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Ostholstein Sundbrücke: Bahn stellt mögliche Varianten vor
Lokales Ostholstein Sundbrücke: Bahn stellt mögliche Varianten vor
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10:05 22.11.2018
Bleibt die Fehmarnsundbrücke? Zurzeit werden verschiedene Varianten für eine zukünftige Querung geplant. Quelle: SCHWENNSEN
Großenbrode/Fehmarn

Was wird aus dem „Kleiderbügel“? Die Zukunft der Fehmarnsundbrücke ist nach wie vor unklar. Bahn und Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr haben jetzt in Großenbrode verschiedene Varianten für eine erweiterte Querung vorgestellt, die im Zuge der Anbindung zur festen Beltquerung nötig wird. Vier Alternativen sollen untersucht werden; für jede davon werden sowohl der Rückbau als auch ein möglicher Erhalt der Bestandsbrücke geprüft.

Die 55 Jahre alte Fehmarnsundbrücke sei ein Wahrzeichen für die Region, betonten die Vertreter der Bahn, sie werde aber „den künftigen Anforderungen an einen modernen Schienenverkehr nicht mehr gerecht“. Insofern soll das derzeitige Bauwerk, falls es stehen bleibt, zu einer Brücke für Autos, Fußgänger und Radfahrer umfunktioniert werden.

Sommer 2019 fällt Entscheidung

Nach Angaben der Bahn sollen alle Varianten – darunter kombinierte und auch für Straße und Schiene getrennte Brücken- oder Tunnellösungen – „ergebnisoffen und unabhängig voneinander“ geplant werden, und zwar mit verschiedenen Trassenverläufen. Für alle Möglichkeiten wurden bestimmte Korridore festgelegt, innerhalb derer gebaut werden könnte. Bis zum Frühjahr 2019 soll zunächst für jede der vier Varianten die beste Lösung gefunden werden, eine Entscheidung für die generelle Vorzugsvariante soll voraussichtlich erst im Sommer 2019 fallen.

Im Raum stehen derzeit ein Brückenneubau für Schienen- und Straßenverkehr, der Bau von zwei getrennten Brücken für Bahn und Autos, ein kombinierter Absenktunnel und ein Bohrtunnel mit mindestens vier Röhren. Mit jeder Alternative – einschließlich der Verstärkung der aktuellen Brücke – würden sich andere Planer befassen, um einer späteren Entscheidung für oder gegen eine Lösung nicht vorzugreifen. Damit die Wahl der Vorzugsvariante so objektiv wie möglich gestaltet werde, sei auch dieser Auftrag ausgeschrieben worden, erläuterten die Fachleute. Eine externe Beratungsgesellschaft werde alle Alternativen bewerten.

Verkehrslärm wird befürchtet

Auf Fehmarn gibt es vor allem mit Blick auf den Verkehrslärm Befürchtungen. Die allgemeine Sorge: Bei einer neuen Trassenführung oder gar zwei voneinander getrennten Bauwerken für Züge und Autos könnten mehr Haushalte betroffen sein als bisher. Auch für Großenbrode würde sich die Situation je nach Verlauf der zukünftigen, ausgebauten B 207 unterschiedlich darstellen. Die Gemeinde hat eine Resolution für einen Absenktunnel verabschiedet. Die Stadt Fehmarn hatte sich zunächst ebenfalls für einen Tunnel ausgesprochen, lässt die Entscheidung aber inzwischen offen. Wichtig ist ihr, dass auch Fußgänger, Radfahrer und landwirtschaftliche Fahrzeuge weiterhin über den Sund kommen.

Für die jetzige Sundbrücke wird laut Bahn derweil das Instandhaltungsprogramm fortgesetzt. Dazu gehört unter anderem der Austausch von sieben Tragseilen in den kommenden drei Jahren. Im Rahmen der Arbeiten müsse mit verkehrlichen Beeinträchtigungen gerechnet werden. Einzelheiten will die Bahn im kommenden Jahr bekannt geben, bevor die ersten Maßnahmen beginnen.

Alle Infos rund ums Projekt gibt es auf der Internetseite www.anbindung-fbq.de

Jennifer Binder

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