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Ostholstein Bahn lenkt ein: Ab Montag fahren Züge wieder regulär
Lokales Ostholstein Bahn lenkt ein: Ab Montag fahren Züge wieder regulär
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13:08 20.10.2018
Ab Montag sollen die Züge aus Lübeck in Richtung Ostholstein wieder regulär fahren. Quelle: Wolfgang Maxwitat
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Fehmarn/Eutin

Seit Anfang September waren auch in Ostholstein immer wieder Regionalzüge aus Mangel an Lokführern ausgefallen. Umgehend gab es in Ostholstein einen Sturm des Protestes von betroffenen Pendlern. Dann verabschiedete der Kreistag am 25. September auf Bestreben der SPD-Fraktion einstimmig eine Resolution, in der die Deutsche Bahn aufgefordert wurde, den regulären Zugbetrieb wiederherzustellen (die LN berichteten).

Jetzt will die Deutsche Bahn am kommenden Montag einige Verbindungen im Regionalverkehr wieder aufnehmen. Das betrifft besonders die Früh- und Abendzüge zwischen Puttgarden und Lübeck, Neustadt und Lübeck sowie Lübeck und Lüneburg. Offen ist allerdings, ob auch die Strecke Lübeck–Kiel wieder betrieben wird.

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SPD-Fraktionschef Burkhard Klinke sprach am Freitag von einem großen Erfolg für die Politik: „Die Bahn-Signale stehen für die Pendler wieder auf Grün“, sagte Klinke. Der ostholsteinische Kreistag habe mit der einstimmig verabschiedeten Resolution zu den Zugausfällen in Ostholstein großen politischen Druck aufgebaut – auf die DB Regio, die Deutsche Bahn, aber auch auf die Landesregierung, -fraktionen und Bundestagsabgeordnete.

Pendler mussten aufs Auto umsteigen

Klinke erinnerte daran, dass die Deutsche-Bahn-Tochter DB Regio Ende August beschlossen hatte, aufgrund eines Mangels an Triebfahrzeugführern diverse Fahrten in Schleswig-Holstein planmäßig bis auf Weiteres entfallen zu lassen. Dieses betraf besonders die morgendlichen Verbindungen. In Ostholstein waren die Fahrten der Verbindungen RB 85 (Lübeck–Neustadt–Fehmarn) und RB 84 (Lübeck–Kiel) betroffen. Beide Frühzüge um 5.19 Uhr und 6.20 Uhr fielen aus. Pendler, die von Fehmarn in Richtung Lübeck mit dem Zug fuhren, mussten aufs Auto umsteigen oder sich Fahrgemeinschaften suchen.

Betroffen waren aber auch viele Lübecker, die täglich über Eutin nach Kiel müssen. Unter ihnen auch der SPD-Kreisvorsitzende und Kreistagsabgeordnete Niclas Dürbrook (38), der im Rahmen der Kreistagssitzung massiv gegen die DB-Entscheidung protestierte und die Abgeordneten aller Fraktionen zur Geschlossenheit aufrief – mit Erfolg. Einstimmig wurde eine Resolution gegen die Einstellung der Regio-Züge auf den Weg gebracht.

Triebfahrzeugführer kurzfristig rekrutiert

Die Bahn konnte nach eigenen Angaben kurzfristig Triebfahrzeugführer rekrutieren und will nun einige der landesweit entfallenen Zugverbindungen wieder aufnehmen. Die SPD fordert die DBRegio auf, ihre „selbstverschuldete Personalpolitik“ schnellstens zu ändern, eine Ausbildungsoffensive zu starten, damit sich diese Situation der Zugausfälle nicht wiederholt, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Louis Gäbler

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