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20:10 11.10.2017
Bettina Hagedorn (SPD) und Angela Merkel (CDU) zierten auch gestern Mittag noch die Plakatwände in Grube. Quelle: Foto: Louis Gäbler
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Grube/Grömitz/Fehmarn

Die Regelung ist klar: Entsprechend eines Erlasses des schleswig-holsteinischen Innenministeriums vom 26. Januar 2017 sind für die Beseitigung der Wahlwerbung die Parteien verantwortlich. Wörtlich heißt es dort: „Jegliche Wahlwerbung ist von den Parteien innerhalb einer Woche nach dem Wahltag zu entfernen.“ In einigen Ostholsteiner Orten hängen vereinzelte Plakate allerdings noch immer, in anderen wurden sie erst in dieser Woche abgenommen.

Niclas Dürbrook, Vorsitzender der Sozialdemokraten im Kreis Ostholstein, sagte den LN gestern, dass bei der Masse an Plakaten einzelne übersehen worden sein könnten. „Wir machen das alles ehrenamtlich. Sollte jemand ein Plakat sehen, kann er sich gerne an die Kreisgeschäftsstelle in Eutin wenden.“ Klar ist, die Plakate – ganz gleich von welcher Partei – hätten schon längst abgenommen werden müssen.

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Aktiv wurde gestern Jan Stender, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Fehmarn. Per Mail forderte er die Parteien auf, restliche Plakate „unverzüglich bis Ende der Woche“ zu entfernen. Andernfalls werde der städtische Bauhof einspringen – dann aber kostenpflichtig. Das zeigte Wirkung. Gestern Mittag stand am Großparkplatz Osterstraße in Burg nur noch eines von zwei großen Stellgittern, die beiden Plakate waren geräumt. Ein AfD-Plakat an der K 49 bei Niendorf hoffte derweil, dass Wind und Regen das Problem lösen.

Der Grömitzer Bürgermeister Mark Burmeister (parteilos) hingegen sagte: „Mir ist es nicht aufgefallen, dass noch Plakate zu sehen sind. Sollte es so sein, klären wir das auf dem kleinen Dienstwege, rufen die Parteien an. Dann kommen die Plakate weg.“

lg/ser/gjs

11.10.2017
11.10.2017