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Ostholstein Lensahn investiert in digitalen Unterricht
Lokales Ostholstein Lensahn investiert in digitalen Unterricht
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08:00 20.03.2019
Amt Lensahn investiert in digitalen Unterricht an der GGems Lensahn: Der Klassenlehrer der 6a, Marc Frenzel, präsentiert den Schulausschuss-Vertretern ein Smartboard. Quelle: Beke Zill
Lensahn

Die Vertreter des Schulausschusses des Amtes Lensahn fühlten sich in ihre Schulzeit zurückversetzt, als sie im Klassenzimmer der 6a an der Grund- und Gemeinschaftsschule (GGems) Lensahn dem Lehrer Marc Frenzel lauschten. Dabei schauten die Ausschussmitglieder jedoch nicht auf eine herkömmliche Tafel, wie sie es aus früheren Zeiten kennen. Seit Neuestem schmückt den Raum ein Smartboard, das Marc Frenzel und seine 6a zum Arbeiten nutzen. Es ist die erste Anschaffung dieser Art an der GGems. Welche Vorzüge das Gerät mit sich bringt, zeigte der Lehrer dem neugierigen Schulausschuss. Der Grund: Die Schule hofft auf finanzielle Mittel vom Amt Lensahn für weitere Smartboards, um den digitalen Unterricht voranzubringen.

Das Smartboard bietet zahlreiche Möglichkeiten

„Wir wollen uns informieren, welche Möglichkeiten das Medium bietet“, sagte der Schulausschussvorsitzende Reiner Wolter (FWD). Die Schule wolle weitere Smartboards anschaffen, erklärte er den Hintergrund dieses Termins. Wie weit das jedoch in den Haushalt passe, müsse man sehen. Gemeinsam mit seinen Ausschusskollegen sowie Amtsvorsteher Klaus Winter (CDU) und Schulleiter Bernd Ziemens verfolgte er die Einführung von Marc Frenzel, der an der GGems auch für die IT zuständig ist. Das etwa 12 000 Euro teure Smartboard könne man zunächst im zugeklappten Zustand als White Board nutzen. Wenn der Bildschirm zum Vorschein kommt, können verschiedene kostenlose Apps genutzt werden. „Das Board kann wie eine Tafel genutzt werden“ betonte Frenzel und schrieb zur Veranschaulichung seinen Namen ans Board, um ihn gleich mit der Hand wieder wegzuwischen.

Ist begeistert vom Smartboard: Amtsvorsteher Klaus Winter Quelle: Beke Zill

Auch mathematische Formeln, Power-Point-Präsentationen, Videos, Word-Programme, Wikipedia und Google Earth sind mit der Hardware möglich. Alle Fächer können mithilfe des Gerätes unterrichtet werden. Ausgestattet mit einem Android-Betriebssystem ist das Gerät auch internetfähig. Zudem können Schüler Aufzeichnungen, Arbeiten und Daten vom Board mithilfe eines angezeigten QR-Codes vom Smartboard direkt auf ihr Handy laden. Der Lehrer kann auch die Daten speichern und seinen Schützlingen im internen Schulnetzwerk zur Verfügung stellen.

„Es gibt wenig, was das Gerät nicht kann“, sagt Marc Frenzel. Nicht nur er ist begeistert vom Smartboard. „Es macht total Spaß, damit zu arbeiten.“ Seine Schüler zeigen sich motivierter, wenn digital gearbeitet wird. „Man bekommt Kinder, die nicht gerne an die Tafel gehen, endlich nach vorne“, erklärt Frenzel einen der Vorzüge. Das Medium sei zudem absolut selbsterklärend. Jeder, der mit einem Handy umgehen kann, kann auch das Smartboard händeln. Viele der Kollegen hätten ihr Konzept bereits umgestellt und seien heiß darauf, damit zu arbeiten. Bedenken seitens des Ausschusses, dass Kollegen Berührungsängste mit dem neuen Medium hätten, schloss Frenzel aus. „Das ist ein weiteres Werkzeug und eine Unterstützung für Lehrer.“

Schulausschuss-Mitglieder sind überzeugt und investieren

Amtsvorsteher Klaus Winter war angetan. „Man kann den Unterricht mithilfe des Smartboards interessanter gestalten“, sagte er. Zudem sehe es Winter als großen Vorteil an, dass Daten gespeichert und wieder genutzt werden können. Auch der Schulausschussvorsitzende Reiner Wolter ist überzeugt. „Ich finde es großartig“, sagte er.

Schulleiter Bernd Ziemens will die digitale Bildung voranbringen. Quelle: Beke Zill

So kam es noch an Ort und Stelle zur Abstimmung, dass das Amt Lensahn bis zu diesem Sommer für insgesamt fünf Boards 56 000 Euro ausgeben wird. Zwei Geräte werden schon diese Woche angeliefert. 25 000 Euro werden dann im Haushalt 2019 bereitgestellt. „Mithilfe von Restmitteln aus dem Vorjahr können wir zwei weitere Boards anschaffen“, erklärte Winter. Schulleiter Bernd Ziemens freute sich über die Investition. „Zum August 2019 wollen wir die fünften Klassen damit ausrüsten“, erklärte er. „Wir sind auf dem richtigen Weg“, betonte Ziemens. Er möchte die Digitalisierung künftig sinnvoll in den Unterricht einbinden, um den jungen Schülern ein effizientes und interessantes Lernen zu ermöglichen.

Eigentlich sei die Investition in digitale Bildung Sache des Landes, klagt Klaus Winter. Die 170 Millionen Euro Landesmittel für Digitalisierung an Schulen in den nächsten fünf Jahren reichten nicht aus, „das ist bedauerlich“. Auf jede Schule fallen nach Winters Rechnung in den kommenden Jahren nur etwa 25 000 Euro. „Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein“, sagte er. So müssen auch die Kommunen weiter zahlen. Das Amt Lensahn ist bereit dafür. Denn: „Digitale Bildung ist sehr wichtig.“

Beke Zill

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