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Ostholstein Aktionsplan kommt: Kreis soll barrierefrei werden
Lokales Ostholstein Aktionsplan kommt: Kreis soll barrierefrei werden
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21:10 20.03.2013
Von Lucas Braun
2012 hat sich Wolfgang Schulz vom Beirat für Menschen mit Behinderung für den Erhalt des Anrufbusses eingesetzt. Jetzt will er am Aktionsplan mitarbeiten. Quelle: Fotos: Schwennsen/hfr
Eutin

„Es ist wirklich sehr erfreulich, ein so positives Echo seitens der Politik zu erhalten“, sagt Wolfgang Schulz erfreut. Der Vorsitzende des Beirates für Menschen mit Behinderungen in Ostholstein konnte zwar selbst nicht an der Kreistagssitzung am Dienstag teilnehmen, bekam aber von Horst Martin, der ihn vertrat, ausführliche Informationen über den Verlauf.

Und der war für sie durchweg positiv: Alle Fraktionen lobten die erfolgreiche und gute Arbeit des Beirates. So kam es auch, dass dessen Befristung, die 2010 bei der Gründung festgelegt worden war, einstimmig aufgehoben wurde — trotz anfänglicher Zweifel Einzelner. „Es wird dort tolle Arbeit geleistet, und deswegen ist es gut und sinnvoll, den Beirat dauerhaft zu besetzen“, sagte auch Landrat Reinhard Sager (CDU).

Der Beirat selbst hofft nun, auch langfristige Projekte angehen zu können, so Martin bei seiner Rede vor dem Kreistag. Wie so eine langfristige und zielorientierte Arbeit aussehen kann, präsentierte der Beirat den Abgeordneten direkt in der Sitzung. Dort stellten die Mitglieder einen Antrag für die „Einrichtung eines Kommunalen Aktionsplanes für den Kreis Ostholstein gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention“. Er wurde, ebenso wie die Entfristung, einstimmig vom Kreistag verabschiedet.

Auch wenn noch nicht klar ist, wie der Plan, der nach den Sommerferien erarbeitet werden soll, genau aussehen wird, sei es wichtig, das Thema mit Nachdruck anzugehen, so Beiratsmitglied Martin Schulz. „Das Thema wird schließlich mit rasender Geschwindigkeit immer relevanter.“ Gebe es in Ostholstein zur Zeit noch knapp 20 000 Menschen mit Behinderungen, werde diese Zahl — allein wegen des demografischen Wandels — in den kommenden Jahren stark zunehmen. „Die Erstellung und Umsetzung eines solchen Plans ist aber nicht nur sozial relevant“, betonte Landrat Sager in seiner Rede. Auch der wirtschaftliche Aspekt sei in einer Region, die zu großen Teilen vom Tourismus lebe, nicht zu unterschätzen.

Anknüpfen soll der Plan zum einen an den nationalen Aktionsplan der Bundesregierung, der sich unter dem Titel „Unser Weg in eine inklusive Gesellschaft“ mit der UN-Behindertenrechtskonvention beschäftigt.

„Zum anderen schließt der Plan an die Aktion ,Ostholstein erlebbar für alle — bereit für Barrierefreiheit‘ von der Lebenshilfe an“, sagte der Beiratsvorsitzende Schulz. Bei dieser Aktion, deren erster Teil Anfang des Jahres abgeschlossen wurde, ging es darum, über Ortsbegehungen den Aspekt der Barrierefreiheit im Kreis zu untersuchen.

Und genau das müsse der Kreis bei der Erstellung des Plans auch tun, so Schulz. Ziel müsse daher zunächst eine Bestandsaufnahme sein. „Es muss geschaut werden, wie die Situationen an den verschiedenen Orten genau aussehen und was in welcher Form verändert werden muss“, so Schulz, der sich mit dem Beirat gerne intensiv bei der Erarbeitung des Aktionsplans einbringen will, aber zugleich auf engagierte Mitarbeit von Politik und Verwaltung hofft. Kernpunkte des Plans seien Wohnräume, öffentliche Plätze und Gebäude sowie der öffentliche Personennahverkehr.

Wenn alles gut läuft, so die Hoffnung, könne der Plan in etwa drei Jahren erstellt werden. „Vielleicht geht es schneller, vielleicht dauert es auch etwas länger“, sagt Schulz. „Wichtig ist, dass wir mit dem Plan einen bedeutsamen und notwendigen Anstoß in Richtung Barrierefreiheit gegeben haben.“

Nachwuchs-Führungskraft aus Kiel
Katrin Oyen ist Nachwuchs-Führungskraft des Landes Schleswig-Holstein. Für ein Jahr wurde sie nun der Kreisverwaltung Ostholstein zugeteilt. Dort ist sie als Stellvertreterin der Leiterin des Fachbereichs Sicherheit und Gesundheit tätig und nimmt daneben auch Aufgaben des Justiziariats und die Leitung für das Projekt „Auftaktbericht demografischer Wandel in Ostholstein

wahr. Grundlage eines späteren Handlungskonzeptes soll ein Auftaktbericht sein, der neben der Darstellung des Ist-Zustandes im Kreis auch konkrete Handlungsvorschläge liefern soll. Diese sollen dann auch in den Aktionsplan des Kreises mit einfließen.

Lucas Braun

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