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Ostholstein Beltgegner nennen Dialogforum „sinnfreie Beschäftigungsmaßnahme“
Lokales Ostholstein Beltgegner nennen Dialogforum „sinnfreie Beschäftigungsmaßnahme“
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17:00 02.07.2019
Insbesondere Bad Schwartau wäre von den aktuellen Entwicklungen getroffen. Die Stadt kämpft für eine Troglösung.   Quelle: Luisa Jacobsen
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Ostholstein

Erst in der vergangenen Woche wurde ein Papier des Bundesverkehrsministeriums öffentlich, in dem dem Bundestag empfohlen wird, bei der Schienen-Hinterlandanbindung des geplanten Fehrmarnbelt-Tunnels nur noch den gesetzlichen Lärmschutz umzusetzen. Eine Tröglösung sei demnach wirtschaftlich nicht tragbar. Stattdessen sollen Schallschutzwände gebaut werden. Ärger gab es darüber vor allem in Bad Schwartau, wo seit Monaten über den Lärmschutz – insbesondere am Bahnübergang Kaltenhöfer Straße – diskutiert wird.

Nun äußert sich auch die Allianz gegen die feste Beltquerung zu den aktuellen Entwicklungen. Die Vertreter des Zusammenschlusses aus Vereinen und Bürgerinitiativen aus ganz Ostholstein sind enttäuscht: „Unsere jahrelange Bürgerbeteiligung für eine menschengerechten Ausgestaltung der Hinterlandanbindung zur festen Fehmarnbeltquerung wird durch die Empfehlung des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur zur Farce!“, heißt es in einer Pressemitteilung.

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„Sinnfreie Beschäftigungsmaßnahme

Übergesetzlicher Lärmschutz werde aus Sicht der Beltgegner nicht mehr für nötig erachtet. „Die gemeinsame Arbeit im Dialogforum über Jahre hinweg wird als sinnfreie Beschäftigungsmaßnahme enttarnt“, sagen die Vertreter. Die neuste Entwicklung mache die Notwendigkeit der Verhinderung des Belttunnels immer offensichtlicher. „Die Neubewertung des Tunnel-Projektes durch einen unabhängigen internationalen Gutachter, die wiederholt aus Kreisen des Dialogforums gefordert wurde, ist längst überfällig“, heißt es. Denn dort, wie auch bei der deutschen Hinterlandanbindung, sei das Nutzen-Kostenverhältnis schon lange nicht mehr gewährleistet.

mwe