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Ostholstein Gottesdienst und Licht: Ahrensbök gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus
Lokales Ostholstein Gottesdienst und Licht: Ahrensbök gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus
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17:34 15.01.2020
Die Verhörzelle im Keller der Gedenkstätte Ahrensbök: Der Künstler René Blättermann hat den Ausblick aus dem Fenster zu einem Kunstwerk verarbeitet, das auf die Wand projiziert wird. Quelle: Peyronnet
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Ahrensbök

Aus Anlass des internationalen Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar, dem Tag der Befreiung von Auschwitz, gibt es mehrere Veranstaltungen in Ahrensbök.

Die Kirchengemeinden Ahrensbök, Curau und Gnissau laden zu einem Gedenkgottesdienst am Sonntag, 26. Januar, um 11 Uhr in die Ahrensböker Kirche ein. Das Thema lautet: „Ge(h)denken. Hinschauen statt Wegschauen.“ Mit Texten, Liedern, Musik und Gebeten wird an die Millionen Opfer erinnert. Zugleich sollen Zeichen gesetzt werden gegen Ausgrenzung, Fremdenhass und Diskriminierung.

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Schülerreise nach Auschwitz

„Von Ratekau über Berlin nach Auschwitz“ heißt eine Veranstaltung, zu der der Trägerverein für Sonntagnachmittag um 15 Uhr in die Gedenkstätte einlädt. Schüler aus Ratekau und Timmendorfer Strand werden über ihre Reise nach Auschwitz im September 2019 sprechen. Sie wollen berichten, welche Beweggründe sie veranlassten, sich auf ein Ziel einzulassen, an dem vor mehr als sieben Jahrzehnten über eine Million Menschen industriell ermordet oder durch Zwangsarbeit zu Tode geschunden wurden.

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Gedenkstätte am 27. Januar geöffnet

Um Interessierten – einzelnen Personen ebenso wie Gruppen – Gelegenheit zu geben, gemeinsam der Opfer zu gedenken, wird die Gedenkstätte Ahrensbök am Montag, 27. Januar, von 10 Uhr bis 19 Uhr geöffnet sein. Besucher sind eingeladen zum Gespräch und zum Besuch der fünf Dauerausstellungen, die in Wort und Bild Anfang, Alltag und Ende der nationalsozialistischen Diktatur zeigen. In der Ausstellung „Von Auschwitz nach Holstein“ kann man das Schicksal eines Häftlings nachlesen, der in der Krankenbaracke zurückblieb, als die Häftlinge des Nebenlagers Fürstengrube auf den Todesmarsch getrieben wurden. Während sowjetische Soldaten das Hauptlager befreiten, ging das Morden in diesem Nebenlager weiter.

Flachsröste wird angeleuchtet

Der Gedenktag wird in ungewöhnlicher Form enden. Von 17 bis 19 Uhr werden überall in der Bundesrepublik kleine und große Gedenkstätten beleuchtet werden. Auch die Gedenkstätte Ahrensbök beteiligt sich an diesem „Beleuchtungsflashmob“, der von der Berliner Gedenk- und Bildungsstätte „Haus der Wannseekonferenz“ angeregt wurde. Das Gebäude an der Flachsröste 16 wird zwei Stunden lang grell angeleuchtet. Diese bundesweite Kampagne wird per Video aufgezeichnet und über die sozialen Medien verbreitet. Auch zu dieser Veranstaltung am Montag sind Interessierte in die Gedenkstätte eingeladen.

Von sas