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Ostholstein K 43: Endlich wieder freie Fahrt auf Fehmarn
Lokales Ostholstein K 43: Endlich wieder freie Fahrt auf Fehmarn
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18:20 17.05.2019
Sie durchschnitten am Freitag das blaue Band und gaben nach fast dreijähriger Bauzeit die K 43 für den Verkehr frei: Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs (v.l.), Ostholsteins Landrat Reinhard Sager und Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber. Quelle: GÄBLER
Fehmarn

Sie ist eine der wichtigsten Straßen auf Fehmarn: die Kreisstraße 43. Am Freitag wurde die Verbindungsstraße zwischen der Stadt Burg und der Sundbrücke (ehemals „Blieschendorfer Allee“) für den Verkehr freigegeben. Insgesamt zweieinhalb Jahre lang war die vier Kilometer lange Strecke grundhaft saniert und verbreitert worden. Mit der Freigabe können Insulaner, Urlauber und regionale Wirtschaft sie nun wieder in vollem Umfang nutzen.

„Damit geht eine lange Geduldsprobe für viele Pendler und Urlauber auf Fehmarn zu Ende“, sagte Ostholsteins Landrat Reinhard Sager (CDU) bei der feierlichen Freigabe. „Der erste Spatenstich zum Ausbau war am 1. September 2016. Während der Hochsaison-Monate ruhten die Arbeiten jeweils“, erinnerte Sager. „Stand allerdings mal kein Bagger auf der Fahrbahn, wurde die Strecke auch gleich von Einheimischen als Abkürzung genutzt“, sagte Sager mit einem Schmunzeln.

Gegen Mittag gab Ostholsteins Landrat dann zusammen mit Verkehrs-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs und Jörg Weber, Bürgermeister der Stadt Fehmarn, die Stecke frei. Die insgesamt acht Millionen Euro teure Sanierung der Straße war seit September 2016 in insgesamt drei Bauabschnitten erfolgt. Das Land hat die Maßnahme mit knapp fünf Millionen Euro gefördert.

Nach den Worten von Rohlfs sei die K 43 die kürzeste Verbindung vom Festland zum Zentralort Burg auf Fehmarn und vor fast 100 Jahren die erste asphaltierte Straße auf Fehmarn gewesen. Er erinnerte daran, dass sich die K 43 zuletzt in einem Zustand befunden hatte, der durch Schlaglöcher, Wurzelaufbrüche, fehlende Entwässerungseinrichtungen und gefährliche Setzungen gekennzeichnet war.

„Mit der Sanierung, die wir mit Rücksicht auf den Tourismus nur in den Winterhalbjahren von 2016 bis 2018 vorgenommen haben, haben wir also vor allem ein großes Stück an Verkehrssicherheit gewonnen“, sagte Sager. Als besonders erfreulich bezeichneten es Landrat und Staatssekretär, dass auch der dritte und letzte Bauabschnitt fristgerecht fertiggestellt werden konnte. „Die Straße entspricht nun nicht nur einem hohen Standard in Sachen Verkehrssicherheit, sondern auch bei Fahrkomfort und Nachhaltigkeit“, so Rohlfs.

546 Mehlbeer-Bäume rahmen den Radweg ein

Neben einer Tiefensanierung wurde die Straße von ursprünglich 5,20 Meter auf 6,50 Meter Breite ausgebaut. Rohlfs: „Das wird dazu führen, dass sich nun auch größere Fahrzeuge wie Busse oder Landmaschinen gefahrlos begegnen können.“ Der parallel ebenfalls neu gebaute Radweg wurde in einer Breite von 2,50 Meter angelegt. Insgesamt 546 Mehlbeer-Bäume werden den Radweg einrahmen.

Vertreter des Landes, des Kreises, der Stadt Fehmarn, des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr, der bauausführenden Firma AMW Eutin trafen sich zur Freigabe der K 43 auf Fehmarn. Quelle: GÄBLER

Landrat Sager dankte der Stadt Fehmarn für die umfassende Unterstützung, den Landeigentümern für die Bereitstellung von Flächen und dem Land für die Zusammenarbeit sowie für die Förderung des Projekts. Alle drei Bauabschnitte wurden durch die Firma AMW Stamer termingerecht hergestellt. Die Planung und Überwachung des Vorhabens oblag dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) in Lübeck.

Topfgucken im Anschluss an die Freigabe der K 43 auf Fehmarn. Für Ostholsteins Landrat Reinhard Sager und Verkehrs-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs (r.) gab es im Anschluss deftige Gulaschsuppe. Quelle: GÄBLER

Louis Gäbler

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