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Ostholstein Bahn reagiert auf Sundkritik
Lokales Ostholstein Bahn reagiert auf Sundkritik
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20:10 26.03.2018
Fehmarn

Die SPD-Bundestagsabgeordnete aus Ostholstein hatte am Freitag gewarnt: „Eine verschleppte Instandsetzung der Fehmarnsundbrücke vergrößert die Schäden“. Zuvor hatte der Bundesrechnungshof einen vom Bundesverkehrsministerium vorgelegten Bericht heftig gerüffelt. Außerdem hatte sich der Rechnungsprüfungsausschuss – dessen Vorsitzende Hagedorn bis zu ihrer Ernennung zur Staatssekretärin war – bereits zum 17. Mal sehr kritisch zur Schienenanbindung und Sundquerung geäußert. Der Hauptkritikpunkt aus Sicht Hagedorns: Die Ergebnisse der Seilprüfung sowie die Korrosionsschutzplanung verschöben sich von Ende 2017 auf voraussichtlich Ende Juni 2018.

„Wir können die Äußerungen von Frau Hagedorn nicht nachvollziehen, da wir unseren Bericht alle vier Monate modifiziert und alle Verzögerungen begründet haben – zuletzt am 1. März“, reagierte Mantik.

Zudem seien nicht alle Kritikpunkte zutreffend. So würde das Gutachten zum defekten Tragseil im Mai vorliegen. Und der Auftrag zur Materialprüfung sei bereits im Herbst 2017 erfolgt.

Die LN haben über Änderungen im Zeitplan bereits Ende Januar exklusiv berichtet. DB-Projektleiter Bernd Homfeldt stellte damals bis zum Sommer eine Entscheidung darüber in Aussicht, ob noch weitere defekte Tragseile ausgetauscht werden müssen. Der Hauptgrund: Eine Begutachtung der Seilenden sowie deren Verankerung in den Seilkästen seien sehr aufwendig, weil dafür alle Seilkästen von einem Gerüst geöffnet werden müssten.

gjs