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Ostholstein Neues Feuerwehrgerätehaus beschlossen: Das alte war zu klein
Lokales Ostholstein Neues Feuerwehrgerätehaus beschlossen: Das alte war zu klein
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16:37 12.09.2019
Das alte Feuerwehrgerätehaus in Böbs soll durch einen Neubau an anderer Stelle ersetzt werden. Quelle: Susanne Peyronnet
Böbs

„Es hat sich alles beruhigt“, sagt Dorfvorsteherin Anja Beythien. In Böbs gibt es am kleinen Feuerwehrgerätehaus in der Dorfmitte seit einigen Jahren ein gutes und problemloses Miteinander von Dorfbewohnern, Feuerwehr und einer Nachbarin, die direkt hinter dem Gerätehaus wohnt. Das war nicht immer so: Ein Streit brachte Böbs vor einigen Jahren in die Schlagzeilen. Nun stehen große Veränderungen an.

Das Dorf bekommt ein neues Feuerwehrgerätehaus an einem anderen Standort. Das alte Häuschen ist längst zu klein für die Wehr und für deren Fahrzeug. So etwas ist angesichts der heutigen Unfallverhütungsvorschriften nicht mehr zulässig.

Altes Gerätehaus: zu klein, zu eng, zu unfallträchtig

Die Feuerwehrunfallkasse habe bereits vor zehn Jahren einen Mängelbericht vorgelegt, berichtet Wehrführerin Sabine Bengtson. Das Haus ist so klein, dass sich die Feuerwehrleute in der Fahrzeughalle umziehen müssen – nachdem das Fahrzeug nach draußen gefahren wurde. „Es ist wirklich eng“, sagt die Wehrführerin. 23 Aktive sind zurzeit in der Wehr.

Der Bauplatz für das neue Gerätehaus liegt an der Ahornallee am Ortsausgang in Richtung Schwinkenrade. Quelle: Susanne Peyronnet

Die Kommunalpolitik hat Bürgermeister Andreas Zimmermann (parteilos) grünes Licht gegeben, ein neues Feuerwehrgerätehaus bauen zu lassen. Kosten: 750 000 Euro, einschließlich Grundstückspreis, abzüglich der zu erwartenden Zuschüsse. Entworfen hat das Haus Architekt Harm Hoffmann aus Neustadt. Das Haus wird eingeschossig mit 275 Quadratmeter Fläche, enthält eine Fahrzeughalle, diverse Nebenräume für die Feuerwehr einschließlich Einsatzleitbüro, Umkleiden, Duschen und Trockenraum, außerdem einen 45 Quadratmeter großen Versammlungsraum.

So soll das neue Feuerwehrgerätehaus im Ahrensböker Ortsteil Böbs aussehen. In der Mitte ist die Wagenhalle angeordnet. Quelle: Architekt Harm Hoffmann/Neustadt

Dorfvorsteherin Beythien ist es wichtig, dass dort, wie im jetzigen Gerätehaus, pro Jahr etwa fünf bis acht Veranstaltungen der Dorfschaft stattfinden dürfen. Das ist das Ergebnis eines Vergleichs, mit dem ein Verfahren am Verwaltungsgericht Schleswig im Jahr 2015 endete. Dort wurden der Dorfschaft bis zu zehn Veranstaltungen zugestanden. Geklagt hatte eine Nachbarin gegen die Gemeinde Ahrensbök. Um den Fall zu klären, war sogar eine Kammer des Gerichts aus Schleswig nach Böbs angereist.

Nachbarin beschwerte sich über wilde Feiereien

Da hatte der damalige Bürgermeister Ekkehard Schaefer das Gerätehaus längst für die Dorfbewohner sperren lassen. Es war in Böbs üblich, dass der Chor „Böbser Störche“, der Sparclub und die Seniorennachmittage ihren Platz im Gerätehaus hatten. Bis der große Streit losbrach, der Böbs weit über die Grenzen Ahrensböks bekannt machte. Eine Nachbarin beschwerte sich über wilde Feiereien im Gerätehaus. Darüber, dass dort geraucht und Alkohol getrunken werde, dass sie keine Ruhe mehr habe. Das Häuschen blieb fortan nur für die Feuerwehr reserviert.

Dass mittlerweile Ruhe eingekehrt ist, ist auch ein Verdienst der 2013 gewählten Wehrführerin. Als sie gewählt wurde, habe sie sofort das Gespräch mit der Nachbarin gesucht und angeboten, Probleme umgehend zu klären. „Wir schnacken miteinander und wir lachen miteinander“, charakterisiert Bengtson das Verhältnis zur Gerätehaus-Nachbarin.

Ein Miteinander ohne Probleme

Vom friedlichen Miteinander berichtet auch Anja Beythien. Die Dorfschaft habe die ihr im Vergleich zugestandenen zehn Veranstaltungen bis 22 Uhr nicht ausgeschöpft. Die Veranstaltungen, die es gibt, gingen problemlos über die Bühne. Sogar der damals totgesagte Chor, die „Böbser Störche“, singt noch. „Die proben auch wieder im Gerätehaus“, berichtet die Dorfvorsteherin.

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Von Susanne Peyronnet

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