverfahren stellen.

Apfelfest im Apfelgarten

Die Gründung der Genossenschaftwird am Sonnabend, 19. Oktober, von 15 bis 17 Uhr mit Kaffee und Kuchen auf dem Grundstück Bahnhofstraße 1 (ehemals Grünes Kaufhaus Rentzow) gefeiert. Interessenten sind eingeladen, sich dort genau erklären zu lassen, was die Genossenschaft plant.

Was noch für das Projekt spricht, erläutert Architektin Uhlen: „Wichtig ist das zentrale Grundstück, von wo aus man alles erreichen kann.“ Zimmermann ergänzt, dass ganz in der Nähe ein Ärztehaus mit mobilem Pflegeangebot entstehen soll. Das Grundstück „Am Apfelgarten“ liegt in zweiter Reihe hinter den Gebäuden des ehemaligen Grünen Kaufhauses der Gebrüder Rentzow.

Einige Gebäude werden abgerissen

Das alte Mühlengebäude mit dem weißen Schriftbanner bleibt erhalten, die Aufschrift „Gebr. Rentzow“ könnte durch „Am Apfelgarten“ ersetzt werden. Das hohe Metallsilo dahinter und die Nebengebäude links vom Altbau werden abgerissen. Wo jetzt noch das große Tor der Einfahrt zur ehemaligen Lagerhalle ist, soll die Zufahrt zum Grundstück sein.

Noch sind einige Wohnungen und Genossenschaftsanteile am Apfelgarten-Projekt frei. Interessenten wenden sich an Volker Holtermann, Tel. 04 51/20 93 91 01 oder per E-Mail an holtermann@planW-gmbh.de.

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Von Susanne Peyronnet

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