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Ostholstein Neues Abenteuergelände für die Pfadfinder
Lokales Ostholstein Neues Abenteuergelände für die Pfadfinder
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14:17 02.05.2019
Mit einer Kanu-Regatta wurde das neue Abenteuergelände der Gruber Pfadfinder eingeweiht. Pastor Arne Spießwinkel (früher in Grube), Fritz Bormann (Kirchengemeinde) und Pastor Rüdiger Fuchs (v.l .) zeigen vollen Einsatz. Quelle: Heinen/HFR
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Grube

 Mehr als 400 Besucher haben sich entlang des neuen „Geusen“-Kanals der Pfadfinder in Grube verteilt. Lautstark feuern sie die Dreier-Teams in ihren Kanus an. Die Regatta war Teil des 35. Pfadfindertags und der offiziellen Eröffnung des 3,2 Hektar großen, neuen Abenteuergeländes.   

„Es ist beeindruckend, wie sich die Jugend hier eingebracht hat“, sagte Fritz Bormann, Vorsitzender des Gruber Kirchengemeinderats. Auch Grubes Bürgermeister Volkert Stoldt war begeistert: „Alle beneiden unsere Pfadfinder um das Gelände.“ Die Investitionskosten belaufen sich auf etwas mehr als 20 000 Euro.

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Zur Einweihung des neuen Abenteuergeländes der Gruber Pfadfinder kamen zahlreiche Besucher, die sich auch die Kanurennen nicht entgehen lassen wollten.

Größere Beträge erhielten die Pfadfinder vom Kirchenkreis Ostholstein, von der Stiftung Gertrud, der Bingo-Umweltlotterie, der Sparkassen-Stiftung Ostholstein, der Volksbank und der ING-Bank. Außerdem beteiligten sich der Kreis Ostholstein, das Gut Görtz und die Aktion „Land im Glück“ sowie die Firma Fielmann, die 500 Bäume und Büsche spendete.

Ohne die Landwirte und Unternehmer, die uns mit ihren Maschinen und ihrer Arbeitszeit so fantastisch geholfen haben, hätten wir das nie geschafft“, sagte Selma Busse von der Stammesleitung der Gruber Pfadfinder. „Dafür sagen wir von Herzen Danke.“

Bischof überreicht eine Lilienfackel

Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein, schenkte zur Einweihung den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine große Lilienfackel aus Metall. „Sie ist ein Symbol für die Orientierung, die wir im christlichen Glauben finden, eine Orientierung in der ihr lebt und in der ihr wirkt – und ein Zeichen dafür, dass Gott immer bei euch ist“, sagte er.

Die Pröpste Dirk Süssenbach und Peter Barz, selbst früher Pfadfinder, würdigten in einer gemeinsamen Ansprache die Bedeutung der Pfadfinderarbeit. Christoph Bauch, Leiter des Fachbereichs Jugendarbeit der Nordkirche, übergab einen Scheck in Höhe von 1000 Euro an die Geusen und auch Jörg Schumacher von der Sparkassen Stiftung brachte eine gute Nachricht mit. Jährlich soll der Förderverein der Pfadfinder mit 500 Euro unterstützt werden.

Der erste Teil des Pfadfindergeländes war in den Jahren 2012/13 auf einem Acker der Kirchengemeinde entstanden. Die Erweiterung wurde seit 2017 auf einer angrenzenden ehemaligen Kuhweide in Angriff genommen. Zusammen mit einem bereits früher angelegten kleinen See ist jetzt ein Rundkurs über 400 Meter entstanden, der unter anderem für Kanu-Wettfahrten genutzt werden kann. Der Graben schlängelt sich um ein Amphitheater, das ebenfalls neu gebaut wurde. Lesen Sie hier mehr zu den umfangreichen Umbauarbeiten.

Bäume statt Bunkerreste

„Vor 100 Jahren war hier ein Pastoratspark, in den 1930er und 40er Jahren ein Arbeitsdienstgelände mit Baracken und als ich nach Grube kam, standen noch Bunkerreste hier“, erzählte der Gründer der Geusen, Ulli Schwetasch – heute Pastor in Krummesse. Er erinnerte sich an die Anfänge vor 35 Jahren. Dazu gehörte auch, wie Andreas Dons, mittlerweile Leiter der Pfadfinder, als Zehnjähriger gemeinsam mit Jan Philipp Strelow, derzeit Vorsitzender des Rings evangelischer Gemeindepfadfinder (REGP), Bäume pflanzte.

Der Ascheberger Pastor Strelow, der selbst aus einem Dorf bei Grube stammt, sagte: „Es geht nicht ohne die Geusen. Hier liegen unsere Wurzeln: Sie sind die Keimzelle der Pfadfinderarbeit in der Kirche und sie geben entscheidende Impulse im Verband.“ Es sei herausragend, was jetzt auf dem Gelände geschaffen wurde.

Die Gruber Geusen

Die Gruber Pfandfinder Geusen sind aus der Jugendarbeit der Kirchengemeinde entstanden. 200 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus der Region gehören den Geusen an. Sie sind dem Ring evangelischer Gemeindepfadfinder (REGP) angeschlossen.

Die Treffen finden wöchentlich in sechs Kindergruppen und einer Mitarbeitergruppe statt. Neben der Gruppenarbeit stehen regelmäßig Kinder-Bibel-Wochen und Kinder-Kirchentage, Großgelände-Spiele, Wochenendfreizeiten und ein Sommer-Zeltlager auf dem Jahreskalender.

Weitere Infos unter www.geusen-grube.de.

Markus Billhardt