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Ostholstein Pfefferspray-Einsatz am Bad Schwartauer Bahnhof
Lokales Ostholstein Pfefferspray-Einsatz am Bad Schwartauer Bahnhof
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11:58 05.08.2019
Am Bahnhof in Bad Schwartau kam es am Sonntagmorgen zu einem Einsatz wegen eines renitenten Reisenden (Symbolfoto). Quelle: Prey
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Bad Schwartau

Ein renitenter Fahrgast des Regionalexpresses konnte am Sonntagmorgen um kurz nach 8 Uhr nur von der Bundespolizei gebändigt werden. Der 22-jährige Mann sollte in Bad Schwartau den Zug verlassen, weigerte sich aber beharrlich und wurde sogar aggressiv.

Dem Lokführer Schläge angedroht

Der Mann hatte nach Angaben der Bundespolizei bereits am Haltepunkt Timmendorfer Strand Fahrgäste belästigt. Er wollte sie am Einsteigen hindern und schrie laut herum. Gegenüber einem Mitreisenden äußerte er sich abfällig über Ausländer. Als der Triebwagenfahrer den Mann des Zuges verweisen wollte, drohte dieser ihm Schläge an.

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Auf der Weiterfahrt in Richtung Bad Schwartau bat der Lokführer um Unterstützung durch die Bundespolizei. Als die Beamten eintrafen und den 22-Jährigen aufforderten, den Zug zu verlassen, schrie dieser weiter herum und weigerte sich. Die Bundespolizisten wollten den Mann mit einfacher körperlicher Gewalt aus dem Zug bringen, dabei leistete er massiv Widerstand, so dass die Beamten Pfefferspray einsetzten. Einer der Zeugen unterstützte die Beamten bei der zwangsweisen Durchsetzung der polizeilichen Anordnungen.

1,64 Promille Alkohol im Blut

Die Bundespolizisten fuhren mit dem jungen Mann, der deutlich nach Alkohol roch, in die Dienststelle an der Schwartauer Landstraße. Dort wurden als Erste-Hilfe-Maßnahme die vom Pfefferspray gereizten Augen gespült. Da der Mann nach Alkohol roch und nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sein Verhalten auf zusätzlichen Drogeneinfluss zurückzuführen war, wurde eine richterliche Anordnung für eine Blutprobe eingeholt und diese entnommen. Ein Atemalkoholtest ergab 1,64 Promille.

Anschließend durfte der 22-Jährige, nachdem sich seine Adrenalinzufuhr offensichtlich auf ein Normalmaß reduziert hatte, die Dienststelle der Bundespolizei verlassen.

sas