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Ostholstein Bürgerbegehren für Schwimmbad ist erfolgreich
Lokales Ostholstein Bürgerbegehren für Schwimmbad ist erfolgreich
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17:09 29.05.2019
Marion Haeger von der Bürgerinitiative für den Erhalt des Meerwasserschwimmbades überreicht die Listen mit 271 Unterschriften an Bürgermeister Harald Behrens (DWG). Quelle: Markus Billhardt
Dahme

Ein Bürgerentscheid um die Zukunft des Meerwasserschwimmbades in Dahme rückt näher. Die Bürgerinitiative zum Erhalt des Bades hat bei ihrem Bürgerbegehren innerhalb von fünf Tagen die notwendigen Unterschriften zusammenbekommen. Im Spätsommer könnte sich entscheiden, ob das gesperrte Becken im Strandspa saniert werden soll oder es doch eine andere Nachnutzung geben wird.

Solidarität aus dem Umland

„Wir haben sehr viel Solidarität von den Dahmer Bürgern erhalten“, sagt Andrea Greifenhagen. Die Mitbegründerin der Initiative kann insgesamt 271 Unterschriften vorweisen. Darüber hinaus hätten sich rund 200 Einwohner aus dem Umland und Touristen auf den Listen eingetragen. „Die zählen natürlich nicht, nur die Unterschriften der 1086 stimmberechtigten Dahmer. Aber es hat einen symbolischen Wert“, ergänzt Greifenhagen.

Bei einer Versammlung am vergangenen Freitag im Gemeindehaus bekam die Initiative Unterstützung vom CDU-Kreistagsabgeordneten Benedict Küpker und vom Vorsitzenden der Dahmer CDU-Fraktion Michael Krebs. Auch die DLRG sei mit ihrer Petition „Rettet die Schwimmbäder“ an die Befürworter des Schwimmbades herangetreten und hätte für ihr Anliegen Unterschriften gesammelt.

Verwaltung prüft Unterschriften

Die Bürgerinitiative in Person von Marion Haeger hat am Dienstagabend auf der Gemeinderatssitzung ihr Listen-Paket an Bürgermeister Harald Behrens (DWG) übergeben. Dieses wurde weitergereicht an die Verwaltung in Grömitz. Büroleiter Bernd Prüß erläutert: „Ein Muster der Unterschriftenlisten wird zur Prüfung an die Kommunalaufsicht geschickt.“ Da die aber gerade noch mit den Nachwirkungen der Europawahl beschäftigt sei, könne es noch etwas dauern, bis das „Okay“ komme.

Im Anschluss überprüfe die Verwaltung dann noch die Rechtmäßigkeit der Unterschriften und ob das Quorum von zehn Prozent aller Stimmberechtigten tatsächlich erreicht sei, sagt Prüß. Dieser Vorgang könne noch einmal eine Woche dauern. Dann seien weitere Fristen einzuhalten und auf die Ferien Rücksicht zu nehmen, sodass er mit einem Termin für den Bürgerentscheid ungefähr im September rechne.

Der Schwimmbad-Trakt am Strandspa in Dahme bleibt gesperrt. Ob eine Sanierung oder eine Nachnutzung kommt, könnte der Bürgerentscheid klären. Quelle: Billhardt

Wie der Büroleiter weiter ausführt, habe die Gemeindevertretung auch die Möglichkeit, sich hinter das Bürgerbegehren zu stellen. So käme es nicht zum Urnengang. „Allerdings müsste der Beschluss fast inhaltsgleich sein, damit die Kommunalaufsicht zustimmt“, erklärt Prüß. Auf der anderen Seite könnte der Gemeinderat eine Gegenfrage für den Entscheid festlegen. Zur Erinnerung: Die Initiative kämpft für eine Sanierung, den Weiterbetrieb und eine ganzjährige Öffnung des Schwimmbades.

„Kardinalfrage“ für Dahme

Schwimmbad „Ja“ oder „Nein“ ist für Bernd Prüß die „Kardinalfrage“, welche die Dahmer auch emotional spalte. Daher sei es mehr als sinnvoll, die Bürger zu befragen, damit ein endgültiges Votum vorliegen würde. Intensiver ins Gespräch könnte dann auch wieder die Frage nach einer Änderung in der Geschäftsführung im Strandspa (Sport- und Gesundheitszentrum GmbH) kommen.

Die CDU-Fraktion zog auf der Sitzung der Gemeinde ihren Antrag, einen hauptamtlichen Geschäftsführer einzusetzen, zurück. Mit der DWG waren die Kommunalpolitiker sich einig, dass man zum jetzigen Zeitpunkt keine genaue Aussage über das Anforderungsprofil in einer Stellenausschreibung treffen könne und der künftige Weg des Schwimmbades erst geregelt werden müsse.

Klar sei dennoch, wie der Bürgermeister deutlich macht, dass er wie angekündigt spätestens zum Ende des Jahres den Posten als Geschäftsführer abgeben werde. „Die Diskussion um die GmbH sollten wir aber nicht öffentlich führen, sondern zunächst hinter verschlossenen Türen. Das ist ein Themenkomplex, der gut vorbereitet sein will“, betont Harald Behrens.

Markus Billhardt

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