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Ostholstein Bürgerinitiative: Windkraft mit Augenmaß
Lokales Ostholstein Bürgerinitiative: Windkraft mit Augenmaß
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16:15 15.11.2018
Die „BI Windstill" bezieht auf dem Burger Wochenmarkt Position. Sprecherin ist Utta Mallach (2. v. r.). Quelle: GERD-J. SCHWENNSEN
Fehmarn

 Auf der Insel Fehmarn ist die Diskussion über die Windkraft neu entbrannt. Auslöser ist das noch bis zum 3. Januar laufende Beteiligungsverfahren zum zweiten Entwurf des Regionalplanes.

Die „BI Windstill“ fordert eine Höhenbegrenzung auf 100 statt 150 Meter, einen Mindestabstand zur Wohnbebauung von 1000 Meter sowie einen Verzicht von Windkraftanlagen in Küstennähe, „Wir sind keine Windkraftgegner, sondern Windkraftkritiker“, plädiert Sprecherin Utta Mallach für „Windkraft mit Vernunft und Augenmaß“ – vor allem mit Blick auf Mensch, Natur, Umwelt und Tourismus. „Förderung des Tourismus anstelle der Wind-Industrie“ setzt sie den Planungen auf der Insel entgegen.

„Es kann keine Menschen zweiter Klasse geben“

Von den beiden geplanten Vorranggebieten auf Fehmarn sind der BI insbesondere die Auswirkungen für Ostermarkelsdorf ein Dorn im Auge. 150 Meter hohe Anlagen in nur 600 Meter Entfernung zur sogenannten „Splittersiedlung“ lehnt die BI als „nicht hinnehmbar“ ab: „Es kann keine Menschen zweiter Klasse geben.“ Bis zum 19. Dezember will die BI jeden Mittwochvormittag auf dem Burger Wochenmarkt ihren Aktionsstand aufbauen.

Auch die Windmüller sind nicht untätig. Detlef Scheel, Geschäftsführer von Windenergie Fehmarn, hat jetzt auf zwei Veranstaltungen von WUW und CDU die Zukunftsplanungen für die Windenergie auf der Insel erläutert. Während die BI von mittelfristig über 100 Anlagen auf der Insel befürchtet, legt Scheel ganz andere Größenordnungen vor. Die Zahl der Anlagen sei von 134 inzwischen auf 89 gesunken und werde inselweit sogar noch weiter sinken – dank des Repowering.

Gerd-J. Schwennsen

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