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Ostholstein Amt Lensahn investiert ohne Kredite
Lokales Ostholstein Amt Lensahn investiert ohne Kredite
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12:45 27.12.2018
Die Dörfer im Amt Lensahn haben ihre Finanzen beraten. Quelle: FOTOLIA
Lensahn

Das Amt Lensahn hat finanziell alles im Griff: Die Dörfer und das Amt selbst sind schuldenfrei und wollen es auch bleiben. Bis auf Lensahn selbst, wo die Finanzen erst im Januar beraten werden sollen, haben mittlerweile alle Gemeinden ihre Haushaltspläne für 2019 verabschiedet. Zwar erwarten bis auf Harmsdorf alle Kommunen Verluste. Dennoch müssen laut Kämmerer Michael Bendt – wie bereits in den vergangenen zwei Jahren – keine Kredite aufgenommen werden. Investitionen könnten über Rücklagen finanziert werden.

Das Amt Lensahnselbst rechnet für das kommende Jahr ebenfalls mit Miesen: 208 900 Euro fehlen voraussichtlich in der Haushaltskasse (bei Erträgen von knapp 4,5 und Aufwendungen von knapp 4,7 Millionen Euro). 120 000 Euro sind für den Kauf eines neuen Bürgerbusses mit niedrigem Einstieg veranschlagt, rund 20 000 Euro will das Amt in die EDV-Ausstattung der Grund- und Gemeinschaftsschule stecken. Dort ist auch die mit 200 000 Euro größte Investition geplant: Die Schule soll Akustikdecken bekommen.

Insgesamt fließen 2019 rund 1,3 Millionen Euro in die Einrichtung mit ihren derzeit 584 Schülern, beispielsweise für die Bläserklassen oder für Verwaltungskosten. 828 900 Euro davon legt das Amt als Schulträger auf die Gemeinden um. Für die vier Kindergärten im Bereich des Amtes sind Betriebskostenzuschüsse von insgesamt 576 800 Euro kalkuliert.

Beschendorf bekommt 2019 insbesondere sinkende Schlüsselzuweisungen vom Land zu spüren. Laut Kämmerer Bendt hatte die Gemeinde in den Vorjahren Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer, weshalb die Zuschüsse reduziert wurden. So komme das vergleichsweise hohe Defizit von 175 600 Euro zustande (bei Einnahmen von 590 400 und Ausgaben von 766 000 Euro). Größere Investitionen müsse die Gemeinde 2019 aber nicht leisten.

In Damlos soll im kommenden Jahr das Baugebiet Sebenter Weg erschlossen werden. Ursprünglich war der Beginn der Arbeiten schon für 2018 geplant, das Projekt hat sich jedoch verschoben. Die Gemeinde muss für das Vorhaben unter anderem auch noch weitere Flächen kaufen. Insgesamt stehen in Damlos Einnahmen von 750 900 Euro Ausgaben von 767 800 Euro gegenüber, was einen Verlust von 16 900 Euro ergibt.

Harmsdorf hat 300 000 Euro für ein neues Löschfahrzeug eingeplant. 50 000 Euro sollen in die Erneuerung der Straßenbeleuchtung in der Güldenfeldstraße investiert werden, 20 000 Euro sind für neue Spielgeräte kalkuliert. Trotz der geplanten Investitionen erwartet die Gemeinde einen Jahresgewinn von 22 700 Euro (bei Erträgen von 868 500 und Aufwendungen von 845 800 Euro).

In Kabelhorst rechnet man mit Einnahmen von 515 900 und Ausgaben von 536 800 Euro. Das bedeutet ein Defizit von 20 900 Euro. Größere Investitionen sind für 2019 nicht geplant.

Manhagen will im kommenden Jahr eine neue Tragkraftspritze für die Feuerwehr anschaffen – eine Art mobile Pumpe. 15 000 Euro sind dafür im Haushalt eingeplant. Insgesamt erwartet die Gemeinde Einnahmen von 457 800 und Ausgaben von 486 900 Euro, was ein Defizit von 29 100 Euro ergibt. Im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes, an dem die Gemeinde zurzeit arbeitet (die LN berichteten), könnten laut Michael Bendt weitere Investitionen hinzukommen: Möglicherweise seien erste Maßnahmen noch 2019 umzusetzen. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen im ersten Quartal vorgestellt werden.

In Riepsdorf ist das größte Vorhaben der Bau eines Radwegs von Grube nach Rüting. Bis 2021 soll das Gemeinschaftsprojekt mit Grömitz und Grube fertig sein. Auf die Gemeinde Riepsdorf kommen dabei voraussichtlich Kosten von 782 000 Euro zu, die auf mehrere Jahre verteilt werden sollen. 2019 steht außerdem der Kauf des Ausweichsportplatzes an und für etwa 50 000 Euro soll die Straßenbeleuchtung in Thomsdorf erneuert werden. Insgesamt rechnet die Gemeinde mit einem Jahresverlust von 2200 Euro (bei Einnahmen und Ausgaben von je rund 1,1 Millionen Euro).

Jennifer Binder

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