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Ostholstein Allgemein- und Viszeralchirurgie: Das ist der neue Chefarzt in Oldenburg
Lokales Ostholstein Allgemein- und Viszeralchirurgie: Das ist der neue Chefarzt in Oldenburg
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20:04 02.12.2019
Dietmar Dürkop ist neuer Chefarzt. Florian Glück (hinten, r.), Geschäftsführer der Sana-Kliniken Ostholstein, und Hans-Jürgen Andresen, Kaufmännischer Direktor der Klinken Oldenburg und Fehmarn, freuen sich darüber. Quelle: Luisa Jacobsen
Oldenburg

Erst wollte Dietmar Dürkop Unfallchirurg werden. „Ich dachte, das wäre meins, Leben retten mit Blaulicht und so“, sagt der 51-Jährige. Dann aber entdeckte er seine Leidenschaft für eine andere Spezialisierung: Viszeralchirurgie. In diesem Gebiet hat Dürkop Karriere gemacht. Seit 1. Dezember ist er neuer Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie an der Sana-Klinik Oldenburg. Leben retten kann man schließlich auch dort. Und: Faktoren wie die Altersstruktur der Bevölkerung und verändertes Ernährungs- und Bewegungsverhalten machen den Bereich zunehmend bedeutend.

Das machen Viszeralchirurgen

Viszeralchirurgie ist, verkürzt gesagt, die Chirurgie des Bauchraums. Das Behandlungsspektrum reicht unter anderem von Blinddarmentzündungen oder Gallenblasenentzündung über Darmerkrankungen bis zu Tumoren und Bauchwandhernien (Bauchwandbruch). Was Dürkop fasziniert, sei die Herausforderung des Gebiets: Viszeralchirurgie erfordere vor allem Flexibilität, denn anders als zum Beispiel bei Knochenbrüchen, wo ein Röntgenbild schon viel verrate, sähen Viszeralchirurgen das, was wirklich ist, erst bei der Operation. „Das macht es spannend und unheimlich anspruchsvoll“, sagt Dietmar Dürkop.

Der gebürtige Lübecker hat von 1992 bis 1998 in der Hansestadt studiert und seine fünfjährige Facharztausbildung im damaligen Kreiskrankenhaus Eutin absolviert. Später arbeitete er in der Sana-Klinik Eutin und seit 2015 in Oldenburg. Dort war er bis zu seinem neuen Posten als Chefarzt schon Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie.

„Wir freuen uns, mit Dietmar Dürkop als Chefarzt eine bisher schon feste Instanz in Oldenburg weiter zu etablieren“, sagt Florian Glück, Geschäftsführer der Sana-Kliniken Ostholstein. In den vergangenen Jahren sei die Abteilung in Zusammenarbeit mit der chirurgischen Abteilung in Eutin geführt worden. Die neue Eigenständigkeit stärke den Standort Oldenburg und erweitere die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen der Klinik.

Warum das Fachgebiet an Bedeutung gewinnt

Auch Dietmar Dürkop ist glücklich über seine neue Position. Anders als zum Beispiel in sehr großen Universitätskrankenhäusern werde er für die Patienten (und nicht nur den Privatpatienten) auch als Chefarzt weiter persönlich da sein. Das ist ihm wichtig: „Ich habe jetzt die Möglichkeit, noch mehr Persönlichkeit in den täglichen Ablauf, die Qualität der Leistungen und den Umgang mit Patienten einzubringen“, sagt er. Er schätze an der Oldenburger Klinik vor allem die familiäre Atmosphäre und die Zusammenarbeit der Fachbereiche.

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Sein eigener Fachbereich wird dabei zunehmend wichtiger. Das hängt auch – aber nicht nur – damit zusammen, dass die Bevölkerung immer älter und damit Tumorerkrankungen und Entzündungen immer häufiger werden. „Andere Gründe sind zu wenig Bewegung und schlechte Essgewohnheiten“, sagt Dürkop. Bei der Sana-Klink Oldenburg spiegelt sich das in der Allgemein- und Viszeralchirurgie in zunehmenden Fallzahlen wider.

Dürkop: „Mein Beruf ist für mich eine Berufung“

Die Belegungsrate steigt aber nicht nur in dieser Abteilung. „Wir verzeichnen generell starke Zuwächse“, sagt Hans-Jürgen Andresen, Kaufmännischer Direktor der Sana-Kliniken Oldenburg und Fehmarn. Bei 151 Planbetten habe der Oldenburger Standort eine Belegungsrate von 92 Prozent (gezählt wird immer in der Nacht, am Tag ist die Belegung noch höher). Umso wichtiger ist eine gute Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen und das Engagement der Ärzte. An letzterem mangelt es Dietmar Dürkop nicht.

„Für mich ist mein Beruf eine Berufung“, sagt er. Die Möglichkeit, Wege aufzuzeigen, um in schwierigen und schicksalhaften Situationen zu bestehen, erfülle ihn mit Freude. Und wenn es dann doch einmal allzu stressig wird, gibt es ja auch noch ein Leben abseits der Klinik. Das führt Dietmar Dürkop mit Ehefrau und drei Pferden in Barkau (Gemeinde Süsel). Der Reitsport ist seine große Leidenschaft – neben der Chirurgie versteht sich.

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Von Luisa Jacobsen

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