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Ostholstein Neuer Service für Autofahrer: Per Handy-App fürs Parken bezahlen
Lokales Ostholstein Neuer Service für Autofahrer: Per Handy-App fürs Parken bezahlen
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18:39 16.05.2019
Kleingeld vergessen? Kein Problem, sagt Philipp Zimmermann (vorne). Der Handyapp-Befürworter hat mit Bürgermeister Carsten Behnk das bargeldlose Parkticket in Eutin eingeführt. Quelle: Saskia Bücker
Eutin

Simon Jahn kennt seine Pappenheimer. „Ich sehe jeden Morgen die Leute, die ihr Auto schnell in der Innenstadt parken und dann zur Arbeit hetzen“, erzählt der Verkehrsüberwacher in Eutin. Mit dem Parken soll es bekanntermaßen schnell gehen. Umso ärgerlicher, wenn Autofahrer am Automaten stehen und das passende Kleingeld fürs Parkticket nicht parat haben. Jahn glaubt: „Es ist ein guter Service für Autofahrer, das Ticket auch per App zu ziehen.“ Seit Montag geht das in Scharbeutz, seit Donnerstag auch in Eutin – bargeldlos den Parkschein am Handy kaufen.

Philipp Zimmermann hat die Idee in die Kreisstadt gebracht. Mit seiner Initiative „smartparking“ will der stellvertretende Geschäftsführer die digitale Parkraumbewirtschaftung in ganz Deutschland populärer machen. Große Städte wie Hamburg und Berlin, aber auch Kiel, Bad Oldesloe und Lübeck haben das bargeldlose Parken schon vor einigen Jahren eingeführt. Nun kommt der Trend auch nach Ostholstein.

Handyparken in Eutin: Autofahrer hat sechs Apps zur Auswahl

Und so funktioniert es: Der Autofahrer lädt sich eine der sechs verschiedenen App-Anbieter auf das Smartphone, zum Beispiel „EasyPark“, „ParkNow“ oder „Park and Joy“. Sie unterscheiden sich im Preis und im Service. Manche sind kostenfrei, andere zeigen gegen einen Aufpreis beispielsweise freie Parkplätze im Stadtgebiet an. Wer seine Parklücke gefunden hat, checkt sich über die App mit der jeweiligen Parkzonen-Nummer oder über die GPS-Ortung ein und gibt eine vorläufige Parkdauer an. Wer kein Smartphone hat, kann auch per Anruf oder SMS einchecken. Die Telefonnummern und Parkzonen sind auch an den Parkautomaten zu finden.

Sticker an den Parkautomaten in der Eutiner Innenstadt machen auf die Parkschein-Apps aufmerksam und zeigen die Parkzonen-Nummer an. Quelle: Saskia Bücker

Die Vorteile laut Zimmermann: Parken mit dem Handy klappe ohne Münzgeld, der Gang zum Automaten werde gespart und es werde exakt auf die Minute abgerechnet. So entfallen unliebsame Überbezahlungen und Verwarngelder, wenn man doch länger als erwartet unterwegs ist. „Denn dann bekommt der Autofahrer automatisch eine Benachrichtigung aufs Handy und kann die Parkdauer mit dem Smartphone verlängern“, erklärt Zimmermann.

Verkehrsüberwacher Simon Jahn kann an seinem Diensthandy überprüfen, ob ein Autofahrer online einen Parkschein gezogen hat. Quelle: Saskia Bücker

Woher aber weiß Simon Jahn, ob ein Autofahrer einen Parkschein mit dem Smartphone gezogen hat? Er gebe das Autokennzeichen in sein zentrales Online-System am Diensthandy ein, erklärt der Verkehrsüberwacher. Das erkenne dann, ob jemand online eingecheckt hat. „Ein Mehraufwand ist das für mich nicht“, berichtet Jahn, der vor dem Start des neuen Parkangebots schon einmal die neue Anwendung getestet hat.

Autofahrer zahlt Zusatz-Gebühr für digitalen Parkschein

Auch auf die Stadt kommen mit der Einführung des Handyparkens kein Mehraufwand und keine Kosten zu, betont Zimmermann. Für den zusätzlichen Service zahlt allerdings der Autofahrer selbst: „Die Anbieter erheben unterschiedlich hohe Zuschläge auf die kommunale Parkgebühr.“ Das könnten zwischen zehn und 30 Cent pro Parkvorgang sein. Manche Apps hätten aber auch Bezahl-Abonnements.

Ganz ohne Bargeld geht es aber nicht. „Die Parkschein-Automaten bleiben parallel in Betrieb“, sagt der Eutiner Bürgermeister Carsten Behnk. Handyparken sei ein zusätzlicher Service für die Bewohner der Stadt – und auch die Touristen, die nach Eutin kommen. Er hoffe auf positive Resonanz für das neue Angebot.

Handyparken: Über 90 Städte dabei

In bundesweit über 90 Städten lassen sich Tickets mit dem Smartphone lösen, sagt die Initiative „smartparking“. In Schleswig-Holstein beteiligt sind zum Beispiel Lübeck und Kiel, in Ostholstein Timmendorfer Strand, Heiligenhafen und neuerdings auch Scharbeutz und Eutin.

Einen Überblicküber die teilnehmenden Städte in ganz Deutschland gibt es auf folgender Internetseite: www.smartparking.de/fuer-verbraucher

Saskia Bücker

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