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Ostholstein Ausgebüxt: Zwei weiße Pfauen spazieren durch Eutin-Fissau
Lokales Ostholstein Ausgebüxt: Zwei weiße Pfauen spazieren durch Eutin-Fissau
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16:04 05.07.2019
Die Tiere spazieren unbeirrt durch Gärten und picken Samen und Würmer auf. Quelle: Maike Wegner
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Eutin

Zwei ungewöhnliche Besucher spazieren seit rund einer Woche durch Eutin-Fissau. Die weißen Pfauen stolzieren auf der Straße, über Höfe und durch Gärten. Sie picken Blumensamen aus Beeten, fressen Erdbeeren von den Sträuchern und erkunden die Umgebung. Und sie ziehen damit die Blicke von Anwohnern und Touristen auf sich. Mittlerweile ist zumindest klar, woher die Tiere kommen. Denn hinter ihnen liegt bereits ein ordentlicher Weg. Die Pfauen leben eigentlich auf einem Hof in Kirchnüchel im Kreis Plön – Luftlinie rund sieben Kilometer von Eutin-Fissau entfernt. „Wir haben sehr viele Pfauen, alle leben frei“, erzählt ihr Besitzer. „Vor rund zehn Tagen waren die beiden Weißen dann weg.“

Ein großer Ausflug

Weil die anmutigen und schneeweißen Weibchen sehr auffällig sind, lässt sich ihr Weg gut verfolgen. Über Benz bei Malente sind sie Anfang der Woche nach Fissau gekommen. Zu Fuß, vermutet ihr Besitzer. Denn Pfauen können zwar fliegen, allerdings nicht hoch und auch nicht weit. Mehrere Einfangversuche scheiterten. Trotzdem: Wer die Tiere sieht, wird gebeten, das Eutiner Tierheim unter der Telefonnummer 045 21/736 44 zu informieren. Die Besitzer kommen dann und versuchen die Tiere einzusammeln.

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Tierheim leitet Hinweise weiter

Im Tierheim weiß man bereits Bescheid. „Die Pfauen lassen sich allerdings schwer einfangen“, erzählt Vanessa Buran. „Meist sind sie in der Dunkelheit unterwegs. Wir informieren bei Sichtung aber sofort den Besitzer.“ Der hat zumindest in der Theorie schon einen Plan, wie es dann weitergeht: „Am besten wäre es, die Tiere in einen Stall oder ähnliches zu locken, damit sie sich nicht in die Höhe entfernen können“, sagt er. In der Nacht können die Pfauen übrigens auch auf Dächern oder in Bäumen zu finden sein, weil sie dort einen sicheren Schutz vor dem Fuchs finden.

Maike Wegner