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Ostholstein Über 500 000 Euro für bessere Busanbindung in Stockelsdorf?
Lokales Ostholstein Über 500 000 Euro für bessere Busanbindung in Stockelsdorf?
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18:28 26.03.2019
Warten auf den Bus. Verbindungen ab und nach Bad Schwartau nach und ab Stockelsdorf sind für Schüler unpassend.   Quelle: Luisa Jacobsen
Stockelsdorf

Nach der mächtigen Kritik an der Schulbusverbindung der Linie 17, durch die Stockelsdorfer Schüler in Bad Schwartau regelmäßig zu spät zum Unterricht erscheinen und auch große Probleme haben, nach der Schule nach Hause zu kommen (die LN berichteten), hat sich in diesem Punkt was getan. Ordnungsamtsleiter Stefan Köhler erklärte auf der jüngsten Bauausschusssitzung in Stockelsdorf, „dass es hier Neuerungen gibt, die demnächst umgesetzt werden“. Konkret bedeutet das, dass die Linie 17 zu den bisherigen Fahrten zwei zusätzliche Fahrten ab dem Zob Bad Schwartau wochentags um 13.15 Uhr und 14.15 Uhr anbieten wird. Diese zwei zusätzlichen Fahrten als eine Art Notlösung sind das Ergebnis einer Verhandlung von Stockelsdorfs Bürgermeisterin Julia Samtleben (SPD) mit dem Stadtverkehr Lübeck, dem Kreis Ostholstein und Bad Schwartaus Bürgermeister Uwe Brinkmann (parteilos).

Kosten für CDU zu hoch

Doch die Anbindung nach Stockelsdorf und auch zu den Dörfern soll noch besser werden. Dafür liege ein Angebot des Stadtverkehrs Lübeck vor mit einer 30-Minuten-Taktung tagsüber, Fahrten an Sonnabenden und Sonntagen sowie Abendfahrten. „Ab Dezember könnte dieses Angebot umgesetzt werden“, sagte Bürgermeisterin Samtleben. Dabei liegt die Betonung auf „könnte“, denn Grundlage für eine Umsetzung wäre ein politischer Mehrheitsbeschluss. Und diesen wird es vermutlich in Anbetracht der Extra-Kosten für das genannte Fahrten-Paket von über 500 000 Euro, die da auf Stockelsdorf zurollen würden, nicht geben. „Diese Zahlen sind schon sehr mächtig“, erklärte Torsten Petersson (CDU), „da gehen wir nicht konform. Wenn Bad Schwartau sich an den Kosten nicht beteiligt, dann sind das Kosten, die wir uns in Stockelsdorf Jahr für Jahr nicht leisten können.“

FDP will Bürgerinteresse abwarten

Auch für Peter Hinzmann von der FDP ist das „sehr viel Geld, aber wir müssen nun mal Geld in die Hand nehmen“. Hinzmann wolle erst einmal das Ergebnis der Info-Veranstaltung für die Bürger zu diesem Thema am 3. April abwarten.

„Für sinnvoll“ hält Gerald Tretow von den Grünen das Angebot vom Stadtverkehr Lübeck. „Das sollte uns das Geld wert sein, denn wir wollen ja eine bessere Mobilität auf den Dörfern erreichen“, argumentierte Tretow.

SPD mahnt zur Betriebswirtschaftlichkeit

Ralf Labeit von der SPD erklärte, „leider muss ich die Meinung von Torsten Petersson teilen“. Der Sozialdemokrat schilderte seine eigenen Beobachtungen, dass tagsüber „häufig nur der Fahrer im Bus zu sehen ist, und ich bezweifle, dass eine engere Taktung das ändern wird“. Anfreunden könne sich die SPD allerdings mit der Idee der Fahrten an Sonnabenden und Sonntagen. „Und bei allem müssen wir auch die Betriebswirtschaft im Auge behalten“, mahnte Labeit.

Einstimmig beschlossen wurde, dass die Gemeindeverwaltung ergebnisoffen mit Bad Schwartau, dem Kreis und den Stadtwerken Lübeck verhandelt. Ziel soll eine Verbesserung des Schülerverkehrs auf den Dörfern sein. „Das Ergebnis wird dann in einer der nächsten Sitzungen vorgestellt“, erklärte der Ausschussvorsitzende Jens Andermann (SPD).

Rund 40 Kinder auf den Dörfern sollen von diesen ungünstigen Busfahrzeiten betroffen sein. „Zurzeit ist es so“, so schilderte es die Obernwohlderin Anne-Kathrin Stein, die zu den betroffenen Eltern gehört, „wenn Kinder von Bad Schwartau nach der Schule nach Dissau wollen, dann kann das sein, dass sie in Lübeck am Zob stranden.“

Info-Veranstaltung für Bürger am 3. April um 18 Uhr im Rathaussaal Stockelsdorf.

Doreen Dankert

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