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Ostholstein Albig: Land hält fest an Energiewende
Lokales Ostholstein Albig: Land hält fest an Energiewende
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22:10 06.12.2016
Kiel

Die SPD-Grünen-SSW-Landesregierung ordnet die Flächen des Landes für die Windkraftnutzung neu. Das Oberverwaltungsgericht Schleswig hatte die alte Planung der damaligen CDU- FDP-Regierung verworfen. Klarere Kriterien für die Flächenauswahl müssten her. Die gibt es jetzt, sagen die Landesplaner.

Sie haben dazu harte und weiche Tabukriterien entwickelt. Danach scheiden von vornherein alle Flächen aus, auf denen die Windräder keine 800 Meter von Wohngebieten entfernt wären. Der Abstand zu Einzelhäusern muss mindestens 400 Meter betragen, bei sehr hohen Windkraftanlagen auch mehr. Ortschaften dürfen von Windrädern nicht umzingelt sein. Außerdem fallen Flächen um Funkfeuer und in Naturschutzgebieten oder in der Nähe von Adlerhorsten heraus. Die Rotoren dürfen generell den Vogelzug nicht gefährden. Ausgenommen sind zudem die weiteren Umgebungen von Weltkulturerbestätten wie der Lübecker Altstadt, wenn die Windräder Sichtachsen zerschneiden würden.

Zusammengenommen sind so bereits 94,8 Prozent der Landesfläche blockiert, sagen die Planer. Forderungen der CDU- und FDP- Opposition, die Mindestabstände zu Wohngebieten zu erhöhen, seien daher unrealistisch. Damit wäre Windkraftnutzung im Norden überhaupt nicht mehr möglich. Man wolle aber am Ziel, zehn Gigawatt Windstrom onshore zu produzieren, auf jeden Fall festhalten, betont SPD-Ministerpräsident Torsten Albig. Das Land dürfe sich nicht aus der Verantwortung für die Energiewende stehlen.

Kritik kommt unterdessen vom Bundesverband Windenergie. Das Land müsse die Fläche für Windräder deutlich erhöhen, um die Energiewende voranzutreiben, heißt es dort. wh

LN

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