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Ostholstein Beltquerung: A-1-Brücken und Parkplatz müssen weichen
Lokales Ostholstein Beltquerung: A-1-Brücken und Parkplatz müssen weichen
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21:30 03.05.2018
Der westlich der Autobahn gelegene Parkplatz „Hasselburger Mühle“ soll um 500 Meter in Richtung Neustadt verlegt werden. Quelle: Fotos: Ser
Schashagen

Bahnsprecher Peter Mantik bestätigte gestern, dass im Bereich der kleinen Gemeinde unweit von Neustadt mehrere Großbaustellen angedacht sind. Zunächst einmal soll die Bahnstrecke im Bereich „Hasselburger Mühle“ in Richtung Autobahn rücken und in Zukunft parallel verlaufen. Infolgedessen müssen zwei Brücken, die über die A 1 führen, versetzt werden. Betroffen sind die Bauwerke im Bereich Stegelbusch sowie an der Kreisstraße 59 bei Groß Schlamin.

Dies wiederum führt dazu, dass der Parkplatz neben der Strecke in Fahrtrichtung Lübeck/Hamburg etwa 500 Meter südwärts verlegt werden muss. Mit dieser Variante werde man laut Peter Mantik ins sogenannte Planfeststellungsverfahren gehen, welches im vierten Quartal dieses Jahres starten soll.

Bahnübergang soll verschwinden

Schashagens Bürgermeister Rainer Holtz (CDU) will gegen die Pläne kämpfen, spricht von Blödsinn seitens der Bahn und kündigt eine Klage an. Besonders empört er sich über die Veränderungen im Bereich Stegelbusch. Der dortige Bahnübergang muss verschwinden, da die Züge auf der Strecke mit 200 km/h unterwegs sein sollen. Laut Holtz wird für rund 3,6 Millionen Euro eine Brücke entstehen, um die Straße über die Gleise zu führen. Die Bahn will noch keine Zahlen nennen. Sie stünden noch nicht fest. Klar scheint indes, dass keinesfalls ein Tunnel statt einer Brücke gebaut werden wird. Dieser ist laut Holtz deutlich teurer und zudem ist der Grundwasserspiegel in der Gegend zu hoch.

Gemeinde fürchtet hohe Kosten

Die Brücke hätte laut Rainer Holtz vor allem Auswirkungen auf die Lebensqualität eines Landwirts sowie auf den Wert seines Grundstücks. Der Bürgermeister fürchtet, dass seine Gemeinde mindestens 300000 Euro für den Bau aufbringen muss und zudem in Zukunft für Sanierungsarbeiten verantwortlich sein wird. Schließlich gehe das Bauwerk in den Besitz der Gemeinde über, was auch die Bahn bestätigt. Kosten im sechsstelligen Bereich erwartet Holtz auch für den Rückbau von drei Bahnübergängen. Grund hierfür ist die geplante Verschwenkung der Trasse. „Die Gemeinde soll sich konsolidieren. Wie soll das gehen?“, fragt Holtz.

Runder Tisch

Schashagens Bürgermeister Rainer Holtz (CDU) appelliert an alle Bürger, sich in die Planung der Schienenanbindung einzubringen. Möglich sei dies bei einem Runden Tisch am 7. Mai im Oldenburger Bildungs- und Kulturzentrum, Göhler Straße 56. Ab 17.30 Uhr geht es um die einzelnen Streckenabschnitte, die Umsetzung naturschutzrechtlicher Belange sowie eine Präsentation zum Schienenersatzverkehr.

Viele Artikel zur Beltquerung und deren Anbindung finden Sie auf www.LN-online.de/ffbq

 Sebastian Rosenkötter