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Ostholstein Ahrensbök will wildem Feiern einen Riegel vorschieben
Lokales Ostholstein Ahrensbök will wildem Feiern einen Riegel vorschieben
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20:38 09.05.2018
Gerade an lauen Abenden treffen sich gerne Gruppen von jungen Leuten, um rund um das Rathaus zu trinken und zu feiern. Quelle: Foto: Peyronnet
Ahrensbök

Die Gemeinde hat Regeln aufgestellt, die für den gesamten Schlossplatz gelten. Die Gemeindevertretung hat sie auf ihrer letzten Sitzung vor der Kommunalwahl beschlossen. Aus gutem Grund. „Auf dem Schlossplatz müssen wir vieles dulden, was nach deutschem Recht zulässig ist“, führte Bürgermeister Andreas Zimmermann (parteilos) aus. Erwünscht sei es allerdings nicht. Es gebe ein Problem mit Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit und ein Abfallproblem.

Ein lauer Abend im Mai. Acht junge Männer sitzen zu Füßen des Kaisers. An den Rändern des Schlossplatzes ziehen sich Lindenalleen entlang, von denen eine an der Büste von Kaiser Wilhelm I. endet. Ihr zu Füße stehen Bänke. Die jungen Männer trinken, rauchen und reden nicht gerade leise. Sie haben Plastikbecher und Flaschen dabei. Am anderen Ende des Schlossplatzes, da, wo es zum Rathaus-Parkplatz geht, hat eine andere Gruppe ihr Auto auf die Grünfläche gefahren, die Musik laut aufgedreht und prostet sich zu.

Genau solche Szenen sind es, auf die die Kommunalpolitik mit der neuen Satzung reagiert. Damit soll, führte Zimmermann weiter aus, eine Art Hausrecht installiert werden. „Nur für den Fall, dass Menschen sich nicht so benehmen, wie es sein sollte.“ In diesen Fällen könne die Polizei jetzt Platzverweise erteilen.

Schlossplatz dient der Erholung

Zunächst definiert die Satzung, was die Rathausumgebung den Ahrensbökern bieten soll, wofür sie gedacht ist. „Der Schlossplatz dient vorrangig der Gesundheit und Erholung der Bevölkerung“, heißt es im Paragrafen 2 „Zweckbestimmung“. Weiter wird festgelegt, dass die Gemeinde das Hausrecht auf dem Platz hat und dass jeder, der ihn betritt, die Satzung als verbindlich anerkennt. Darin heißt es unter anderem, dass unzumutbarer Störungen und Belästigungen anderer zu vermeiden sind und niemand gefährdet oder geschädigt werden darf. Abfall oder andere Gegenstände dürften beim Verlassen des Platzes nicht zurückgelassen werden.

Dann folgt die Liste dessen, was auf dem Schlossplatz alles verboten ist: zelten und übernachten sowie auf Laternen, Lichtmasten, Denkmäler oder Skulpturen klettern. Außerdem ist es untersagt, Feuer anzuzünden, zu grillen, Feuerwerkskörper oder Sprengsätze abzubrennen, gefährliche und scharfkantige Gegenstände mitzubringen, Alkohol zu trinken, laut Musik zu hören oder laute Instrumente zu spielen und so weiter, und so weiter. Die Gruppe junge Männer hat noch nichts von der Satzung gehört und kennt die Einzelheiten nicht. Vielleicht versuchte deshalb einer von ihnen, an der Stange zu tanzen. Einer Stange, an der oben eine Lampe sitzt.

Die Gemeindevertretung beschloss die Satzung einstimmig. Sie tritt demnächst in Kraft.

Von Susanne Peyronnet

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