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Ostholstein Arbeitskreis will Kulturszene in Stockelsdorf etablieren
Lokales Ostholstein Arbeitskreis will Kulturszene in Stockelsdorf etablieren
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15:04 11.01.2019
Am Donnerstag, 10. Januar 2019, ist der Arbeitskreis Kultur in Stockelsdorf erstmals zusammen gekommen. Quelle: Doreen Dankert
Stockelsdorf

Die Kultur in Stockelsdorf soll auf eine andere Ebene gehievt werden. Sorgen will dafür der frisch aus der Taufe gehobene Arbeitskreis für Kultur. Am Donnerstagabend war das erste Treffen von freiwilligen Unterstützern in der Villa Jebsen. Initiiert hat diese Zusammenkunft der studierte Musik-Experte und Ur-Stockelsdorfer Gordon Krei. Mit ihm hat sich ein Kreis von neun Unterstützern gefunden, die in Sachen Kultur in Stockelsdorf etwas bewegen wollen. Frank Peter Wienandt zum Beispiel, der vor einigen Jahren schon einmal ein paar Comedy-Veranstaltungen nach Stockelsdorfer gebracht hat. Er findet es schade, „dass es in Stockelsdorf keine eigene Kulturszene gibt“.

Mit im Boot des Arbeitskreises sitzen unter anderem auch Karl-Ludwig Tretau und Dennis Wichelmann, der insbesondere in der Organisation von Großveranstaltungen wie dem jährlichen Parkfest von der Feuerwehr Stockelsdorf reichlich Erfahrung hat. Tretau, der sich seit einiger Zeit der Malerei widmet, sieht „Kultur als etwas Verbindendes für Menschen“ und deswegen müsse in Stockelsdorf eine Plattform geschaffen werden, wo Künstler sich zeigen können.

Gast bei der Premierenrunde des Kulturarbeitskreises war auch der Kreispräsident Harald Werner. Für den Stockelsdorfer Werner war dieser Termin ein Heimspiel. Und weil Harald Werner verschiedene Ehrenämter hat, war er vor Ort als Vorsitzender des Kuratoriums zur Förderung der Erwachsenenbildung. „Ich würde mich hier gerne mit einbringen“, erklärt Werner „und meine Möglichkeiten, die ich aufgrund meiner Position habe, zuspielen.“ Die unterstützende Hilfe von Harald Werner würde es dann also geben in Form von Hinweisen und Tipps in Bezug auf Kontakte und gegebenenfalls Fördermöglichkeiten. „Ich freue mich sehr, dass hier so ein Arbeitskreis installiert worden ist“, betont Werner, „denn hier in der Gemeinde Stockelsdorf gibt es viel mehr Künstler als man denkt. Manche stellen sogar in New York oder sonst wo aus, aber in Stockelsdorf sind sie nicht bekannt.“

Ratschlag von einem renommierten Künstler

Einer dieser renommierten Künstler aus Stockelsdorf ist auch zur Sitzung des Arbeitskreises gekommen: René Blättermann, der sich mit farbenfrohen Kunstwerken aus Glas – beispielsweise als Kirchen- oder Synagogenfenster – bereits einen Namen erarbeitet hat. Blättermann hat den Aufruf zur ersten Zusammenkunft des Arbeitskreises in der Zeitung gelesen, deswegen sei er gekommen. „Ich ich habe mich gefragt, was das bedeuten soll“, so Blättermann. Den Zweck erklärt Krei so: Es gehe nicht in erster Linie darum, externe Künstler nach Stockelsdorf zu holen, sondern Künstler aus Stockelsdorf ans Licht zu holen und ihnen eine Plattform zur Darstellung ihrer Kunst zu schaffen. Ziel sei es, eine Kulturszene in Stockelsdorf zu etablieren. Eine Sache stelle Gordon Krei dabei aber gleich klar: „Es hat keinen Sinn, einen Mitarbeiter von der Verwaltung in den Arbeitskreis reinzuholen, denn die haben schon genug zu tun.“ Wichtig sei aber, alle Kunst- und Kulturrichtungen anzusprechen, so Krei. Maler, Musiker, Fotokünstler, Literaten, Modegestalter, Bildhauer, Sänger und natürlich auch -innen. „Das Alter ist egal“, betont Krei, der sich darüber freuen würde, wenn auch ein paar „ganz Junge“ beim Arbeitskreis mitmischen oder sich überhaupt als Künstler zu erkennen geben würden. Krei wisse von zwei, drei Stockelsdorfern, die ihr Musik-Hobby so professionell betreiben, dass sie sich in ihrem Haus ein komplettes Tonstudio eingerichtet haben. „Doch die kennt man so nicht“, erklärt Krei, „aber wenn wir in Stockelsdorf eine Plattform schaffen, wo sich solche Leute präsentieren können, dann ändert sich das.“

Meldung per Mail zur Bestandsaufnahme

René Blättermann hat die grobe Richtung des Arbeitskreises so verstanden: „Der Arbeitskreis hebe die Schätze vor Ort und lasse sie glänzen.“ Blättermanns Hinweis ist, dass zuerst Klarheit über das Ziel herrschen müsse. „Ziele sind am Anfang Weichbilder. Von da arbeitet man sich runter zu dem, was alles erforderlich ist.“ Ein Ziel, so Blättermann, sollte so konkret wie möglich sein, „weil sich sonst Diskussionen oft wiederholen“. Und er gibt Krei und Co folgenden Rat mit auf den Weg: „Dass der Arbeitskreis die Erwartungen von den Künstlern abholt. Denn nicht die Mitglieder vom Arbeitskreis wissen, was die Künstler wollen.“

Deshalb soll die erste Maßnahme des Arbeitskreises eine Bestandsaufnahme sein, so Krei. Alle Künstler(-innen) aller Richtungen werden gebeten, sich unter der Mail-Adresse kulturstodo@gmx.de zu melden, „möglichst mit einer kurzen Vita“.

Doreen Dankert

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