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Ostholstein Bahn will Betontrog bei Sierksdorf: Gemeinde fordert lange Steilwand
Lokales Ostholstein Bahn will Betontrog bei Sierksdorf: Gemeinde fordert lange Steilwand
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19:08 13.08.2019
Die Bahn will bei Roge einen Trog bauen. Quelle: Sebastian Rosenkötter
Sierksdorf

Die geplante feste Fehmarnbeltquerung wird sich auch auf den Trassenverlauf der Bahn durch den Kreis Ostholstein auswirken. Das ist bekannt. Neu ist, dass die Züge unweit von Neustadt durch eine Art Trog fahren sollen. Bahnsprecher Peter Mantik informierte jetzt, dass unterhalb von Roge (Gemeinde Sierksdorf) parallel zur Autobahn eine 150 Meter lange Betonwanne vorgesehen sei.

„Wir haben ein hydrologisches Gutachten erstellen lassen und uns deshalb für diese Variante entschieden“, sagt Mantik. Hauptgrund für den angedachten Bau sei das Grundwasser. Es gelte zu verhindern, dass die Schienen unterspült würden. „Der Boden besteht aus Geschiebemergel“, verdeutlicht der Bahnsprecher.

Brunnen sollen geschützt werden

Mit dem Bauwerk solle verhindert werden, dass sich die Grundwasserfließrichtung durch die Konstruktion für die Schienenanbindung verändert. Eben dies sei beim Erstellen der Autobahn geschehen. „In der Gemeinde gibt es viele Brunnen. Einige sind nach dem A-1-Bau ausgetrocknet, andere haben nicht mehr so viel Wasser wie zuvor gebracht“, führt Mantik aus.

Wie teuer die Betonwanne werde, sei aufgrund der technisch aufwendige Bauweise noch offen. Grundstückseigentümer – kündigt der Bahnsprecher an – würden frühzeitig informiert. Fest stehe, dass der Trog in die Planungsunterlagen aufgenommen werde und somit Teil der öffentlichen Auslegung werde. Diese soll es spätestens im Jahr 2020 geben.

Etwa 800 Meter von Troglösung ausgenommen

Der Sierksdorfer Bürgermeister Bernhard Markmann (FWV) bestätigt die umfangreichen Bohrungen für das hydrogeologische Gutachten. „Es wurde Wasser abgepumpt und gemessen, ob ein Verbundsystem besteht“, erklärt er. Eben dies sei im Bereich der Neustädter Straße der Fall. Den Vorstoß der Bahn bewertet Markmann positiv. Jedoch: „Wir haben ja für den gesamten Bereich von der Autobahnbrücke in Höhe Neustadt-Zentrum bis zur Neustädter Straße eine einseitige Steilwand in Richtung Roge gefordert und für den Rest der Strecke bleibt diese auch bestehen.“ Dies sind immerhin rund 800 Meter.

Von Sebastian Rosenkötter

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