Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Kein Konsens bei neuem Bahnhaltepunkt
Lokales Ostholstein Kein Konsens bei neuem Bahnhaltepunkt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:20 11.02.2019
Der bisherige Bahnhof in Oldenburg. Quelle: Jennifer Binder
Oldenburg

Der Oldenburger Ausschuss für Umwelt und Bauwesen hatte der Stadtvertretung nach seiner jüngsten Beratung über den künftigen Oldenburger Bahnhaltepunkt empfohlen, diesen weiter Richtung Göhl zu verschieben (LN berichteten). Diese Verschiebung hatte die Deutsche Bahn zuvor betrachtet und Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) davon abgeraten. Eine Verlegung des Haltepunktes bringe deutliche Nachteile für die Stadt mit sich, teilte Voigt jetzt mit.

So liege der bislang avisierte Haltepunkt am Milchdamm in einem ebenen Bereich. Um diese Voraussetzung an dem nun angedachten Haltepunkt Richtung Göhl zu schaffen, müsste das Niveau der Streckenführung verändert und der Damm im Oldenburg Bruch um bis zu zwei Meter angehoben werden. In dem Streckenbereich vor der Lankenkoppel müsste der Damm, so Voigt weiter, auf drei Meter angehoben werden, im Bereich zwischen dem bisher geplanten und dem nun geforderten Haltepunkt müsste der Damm um bis zu zwei Meter auf dann sechs Meter angehoben werden.

Voigt kritisiert höheren Damm

„In der Vergangenheit war gerade die Höhe des Damms zu Recht immer wieder Gegenstand kritischer Bemerkungen. Nun sollten wir nicht selbst die Ursache sein, dass der Damm höher ausfällt als nötig“, kritisiert der Bürgermeister und sagt weiter: „Daneben würde der erhöhte Damm auch noch zusätzliche Bodenbewegungen notwendig machen, was ebenfalls nicht in unserem Sinne sein kann. Ferner wird die Entfernung zum Haltepunkt Heiligenhafen/Großenbrode geringer. Je kürzer diese aber ist, um so geringer wird die Wahrscheinlichkeit, dass der Fernverkehr beide Haltepunkte bedient.“ Zudem würde die angedachte Zufahrt eine größere Fläche zerschneiden und so eine erhebliche Betroffenheit auslösen, warnt Voigt.

Bitte an die Stadtverordneten

„Ich hoffe, dass diese zum Teil neuen Fakten die Stadtverordneten, die bisher für die Verschiebung waren, dazu bringen, ihre Haltung noch einmal zu überdenken und Oldenburg nicht für einen – nach Meinung vieler Oldenburger – schlechteren, weil weiter entfernten Haltepunkt noch weitere Nachteile hinnehmen muss“, so der Bürgermeister.

Louis Gäbler

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Rotary Club hat Oldenburg die Anlage geschenkt. Die Technik soll für die Kommunikation mit der Partnerstadt genutzt werden. Auch Schulen und Vereinen steht das Angebot offen.

11.02.2019

Die ersten Jungtiere sitzen in ihren Erdkuhlen. Von der Mutter verlassen sind sie keineswegs – die kommt regelmäßig vorbei. Jäger bitten Spaziergänger, die Jungen nicht anzufassen.

11.02.2019

Fast 26 000 Gegner des geplanten Fehmarnbelt-Tunnels haben bislang eine Kampagne des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu) unterstützt. Auch die Industrie- und Handelskammer Rostock (IHK) lehnt das Projekt ab und befürchtet Nachteile für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

11.02.2019