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Ostholstein Wie gut ist die Ostholsteiner Verwaltung?
Lokales Ostholstein Wie gut ist die Ostholsteiner Verwaltung?
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16:14 29.08.2019
Verwaltung und Selbstverwaltung an einem Tisch: Kai Jürgens (v. r. Finanzen beim Kreis), Gabriele Hebel (Sicherheit und Gesundheit), Timo Gaarz (Vorsitzender Haupt- und Finanzausschuss), Landrat Reinhard Sager, Simone Tackenberg (Personal) und Annika Sommerfeld (Öffentlichkeitsarbeit). Quelle: Gäbler
Eutin

Von anderen lernen, um immer besser zu werden – das ist das Ziel des „Benchmarking“-Projektes der elf schleswig-holsteinischen Kreise. Auch Ostholstein sitzt mit im Boot und stellt die Leistungsfähigkeit seiner Verwaltung und Selbstverwaltung dem Vergleich. Dabei gehe es allerdings nicht um Wettbewerb, hieß es jetzt im Haupt- und Finanzausschuss des Kreistages in Eutin. Ziel sei vielmehr, eigene Stärken zu erkennen – aber auch eigene Schwächen. In dem Fall will man von den anderen Kreisen, wo etwas besser läuft, dazu lernen.

Fast alle Bereiche der ostholsteinischen Kreisverwaltung sind eingebunden: Soziales, Gesundheit, Jugend, Abfall und Bodenschutz, Schulen, Veterinärwesen und die Zulassungsstelle. Aber auch das Feuerwehrwesen, Kasse und Vollstreckung, Gebäudemanagement und EDV/IT. Jetzt ist der aktuelle Jahresbericht erschienen. Auf 80 Seiten werden Ergebnisse zusammengefasst.

Vierthöchster Schuldenstand in Schleswig-Holstein

So unterschiedlich wie die Kreise strukturiert sind, spiegeln sich auch verschiedene Eckwerte wider. Beispiel Arbeitslosengeld (ALG) II und Sozialhilfe: Hier rangiert Heide in Dithmarschen mit 87 auf 1000 Personen an der Spitze aller Kreise, in Ostholstein sind es lediglich 59 auf 1000 Personen – ein Zeichen, wie gut das Jobcenter Ostholstein arbeitet. Anders sieht es beim Schuldenstand aus, hier hat Ostholstein hinter Pinneberg (minus 65 Millionen Euro), Segeberg (minus 51 Millionen Euro) und Heide (minus 48 Millionen Euro) den vierthöchsten Sollbetrag – mit 41 Millionen Euro.

Im Bereich „Vollstreckungen“ gibt der Bericht für Ostholstein keine Werte aus. Das liegt unter anderem daran, dass einige Kreise für diese Aufgaben eigene Beschäftigte haben, andere Kreise sie extern vergeben haben. Aufgrund dieser Strukturunterschiede kann der Benchmarking-Bericht hier nur den Vergleich von vier Kreisen (Schleswig, Stormarn, Pinneberg und Itzehoe) geben.

Besonders effektiv arbeitet dagegen die Kfz-Zulassungsstelle des Kreises Ostholstein. Um die 4000 Zulassungsvorgänge bearbeitet jeder Vollzeitarbeitnehmer hier pro Jahr. Nur der Kreis Nordfriesland ist noch besser (etwa 4500). Die Wartezeiten in der Zulassungsstelle Eutin beträgt 33 Minuten, in Ratzeburg 46 Minuten, in Rendsburg 41 Minuten. Am kürzesten ist sie mit 13 Minuten in Niebüll (Kreis Nordfriesland).

„Mal schauen, wie die anderen Kreise dastehen“

Auch wenn der Benchmarking-Bericht nicht für alle Bereiche Vergleichsmöglichkeiten bietet, waren sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses einig darin, dass Ostholstein weiterhin in der Projektgruppe bleiben sollte. Ausschuss-Vorsitzender Timo Gaarz (CDU) sagte: „Wir können auch mal rechts und links schauen, wie andere Kreise dastehen.“

Von Louis Gäbler

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