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Ostholstein Ahrensbök will attraktiver werden
Lokales Ostholstein Ahrensbök will attraktiver werden
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16:46 15.02.2019
Moderatorin Anne Kis diskutierte mit ihrer Arbeitsgruppe über die Vorstellungen, wie Ahrensbök für Menschen mit Unterstützungsbedarf attraktiver werden kann. Quelle: Dirk Schneider
Ahrensbök

Wo sehen die Einwohner der Gemeinden Ahrensbök und Glasau kurz- und mittelfristigen Handlungsbedarf, um die Lebensqualität und die Attraktivität der Kommunen langfristig zu stärken? Diese Frage diskutierten 80 Teilnehmer in einer Bürgerwerkstatt.

Hintergrund der Veranstaltung: Nach der Aufnahme der Gemeinde Ahrensbök in das Städtebauförderungsprogramm „kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ ist diese in der Pflicht, ein „Zukunftskonzept zur Daseinsvorsorge“ zu erstellen. Ein zentraler Baustein in den Beratungen, mit denen man vor etwa einem halben Jahr begonnen habe, sei diese besonders intensive Form der Bürgerbeteiligung, sagte Bürgermeister Andreas Zimmermann (parteilos) und freute sich auf viele Anregungen aus erster Hand. „Die Ergebnisse des heutigen Abends werden von uns als Arbeitsauftrag wahrgenommen“, sagte der Verwaltungschef.

Ahrensbök als Ankerpunkt der Region stärken

Die eigentliche Gestaltung und Moderation des Abends übernahmen die Stadtplaner Felix Arnold, Tina Steltner, Martin Albrecht und Anne Kis, deren Unternehmen ALP und GGR den Entwicklungsprozess fachgerecht begleiten. Ziel sei es, Ahrensbök als „wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Ankerpunkt“ der Region zu stärken, „dauerhaft ein bedarfsgerechtes Infrastruktur- und Dienstleistungsangebot für die Bürger auf hohem Niveau“ zu erhalten und damit den ländlichen Zentralort zukunftsfest aufzustellen, erklärte Arnold.

In vier Arbeitsgruppen diskutierten die Besucher des Workshops dann, wie Ahrensbök speziell aus Sicht der Jugendlichen, der Erwachsen, der Familien und der Menschen mit Unterstützungsbedarf verbessert werden könnte und sollte. Das größte Potenzial sahen die Bürger über alle Altersstufen hinweg im Bereich der Alten Ziegelei. Die Entwicklung der fünf Hektar großen Industriebrache, die sich in Privatbesitz befindet, ist ein Dauerbrenner in den politischen Gremien. Hier reichten die Anregungen von Bauprojekten für Pflegeeinrichtungen, betreutes Wohnen und Mehrgenerationenhäuser bis zur Ansiedlung von IT- und High-Tech-Unternehmen sowie Sportanlagen und Freizeiteinrichtungen. Letzteres wurde vor allem von und für die Jugend gefordert. Insbesondere in der Alterstufe 16+ würde hier eine Lücke wahrgenommen, hob Arnold einen Aspekt hervor.

Wunsch nach einer Gemeindeschwester

In der Senioren- und Unterstützungsbedarfsgruppe spiele vor allem die derzeit als rückläufig bis mangelhaft empfundene Verfügbarkeit von mobilen und ambulanten Pflegediensten eine größere Rolle, zog Anne Kis ein erstes Fazit. Auch die Einstellung einer Gemeindeschwester stand dabei auf den Wunschzetteln. Wenig überraschend wünschten sich junge Familien ein gutes Betreuungsangebot mit Kindertagesstätten und Schulen, während die Erwachsen vor allem den Erhalt möglichst vieler Geschäfte und Dienstleistungsangebote vor Ort im Auge hatten.

Zweites großes Thema in allen Gruppen war die Verbesserung der Mobilität, wobei die Palette vom Radwegeausbau über die Förderung von E-Autos und Pedelecs durch Ladestationen bis hin zur Einführung eines Busshuttle-Service in der Gemeinde reichte. Ein erster Versuch, einen Gemeindebus zu etablieren, sei allerdings ernüchternd verlaufen, sagte Zimmermann rückblickend. Die Erwartungshaltung beinhalte oft sehr individuelle Fahrten, die mit dem öffentlichen Personennahverkehr kaum erfüllt werden könnten.

So lief die erste Bürgerwerkstatt in Ahrensbök

Zukunftswerkstatt als Ideenschmiede

„Wir sind trotzdem bereit, vieles auszuprobieren und anzuschieben, sagte Zimmermann. „Mit dem Projekt für betreutes Wohnen, das die Gemeinde bereits ins Laufen gebracht hat, fühlen wir uns sogar schon ein Stückweit bestätigt.“ Und als zweite gute Nachricht nehme er die Gründung einer Zukunftswerkstatt mit, in der interessierte Bürger mit ihrer geballten Berufskompetenz künftig als Ideenschmiede mit Politik und Verwaltung zusammenarbeiten würden.

Dirk Schneider

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