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Ostholstein Flammeninferno zerstört Schinkenkate und Zimmerei komplett
Lokales Ostholstein Flammeninferno zerstört Schinkenkate und Zimmerei komplett
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20:30 15.04.2019
Am Tag nach dem nächtlichen Großbrand in Burg auf Fehmarn: Von der Zimmerei im hinteren Gebäudeteil und der Schinkenräucherei im vorderen Gebäudeteil ist nichts übrig geblieben. Nur die Grundmauern und das Dachgerippe stehen noch. Quelle: GÄBLER
Fehmarn

Nach dem verheerenden Brand am Burger Ortseingang in der Nacht zu Montag, bei dem eine Schinkenkate und eine dahinter liegende Zimmerei komplett zerstört wurden, musste die Feuerwehr am Montagmittag ein weiteres Mal zur Brandstelle an der Gertrudenthaler Straße ausrücken. Immer wieder loderten Flammen aus dem Dach des gemeinsam genutzten Gebäudes auf, besonders hinten wo bisher die Zimmerei war. Während der Nacht war die Feuerwehr mit 65 Mann im Einsatz, am frühen Nachmittag mussten erneut 15 Brandschützer ausrücken, sieben blieben für die Nachlöscharbeiten, darunter auch Ortswehrführer Dirk Westphal.

Es waren traurige Szenen an der nächtlichen Einsatzstelle in Burg auf Fehmarn. Fassungslos stand der Inhaber des Gebäudes vor dem brennenden Gebäude. Seine Existenz ist zum Raub der Flammen geworden. Um kurz nach 3 Uhr in der Nacht zum Montag war die Feuerwehr Burg mit ihrem Einsatzleiter und Wehrführer Dirk Westphal alarmiert worden. „Kurz nach dem Eintreffen schossen bereits Flammen durch das Dach“, sagte Westphal den LN.

Metalldach erschwerte die Löscharbeiten

Das Feuer konnte sich rasend schnell in den beiden zusammenhängenden Hallen ausbreiten. Durch das Metalldach auf den Hallen kamen die Einsatzkräfte nicht direkt an das Feuer heran. „Ein Innenangriff unter Atemschutz konnten wir durch die enorme Hitze und Brandausbreitung innerhalb des Gebäudes nicht durchführen“, erklärte Dirk Westphal noch am Einsatzort.

Immer wieder schossen die Flammen aus dem Gebäude – aus Fensterscheiben, Eingangstüren oder aus dem Dach. Mit Hilfe der Drehleiter der Feuerwehr Burg löschten die Einsatzkräfte von oben das Feuer. Von mehreren Seiten versuchten sie die Flammen unter Kontrolle zu bekommen.

Ein Großfeuer hat in der Nacht zu Montag in Burg auf Fehmarn eine Zimmerei und eine Räucherei komplett zerstört.

Starke Rauchentwicklung und Explosionen

Eine starke Rauchentwicklung erschwerte den Brandeinsatz und auch Explosionen waren immer wieder zu hören. Beide Hallen waren nicht mehr zu retten und mussten letztendlich durch einen Bagger eingerissen werden, damit die Feuerwehr das Feuer im Inneren löschen konnte. Im späteren Verlauf des Einsatzes in der Gertrudenthaler Straße wurden weitere Einsatzkräfte von der Insel Fehmarn zur Einsatzstelle alarmiert. Andere umstehende Gebäude wurden nicht beschädigt. Ebenfalls Opfer der Flammen wurden vier Fahrzeuge der Zimmerei. Verletzt wurde bei dem Brandeinsatz glücklicherweise niemand.

Eine lange Nacht für die Feuerwehr

Für Ortswehrführer Dirk Westphal und seine Männer war es ein langer Tag. „Um 3.15 Uhr wurde ich aus dem Schlaf gerissen. Seitdem war ich nicht mehr im Bett“, sagte er den Lübecker Nachrichten am Montagnachmittag während der Nachlöscharbeiten. Der starke auflandige Wind habe die Glutnester noch einmal neu entfacht und ein erneutes Einschreiten der Burger Feuerwehr erforderlich gemacht.

Schinkenräucherei sollte geräumt sein

Nach LN-Informationen sollte die Fehmarnsche Schinkenkate, die im vorderen Gebäudeteil direkt an der Gertrudenthaler Straße untergebracht war, eigentlich am Montag geräumt sein und an den Besitzer zurück übergeben werden. Genaueres wusste vor Ort aber auch niemand. Der Besitzer von Holzbau Fehmarn, Zimmermeister Peter Maaß, war für eine Stellungnahme leider nicht erreichbar. Ortswehrführer Westphal meinte, dass es sich bei der Schinkenräucherei um Betreiber aus Hamburg handele, die dort seit über zehn Jahren Räucherwaren angeboten hätten.

Ermittlungen zur Brandursache laufen

Der kriminaltechnische Dienst aus Lübeck hat bereits in der Nacht die Ermittlungen auf dem Gelände aufgenommen. Der Bereich rund um den Einsatzort in der Gertrudenthaler Straße wurde weiträumig mit Flatterband abgesperrt. Ein Betreten ist wegen Einsturzgefahr verboten.

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