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Ostholstein Bosau braucht mehr Atemschutzgeräteträger
Lokales Ostholstein Bosau braucht mehr Atemschutzgeräteträger
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15:55 18.03.2019
Der Bosauer Gemeindewehrführer Andreas Riemke verabschiedet Bürgervorsteher Alfred Jeske, Bürgermeister Mario Schmidt und den Hauptsachbearbeiter für Feuerwehrwesen Thomas Hökendorf mit großem Lob und kleinen Geschenken.
Der Bosauer Gemeindewehrführer Andreas Riemke verabschiedet Bürgervorsteher Alfred Jeske, Bürgermeister Mario Schmidt und den Hauptsachbearbeiter für Feuerwehrwesen Thomas Hökendorf mit großem Lob und kleinen Geschenken. Quelle: Dirk Schneider
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Bosau

Der Abschiedsmarathon für Bosaus Bürgermeister Mario Schmidt (parteilos) und Bürgervorsteher Alfred Jeske hat begonnen. Die Vertreter der acht Ortswehren sowie der Jugendwehr nutzten ihre gemeinsame Jahresversammlung, um den beiden ausscheidenden Dienstvorgesetzten für eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu danken.

Gemeindewehrführer Andreas Riemke hob dabei hervor, dass er bei dem Verwaltungschef Schmidt und dem Gemeinderatsvorsitzenden Jeske stets ein offenes Ohr für sämtliche Angelegenheiten der Wehren fand, und lobte den kameradschaftlichen, fast schon freundschaftlichen Umgang miteinander. Dieser gute Rückhalt in Verwaltung und Politik, der sich auch bei der Unterstützung notwendigen Ersatzbeschaffungen und neuer Ausrüstung für die Wehren widerspiegele, sei auch ein wichtiger Baustein der Wertschätzung für die freiwilligen Feuerwehren, sagte Riemke.

70 Einsätze für Bosauer Wehren

Wie umfangreich das Wirken der 209 ehrenamtlichen Helfer mittlerweile ist, offenbarte der Jahresbericht. „Unsere Wehren mussten zu insgesamt 70 Einsätzen ausrücken.“ Dabei zeige die Zahl von 52 nachbarschaftlichen Löschhilfen, wie wichtig die gute Vernetzung der Wehren mittlerweile sei. Insbesondere der heiße und trockene Sommer habe zu vielen Flächenbränden geführt. 37 Prozent aller Einsätze – darunter fünf größere Feldbrände – mussten im Juli und August abgearbeitet werden, berichtete Riemke. Hinzu komme ein Werkstatt- und Wohnungsbrand in Eutin, zu dem zusätzliche Atemschutzgeräteträger angefordert wurden. Leider sei die Zahl dieser wichtigen Spezialisten im vergangenen Jahr von 67 auf 53 gesunken.

„Das ist deutlich zu wenig. Laut Bedarfsplan müssten wir über mindestens 72 Atemschutzgeräteträger verfügen“, sagte Riemke, der an seine Kameraden appellierte, sich der Zusatzausbildung zu stellen. Denn um das Fehlen dieser Kräfte auszugleichen, müssten auch zu kleineren Bränden oft mehrere Wehren ausrücken, was die hohe Zahl der Löschhilfen erkläre. Fünf Mal leisteten die Brandschützer technische Hilfe bei Verkehrsunfällen, drei Seenotfälle und 24 Unwettereinsätze komplettieren die Liste.

Die Ortswehrführer Frank Mielke (Liensfeld-Kiekbusch) und Christian Lüth (Bichel-Wöbs-Löja) wurden für ihre herausragenden Verdienste mit dem Schleswig-Holsteinischen Feuerwehrehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Quelle: Dirk Schneider

Bei den Ehrungen standen neben Schmidt und Jeske auch die Ortswehrführer Frank Mielke (Liensfeld-Kiekbusch) und Christian Lüth (Bichel-Wöbs-Löja) im Blickpunkt. Die beiden Brandmeister wurden für ihre herausragenden Verdienste mit dem Schleswig-Holsteinischen Feuerwehrehrenkreuz in Silber ausgezeichnet.

Dirk Schneider