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Ostholstein Bau-Boom in Bosau: Die Gemeinde will wachsen
Lokales Ostholstein Bau-Boom in Bosau: Die Gemeinde will wachsen
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15:59 06.12.2019
Auf der grünen Wiese zwischen dem Edeka-Markt in Hutzfeld, der Hauptstraße und dem Brüggkamp soll ein Misch- und Gewerbegebiet entstehen. Quelle: Dirk Schneider
Bosau

Die Dorfschaften in der Gemeinde Bosau wollen wachsen. Diesen Eindruck vermittelte die jüngste Sitzung des Bauausschusses. Gleich sechs größere Bauvorhaben in Bosau, Braak, Hutzfeld und Kleinneudorf sowie die Erstellung eines städtebaulichen Konzeptes für das Bosauer Dorfzentrum brachten die Ausschussmitglieder auf den planerischen Weg.

Konkret zur Sache geht es dabei in Hutzfeld. Die Baulücke zwischen den Straßen Alte Mühle und Am Hang soll auf Basis des vor zweieinhalb Monaten vorgestellten Entwurfs geschlossen werden. Der Städteplaner Matthias Buckesfeld hatte skizziert, wie das zwei Hektar große Areal mit 30 Baugrundstücken erschlossen werden könnte. Der Ausschuss beschloss einen entsprechenden Bebauungsplan aufzustellen.

Gleiches Dorf, andere Baustelle: Die neu ausgewiesene Mischbaufläche nördlich des bestehenden Edeka-Marktes soll durch eine Gewerbefläche im östlich gelegenen Bereich erweitert werden. Zur Umsetzung dieses Projekts leitete der Ausschuss die Änderung des Flächennutzungsplanes ein.

Grünes Licht für Schwanensee-Umbau

Im Zentralort Bosau kann der künftige Eigentümer des Hauses Schwanensee sein Bauvorhaben auch ohne eine Änderung der Bauleitplanung umsetzen. Zusätzlich zur Modernisierung des gastronomischen Bereichs und einem Umbau des Appartementhauses möchte der Investor auf dem Seegrundstück einen dreigeschossigen Gebäudekomplex für neue Eigentumswohnungen errichten. „Der Investor ist nach der Präsentation seiner Baupläne auf unsere Kritik wegen der Größe und Breite eingegangen und hat entsprechende Änderungen vorgenommen“, sagte Bürgermeister Eberhard Rauch (CDU). Wegen dieser guten Zusammenarbeit verzichte der Ausschuss auf weitere Einspruchsmöglichkeiten, sodass einer Bauvoranfrage seitens der Gemeinde nichts mehr im Wege stehe. Der Umbau könnte damit im Herbst 2020 beginnen.

In der zweiten Reihe zwischen dem Haus Schwanensee und dem Bischofssee in Bosau soll ein Wohnblock entstehen Quelle: Dirk Schneider

Um derartige Entscheidungen künftig auf feste gestalterische Grundlagen stützen zu können, regten die Vertreter der Fraktionen von Grüne, SPD, FDP und Bürger für Bosau die Entwicklung eines städtebaulichen Konzepts für die Plöner Straße, den Gerold-Damm und den Bischof-Vicelin-Damm bis zum Helmoldplatz an. Die Verwaltung soll allerdings erst einmal durch Angebotsnachfragen die Kosten für eine derartige „Bauleitplanung“ durch einen externen Dienstleister ermitteln.

Noch 150 Wohneinheiten bis 2030

Ebenfalls eingeleitet wurde die Änderung des Bebauungsplans für Kleinneudorf, um dort zwei neue Baugrundstücke genehmigen zu können. Gleich zwei neue Wohnbaugebiete mit jeweils 18 Häusern könnten in Braak im Bereich Koppelsbarg sowie in Bosau am Bicheler Berg entstehen. Die Pläne, die erstmals zur öffentlichen Beratung vorgestellt wurden und nun in den weiteren Gremien diskutiert werden sollen, wurden von den Mitgliedern des Planungsausschusses „wohlwollend zur Kenntnis genommen“, sagte Rauch. „Bis 2030 stehen uns laut Landesplanung noch 150 Wohneinheiten zu, die wir zusätzlich ausweisen dürfen“, erläuterte Rauch. „Und dieses Kontingent möchten wir ausschöpfen.“

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Von Dirk Schneider

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