Bad Schwartau: Das sind die Pläne für das neue Gymnasium am Mühlenberg
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Ostholstein Bad Schwartau: So sieht das neue Gymnasium am Mühlenberg aus
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Bad Schwartau: Das sind die Pläne für das neue Gymnasium am Mühlenberg

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09:00 26.12.2020
Die Frontansicht auf das neue Gymnasium am Mühlenberg (GaM) an der Ludwig-Jahn-Straße in Bad Schwartau.
Die Frontansicht auf das neue Gymnasium am Mühlenberg (GaM) an der Ludwig-Jahn-Straße in Bad Schwartau. Quelle: efs-architekten
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Bad Schwartau

Es ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte der Stadt Bad Schwartau. Rund 30 Millionen Euro wird der Neubau des Gymnasiums am Mühlenberg (GaM) kosten. Der Vertrag mit dem Bauunternehmen Otto Wulff wurde im Oktober unterzeichnet. Die öffentliche Präsentation der Neubau-Pläne musste wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Die Lübecker efs-Architekten Tobias Engelhardt, Georg Feyerabend und Rainer Sippel erklären das Bauvorhaben.

Die Lübecker Architekten Tobias Engelhardt, Georg Feyerabend und Rainer Sippel (v. l.) haben das neue Gymnasium am Mühlenberg (GaM) geplant. Quelle: Sebastian Prey

Dreistöckiger Quaderbau mit Ziegelfassade

Der Baukörper: Das Gebäude wird auf dem jetzigen südlichen Pausenhof der Schule errichtet. Der dreistöckige Quaderbau ist schlicht gehalten und wird eine Ziegelfassade erhalten. „Bei der Wahl der Fassade haben wir uns an den Mensa-Bau orientiert, der in seiner jetzigen Form bestehen bleibt“, sagt Tobias Engelhardt. Der neue Komplex, der nun im rückwärtigen Bereich des Schulgeländes entsteht, soll über ein Dach mit der GaM-Mensa im vorderen Bereich verbunden werden.Damit der Bau nicht klobig wirkt, wird die Fassade neben vielen Fenstern und einem großen Entree aus Glas um farbige Fassadentafeln ergänzt.

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Aula bietet Platz für 700 Besucher

Das Erdgeschoss: Der Eingangsbereich der Schule wird großzügig gestaltet. Wer das GaM betritt, kommt zunächst in die Aula – eine große Fläche von 360 Quadratmetern mit einer Bühne. Die multifunktionale Aula bietet Platz für rund 700 Besucher. Das Erdgeschoss ist als halböffentlicher Bereich vorgesehen. Hier wird die Verwaltung mit Sekretariat, Lehrer- und Sprechzimmer einziehen. Zudem gibt es einen Ganztagesbereich mit Kiosk, Spiel- und Unterhaltungsmöglichkeiten sowie einen Hausaufgabenbereich. Neben einem Technikraum befinden sich dort auch Kunst- und Musikräume.

Außerdem gibt es einen verglasten Innenhof, der als Ruhezone oder auch als Veranstaltungsfläche genutzt werden kann. Durch das Atrium wird sichergestellt, dass das gesamte Gebäude mit viel Tageslicht durchflutet wird. Architekt Feyerabend: „Das ist kein verschenkter, sondern ein geschenkter Raum.“

Differenzierräume vom Flur einsehbar

Das erste Obergeschoss: Es ist die Heimat für die Schüler der Unter- und Mittelstufe. Von einer Galerie aus gibt es einen freien Blick in die Aula. Neben 20 Klassenräumen mit einer Größe von rund 65 Quadratmetern gibt es auch Gruppen- und Differenzierräume, die vom Flur mit Glasscheiben einsehbar sind. Die Flure sollen nicht nur dazu dienen, von A nach B zu kommen. „Sie sind auch als ein Lebensraum mit Aufenthaltsqualität konzipiert“, sagt Planer Rainer Sippel.

Der Neubau des Gymnasiums am Mühlenberg ist mehr als nur ein Lernort – Die Planer wollen, dass sich Schüler, Lehrer und Besucher in der Schule wohlfühlen

Fachräume im Obergeschoss

Das zweite Obergeschoss: Neben elf Klassenräumen für die Oberstufe sind auf dieser Etage auch ein Selbstlernzentrum und eine Bibliothek untergebracht. Zudem werden dort neun Fachräume für Biologie, Physik, Chemie und Informatik untergebracht. Die Fachräume werden jeweils eine Größe von rund 80 Quadratmetern haben.

Außengelände mit Kleinspielfeld und Ruhezonen

Bauzeitplan: Im Februar 2021 wird der Bauantrag eingereicht. Im Mai ist die Einrichtung der Baustelle geplant. Der Baubeginn ist für Juli vorgesehen. Nach einem Jahr Bauzeit sollen Schüler und Lehrer im Sommer 2022 das neue GaM beziehen können. In der Folge steht der Abriss des alten Gebäudes an.

Auf der freien Fläche entsteht ein weitläufiges Außengelände mit Kleinspielfeld, vielen Ruhezonen und hoher Aufenthaltsqualität. Die Fertigstellung der repräsentativen Außenanlagen ist für Sommer 2023 vorgesehen. Nach den Bauarbeiten folgt noch die Wiederherstellung des benachbarten Sportplatzes, der für die gesamte Bauzeit nur sehr eingeschränkt genutzt werden kann. Große Flächen des Sportplatzes werden für die Baustellen-Einrichtung und als Lagerplatz benötigt. Laut Bauzeitplan könnte das gesamte Vorhaben Ende 2023 abgeschlossen sein.

Diese Firmen sind beteiligt. Das Hamburger Bauunternehmen Otto Wulff zeichnet für das Vorhaben verantwortlich. Geplant wurde der Neubau von den efs-Architekten aus Lübeck. Mit dabei sind auch das Büro für Landschaftarchitektur Munder + Erzepky aus Hamburg, Schreyer Ingenieure aus Bad Oldesloe, btPlanung aus Brande-Hörnerkirchen.

Von Sebastian Prey