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Ostholstein Barefoot-Hotel: Willkommen bei Til Schweiger
Lokales Ostholstein Barefoot-Hotel: Willkommen bei Til Schweiger
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23:24 27.05.2017
Kam, um seinem Freund Til Schweiger zu gratulieren: Schauspieler Heiner Lauterbach. Quelle: Maxwitat
Timmendorfer Strand

Drei Tage zuvor herrscht an der Schmilinskystraße noch hektische Betriebsamkeit. Handwerker, Baustellenlärm, Anlieferungen – im Barefoot wird unter Hochdruck gearbeitet. Und während ein Fotografenteam seinen Geschäftspartner Til Schweiger werbewirksam in Szene setzt, steht mittendrin einer, der strahlt: Mirko Stemmler. Der gelernte Hotelfachmann hatte in einem Interview gelesen, „dass Til Schweiger gern einmal ein Hotel einrichten würde“, erzählt Stemmler, dessen Karriere vor mehr als zwei Jahrzehnten in Timmendorfer Strand begann. So kam der Kontakt zwischen beiden vor gut zwei Jahren zustande.

Klicken Sie hier, um zahlreiche Eindrücke von der Eröffnungsgala des Barefoot-Hotels in Timmendorfer Strand zu sehen.

Mittlerweile sind sie einander „sehr freundschaftlich“ verbunden, „wir ergänzen uns sehr“. Aus dem alten Hotel Meridian entstand das neue Barefoot. „In nur acht Monaten Bauzeit haben wir aus einem hässlichen Entlein ein tolles Hotel kreiert, das ist Rekord“, sagt Stemmler erfüllt von „Freude und Stolz“. Und Til Schweiger ergänzt: „Wenn Du’s mit eigenen Augen siehst – es ist wunderschön.“ 

Mehr lesen: Barefoot-Hotel: Ansturm zur Eröffnungsgala

Dabei hatte der namhafte Künstler, der mit seinem 2014 gegründeten Unternehmen Barefoot-Living nicht nur Mode, Möbel und Wohnaccessoires im Schweiger-Stil anbietet, Schwierigkeiten sich vorzustellen, dass aus dem klotzigen Gebäude ein charmantes Hotel in der Art US-amerikanischer Ostküstenhäuser werden könnte. „Unmöglich“, dachte er zunächst. Doch Mirko Stemmler sei nicht nur vom Fach, sondern auch sehr überzeugend gewesen. Da stand für Til Schweiger fest: „Ich vertrau’ dem.“

Jetzt prangt über dem Hoteleingang das Barefoot-Living-Logo, ein stilisierter Vogel, und das ganz in hellen Tönen gehaltene, lichtdurchflutete Haus trägt von der Lounge übers Restaurant bis zu den Zimmern und Suiten die Handschrift Til Schweigers. Ob Tische, Stühle oder Wandpaneele, alles wurde extra angefertigt. Bevorzugtes Holz der schnörkellos-schönen Einrichtung ist Eiche. Polster und Sitzkissen sind in Sandtönen gehalten. Wo einst das Schwimmbad war, ist vor einem großen Kamin eine einladende Sitzfläche entstanden. Auch das neue Hotel bekommt einen Spa- und Fitnessbereich, der aber erst Mitte Juli fertig sein wird. Dieses Haus, so Stemmler, setze Maßstäbe. „Auf eine Klassifizierung haben wir verzichtet, die Marke steht für sich.“

Preise

Investor des Barefoot ist die Jasika-Hotelgesellschaft. Übernachtungen kosten zwischen 90 und 300 Euro. Til Schweiger für zu Hause gibt es im hoteleigenen Barefoot-Living-Shop.

An den Wänden finden sich ganz persönliche Dinge des Schauspielers. Aufnahmen von Filmarbeiten ebenso wie aus dem Familienalbum. Neben einem schönen Bild seiner Mutter auch Kinderfotos von Til Schweiger. Es sei genauso geworden, wie die Männer es sich vorgestellt haben: „Eine zeitlose, dauerhafte Wohlfühlatmosphäre.“ Und obwohl man noch gar nicht in die Werbung gegangen sei, werde das Hotel bereits mit Anfragen überhäuft. „Über Pfingsten sind wir ausgebucht.“

Von Timmendorfer Strand selbst hat Til Schweiger noch nicht viel gesehen, Niendorf mit seinem Hafen aber gefällt ihm. „Ein Freund von mir lebt dort, den ich ab und an besuche.“ Wird sich das Barefoot eines Tages in Schweiger-Filmen finden? Der Vieltalentierte überlegt einen Moment: „Eher nicht, dann sagen manche Leute nachher, ich mach’ das nur deswegen mit dem Hotel.“ 
Til Schweiger genießt das Inspirierende seiner vielfältigen Arbeit. „Das ist immer positiver Stress, daraus schöpfe ich Kraft, das macht mir Freude.“ Müsste er sich dennoch für eins entscheiden, „würde ich nur noch Regie machen“. Bei den Dreharbeiten für seinen neuen Film steht er neben Samuel Finzi und Milan Peschel von Mitte August an in Berlin auch wieder selbst vor der Kamera. Dann geht’s um „drei Männer in der Midlife-Crisis“. Die, so der 53-Jährige, sei für ihn im wirklichen Leben kein Problem.

Martina Janke-Hansen