Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Bettina Schäfer stellt sich in Scharbeutz zur Wahl
Lokales Ostholstein Bettina Schäfer stellt sich in Scharbeutz zur Wahl
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:57 22.07.2019
Bettina Schäfer (47) leitet den Bauhof in Scharbeutz und kandidiert für das Amt der Bürgermeisterin von Scharbeutz. Quelle: Sabine Latzel
Scharbeutz

Die Auswahl für die Wähler in der Gemeinde Scharbeutz wird größer: Auch Bettina Schäfer kandidiert für den Posten der Bürgermeisterin. Die parteilose 47-Jährige ist Leiterin des örtlichen Bauhofes – und will im Wahlkampf viele Klinken putzen.

Die Ostsee als großes Lebensglück

„An der Ostsee zu leben: Das ist mein großes Lebensglück“, erklärt Bettina Schäfer. Dabei ist sie 1972 etwa 300 Kilometer Luftlinie entfernt zur Welt gekommen, im westfälischen Paderborn, und zunächst viele Jahre in Nordrhein-Westfalen geblieben. „Aufgewachsen bin ich an der Grenze zum Sauerland, und mein Diplom als Verwaltungswirtin habe ich bei der Stadt Salzkotten gemacht“, berichtet sie. Ein BWL-Studium schloss sich an, und danach hat Bettina Schäfer in der freien Wirtschaft gearbeitet, einen Sanitärbetrieb geführt.

„Im Jahr 2009 habe ich eine Freundin in Timmendorfer Strand besucht, nur für drei Tage“, erinnert sie sich. Doch diese kurze Zeit reichte: „Ich habe mich komplett in die Ostsee verliebt.“ Noch im selben Jahr kaufte Bettina Schäfer ein Haus in Timmendorf. „Ich wollte einfach hier bleiben“, sagt sie. „Ich gehe jeden Morgen joggen, kann dabei auf die Ostsee gucken, das Meer riechen.“

Auftritt im Kostüm – und am Steuer der schweren Maschinen

2011 wurde Bettina Schäfer kaufmännische Leiterin beim Bauhof der Gemeinde Scharbeutz, seit 2018 leitet sie den gesamten Bauhof. Durchsetzungsschwierigkeiten hat die zierliche Frau dabei offenbar nicht: „Ich kann zupacken, im eleganten Kostüm oder im Arbeitsanzug auftreten und auch die schweren Maschinen fahren.“ An ihrer Tätigkeit schätzt Bettina Schäfer, „dass wir für alles zuständig sind, was man in der Gemeinde sieht“. Über ihre Kandidatur bei der Bürgermeister-Wahl habe sie lange nachgedacht. Entschieden habe sie sich aus folgendem Grund: „Ich liebe diesen Ort und möchte, dass er in guten Händen bleibt.“

Ein detailliertes Wahlprogramm habe sie noch nicht ausgearbeitet, sagt die Bauhof-Leiterin – aber diverse Kern-Themen schon im Kopf. „Ein Ort kann nur so gut sein wie seine Verwaltung“, findet sie: „Es braucht ein kompetentes Team, an das sich die Bürger vertrauensvoll wenden können.“ Der Tourismus sei „eine Perle, etwas ganz Besonderes – das wir schützen müssen und nicht zu einem Rummelplatz werden lassen dürfen“.

Bürgerkontakt soll den Wahlkampf prägen

Wie viele andere Ortskundige treibt auch Bettina Schäfer die Wohnraum-Problematik um: „Auch Familien und Menschen, die in der Gastronomie arbeiten und kein sechsstelliges Jahreseinkommen erzielen, müssen eine Wohnung oder ein Haus finden können.“ Einen Umzug in die Gemeinde Scharbeutz schließt sie nicht aus, sie würde damit aber warten, bis ihr Sohn in eineinhalb Jahren die Schule abgeschlossen hat.

Für ihren Wahlkampf wünscht sich Bettina Schäfer viel Bürgerkontakt. „Ich werde sehr, sehr viele Klinken putzen und mich überall vorstellen“, kündigt sie an. Eine eigene Internet- und eine Facebook-Seite sollen auf den Weg gebracht werden. Und wer mag, kann Bettina Schäfer an der Wasserkante auf ihre Ziele ansprechen: In ihrer Freizeit verbringt sie, wenn es geht, gern den ganzen Tag am Strand – „natürlich in Scharbeutz“.

Die Wahl findet am 22. September statt, eine mögliche Stichwahl ist für den 20. Oktober angesetzt. Die Scharbeutzer SPD geht mit dem 36-jährigen Sozialdemokraten Steffen Davids ins Rennen. Ein Parteienbündnis aus CDU, WUB, Grünen und FDP hat sich für den Kandidaten Andreas Zimmermann entschieden, den 54-jährigen, parteilosen Bürgermeister von Ahrensbök. Außerdem tritt die parteilose Dorit Klees (50), Leiterin des Scharbeutzer Bauamtes, als unabhängige Kandidatin an.

Sabine Latzel

Ostseepyrotechnik zaubert den Binnensee in Heiligenhafen in ein wahres Lichtermeer - Zahlreiche Zuschauer schauten sich das Specktakel am Abendhimmel an.

22.07.2019

Kinder werden auf dem Fahrrad ängstlicher. Die Polizistin Heike Schmidt berichtet von einem geringeren Bewusstsein für gefährliche Situationen. Verantwortlich dafür seien auch die Eltern.

22.07.2019

Ein 18-jähriger Fahranfänger aus Lübeck ist am Sonntag mit seinem Audi TT S-Line auf der K52 bei Dissau (Kreis Ostholstein) von der Straße abgekommen und hat sich überschlagen. Der Fahrer und seine Beifahrerin wurden bei dem Unfall verletzt.

21.07.2019